Musikstadt Hamburg – Salons an der Musikhochschule Hamburg
Von Schwänen und Hanseaten: Bürgerschaftsengagement in Hamburg
Wir laden Sie herzlich ein zum nächsten Salon in der Hochschule für Musik und Theater Hamburg zu dem Thema
"Von Schwänen und Hanseaten: Bürgerschaftsengagement in Hamburg"
am Donnerstag, den 24. Mai, 19:00 - 21:00 Uhr
Fanny-Hensel-Saal, Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Unkostenbeitrag (incl. Getränk) 8,-- Euro/erm. 4,-- Euro.
Im Sommersemester 2012 veranstaltet die HfMT Hamburg unter Leitung von Prof. Dr. Beatrix Borchard in Kooperation mit Dr. Bettina Knauer und Prof. Marc Aisenbrey vier Salons. Hamburg als Musikstadt jenseits von Hochglanzbroschüren gilt das Interesse. Im Zentrum des zweiten Salons steht das Bürgerschaftsengagement vieler Hamburger und Hamburgerinnen für das Musikleben ihrer jeweiligen Zeit.
Mitwirkende: Pia Bohnert, Anton und Daniel Gerzenberg, Marlen Hachmann, Theresa von Halle, Ira Hochman, Hinrich Köhncke, Rainer Mesecke, Barbara Messmer, Mélissa Petit, Julian Rohde, Adam Szvoren, Geneviève Tschumi, Alexander Winterson
Gäste: Dr. Birgit Kiupel, Dr. Kerstin Schüssler-Bach
Die Salon-Reihe wird gefördert durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und die Gerhard Trede-Stiftung.
Weitere Termine:
Der dritte Salon am 21. Juni ist dem Thema Hamburg als Auftrittsort gestern und heute gewidmet und spannt den Bogen von Stars des 19. Jahrhunderts wie Jenny Lind, Clara Schumann, Amalie und Joseph Joachim, Franz Liszt zu Maria Callas, Placido Domingo und anderen. Im letzten Salon am 5. Juli werden Alster und Elbe zum Singen gebracht.
Donnerstag, 21. Juni 2012
Stars und Sterne:
Hamburg als Auftrittsort
Donnerstag, 5. Juli 2012
Zwischen Alster und Elbe
Kartenvorverkauf: Konzertkasse Gerdes
Rothenbaumchaussee 77, 20148 Hamburg, Fon 040.45 33 26
www.konzertkassegerdes.de
Hamburger Musikhochschule weiht als Zweite eine Wellenfeldsyntheseanlage ein
Neue akustische Erfahrungen für Zuhörer durch revolutionäres Beschallungsprinzip
Im Rahmen des „Blurred Edges“ Festival 2012 laden wir Sie herzlich ein zu der feierlichen
Einweihung der neuen Wellenfeldsynthese-Audioanlage
am Freitag, den 11. Mai 2012, 18 – 23 Uhr
Multimediahörsaal
Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Harvestehuder Weg 12
20148 Hamburg.
Eintritt frei.
Als zweite Musikhochschule in Deutschland hat die Hamburger Hochschule für Musik und Theater eine Wellenfeldsyntheseanlage erhalten. Hierbei handelt es sich um ein revolutionäres Beschallungsprinzip, mit dem sich Wellen erzeugen lassen, die Schallquellen punktgenau abbilden können. Auf diese Weise erlebt man den Schall nicht als von Lausprechern ausgehend, sondern von einem bestimmten Punkt im Raum. Mit anderen Worten: Es könnte eine Geige im Konzert virtuell auf dem Schoss des Nachbarn platziert werden, ohne dass diese sich physisch dort befinden muss. Man spricht daher, in Analogie zur visuellen Holographie, auch von Holophonie. Echtes 3D wird möglich, den Zuhörern bieten sich dadurch neue akustische Erfahrungen.
Sowohl klassische Tonbandstücke als auch zeitgenössische elektro-akustische Kompositionen werden an dem Abend präsentiert. Besondere Highlights sind eine Werkeinführung von Hans Tutschku aus Boston via Skype, sowie eine Netzwerkmusikperformance mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die ebenfalls seit kurzem eine Wellenfeldsynthese-Anlage besitzt.
Programm:
John Cage: Five (1988). Netzwerkmusikperformance mit der HAW Hamburg
György Ligeti: Artikulation (1957)
Karlheinz Stockhausen: Gesang der Jünglinge (1956)
Jonathan Harvey: Vivos Voco, Mortuos Plango (1980)
John M. Chowning: Turenas (1972)
Hans Tutschku: Rituale (2004)
Kirsten Reese: Hallenfelder (2008)
Sean Reed: What’s the matter with my head (2010)
Joachim Heintz: Ambi-schlagfluss (2005)
Francis Corcoran: Sweeney's Vision (1997)
Georg Hajdu: In ein anderes Blau (2012)
sowie weitere Stücke von Professoren & Studierenden der HfMT
Im Anschluss Kinofilme.
(Das vollständige Programm wird am 10.05. auf http://mmm.hfmt-hamburg.de veröffentlicht)
Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg beschäftigt sich unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Hajdu schon seit längerem mit der Übertragung von Konzerten und anderen Veranstaltungen auch durch das Netz. Im Rahmen des CO-ME-DI-A Projekts hat die Hochschule mit Partnern, wie SARC Belfast, IRCAM Paris, IEM Graz u.a. gemeinsame Netzwerk-Konzerte veranstaltet, zugänglich für externe Zuschauer. Am 25.November 2011 wurde die Anlage schon für ein Netzwerk-Konzert zwischen 5 Orten erfolgreich eingesetzt. Durch getrennte Übersendung der Schallquellen kann die enorme Kanalkapazität der WFS-Anlage genutzt werden, um tatsächlich ein ziemlich realistischen räumlichen Eindruck des Übertragungspartners abzubilden. Durch die Möglichkeit, jedes Konzert auch mit einer Simulation der jeweils eigenen Akustik der verschiedenen Orte wiederzugeben, steigert sich das Erlebnis beim Vernetzen verschiedener entfernter Orte signifikant.
Technische Hintergrundinformationen
Das Wellenfeldsynthese-System (WFS) dient zum Aufbau einer Mixed-Reality-Umgebung für die Interaktion von Benutzern mit den virtuellen Audioobjekten, die vom WFS-System erzeugt werden. Die Anlage ermöglicht die realistische Darstellung von fokussierten Quellen im Raum. Virtuelle Objekte, ihrer Position und sonstiger Audio-Eigenschaften, können in Echtzeit von externen Systemen gesteuert werden. Das System besteht aus 40 WFS-Module mit 8 Kanälen pro Modul.
Die Wellenfeldsynthese ist ein räumliches Audiowiedergabeverfahren. Es überwindet die Probleme der Phantomschallquellenbildung, die bei den konventionellen Verfahren der korrekten Raumabbildung entgegenstehen. Die Wiedergabe beruht nicht weiter auf psychoakustischen Prinzipien, das Schallfeld wird physikalisch rekonstruiert. Bei der Synthese wird die Wellenfront einer natürlichen Schallquelle entsprechend des Huygens Prinzips aus einzelnen Elementarwellen zusammengesetzt. Eine Computersynthese lenkt dazu jede der in einer Lautsprecherzeile oder- fläche angeordneten Membranen genau in dem Moment aus, in dem die Wellenfront der virtuellen Quelle ihren jeweiligen Raumpunkt durchlaufen würde. So wird die ursprüngliche Wellenfront physikalisch wiederhergestellt.
Das Verfahren ist nicht nur kompatibel zur Wiedergabe konventioneller Mehrkanalproduktionen, es bringt hier sogar eine signifikante Verbesserung: virtuelle Schallquellen (panning spots) können weit außerhalb des realen Wiedergaberaumes positioniert werden. Damit schwindet der Einfluss der Zuhörerposition auf die Wiedergabe, weil die relativen Positionsänderungen zu den weit entfernten virtuellen Schallquellen gering werden. Folge ist, dass sich der panning spot fast über den gesamten Wiedergaberaum erstrecken kann.
„Mahagonny“ im Kontext - Ein Denkatelier zu den 20er Jahren
Vier Hamburger Hochschulen gestalten erstmals gemeinsam eine begleitende Ringvorlesung zu Weills Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny"
Weills Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ feiert Premiere – Prof. Florian-Malte Leibrecht bringt die Oper im Juni als Neuinszenierung auf die Forumsbühne der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (A-Premiere: 3.6.2012, 19.30 Uhr; B-Premiere: 5.6.2012, 19.30 Uhr; weitere Aufführungen am 7., 12., 14., 16., 19. und 25. Juni, jeweils um 19.30, sowie am 24.6. um 16 Uhr)
Erstmals gibt es zu der Aufführung von Weills Oper im Forum
„Mahagonny“ im Kontext
Ein Denkatelier zu den 20er Jahren
Theater im Zimmer-Hörsaal, Alsterchaussee 30
jeweils donnerstags, 18.00 – 19.30 Uhr
Eine erstmals in Kooperation von Hochschule für Musik und Theater, Universität Hamburg, Helmut Schmidt Universität und HafenCity Universität entstandene Vortragsreihe widmet sich den von Umbrüchen gezeichneten goldenen 20er Jahren. Neben der Aufführung der Oper selbst im Forum der Musikhochschule, liefert die Ringvorlesung Einblicke und zeigt Reibungspunkte dieser prägenden Zeit auf. Neun Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen laden ein zu einem Denkatelier der 20er Jahre.
Zur musikalischen Untermalung werden die einzelnen Abende je mit einem Musikstück der Oper, gespielt von Studierenden der Musikhochschule, eingeleitet.
Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie unter:
Die nächste Veranstaltung folgt am
3.5.2012
„Entgötterung der Musik“? Elektrakustische Musikinstrumente in den 1920er Jahren
Prof. em. Dr. Hans-Joachim Braun, Neuere Sozial-, Wirtschafts- und Technikgeschichte an der Helmut-Schmidt-Universität.
Weitere Veranstaltungen:
10.5.2012
Annäherungen an die Gegenwart. Moderne Architektur und Stadtentwicklung in den 1920er Jahren
Prof. Dr. Angelus Eisinger, Geschichte und Kultur der Metropole, HafenCity Universität Hamburg
24.5.2012
Musikalische Arbeitsbedingungen in den 20er Jahren und der Vergleich zu heute
Prof. Sonja Simmenauer/ Prof. Frank Böhme, beide Hochschule für Musik und Theater
31.5.2012
Frauen? Männer?
Prof. Dr. Beatrix Borchard, Hochschule für Musik und Theater, Hamburg
7.6.2012
Sodom und Gomorra – Zum biblischen Hintergrund der Oper „Mahagonny“
Dr. Ulrike Sals, Institut für Altes Testament, Fachbereich Evangelische Theologie, Universität Hamburg
14.6.2012, 19.30 Uhr
Ort: Forum der HfMT
Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Opernaufführung der mit anschließendem Künstlergespräch
Forum der HfMT
Einführungsvortrag des Dramaturgen Peter Krause um 19 Uhr
28.6.2012
Ist Brechts episches Theater noch zeitgemäß?
Prof. Florian-Malte Leibrecht, Theaterakademie der HfMT, Regisseur der Neuinszenierung „Mahagonny“
5.7.2012
Von der Kathedrale des Lichts zur Wohnmaschine. Visionen für eine neue Gesellschaft
Dr. Claudia Banz, Leitung Sammlung Kunst & Design, Museum für Kunst und Gewerbe
12.7.2012
Ort: Orgelstudio der HfMT
„Weil sich durch Nachahmen unmöglich Gesetzmäßiges ableiten lässt“ – Die Orgelbewegung: Auf der Suche nach der Orgel der Zukunft in der Vergangenheit.
Dr. Alexander Steinhilber, Leiter des Referats Musik, Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg
Koordination „Mahagonny“ im Kontext:
Prof. Frank Böhme, Hochschule für Musik und Theater, Hamburg / Daniela Steinke, Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung, Universität Hamburg / Miriam Wolf, HafenCity Universität Hamburg
Pscheiße!
Das Studienprojekt III Regie Schauspiel "Pscheiße" ist eine Kooperation der Theaterakademie, der HfBK, der HAW und des Thalia Theaters. Friederike Schubert, Georg Carstens, Martin Grünheit, Laura Louise Brunner, Kathia von Roth und Sarah Klöfer, Regiestudierende des sechsten Semesters, wählen aberwitzige Startpunkte für die Untersuchung des Komischen. Betreut wurden die Arbeiten in diesem Jahr von dem Regisseur Niklaus Helbling und der Dramaturgin Eva Maria Voigtländer. Aufführungstermine sind der 11., 12., 13. und 14. Mai, Thalia Theater in der Gaußstraße
„Es ist zwar ein fürchterlicher Blödsinn, aber doch sehr, sehr lustig.“
Zum Programm:
Fr. 11.05. und Mo. 14.05.
19.00 Uhr
GIER (Crave) von Sarah Kane
Ein Selbstmord, ein Tatort, ein Reinigungsteam. Werden hier Spuren verwischt oder wird hier endlich mal aufgeräumt? Friederike Schubert begibt sich auf die (nicht ganz saubere) Suche nach der Komik im Existentiellen.
Regie Friederike Schubert Bühne Zahava Rodrigo, Iason Kondylis Roussos Kostüme Lisa Gnutzmann, Pia Zielke Dramaturgie Anne Rietschel Assistenz Melmun Bajarchuu.
Mit Julia Goldberg, Katharina Lütten, Julian Horeyseck und Dennis Pörtner
EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL. Wolfram Lotz. Georg Carstens inszeniert eine Astronomie des Entsetzens: Kinder, Biologen, Politiker, Dichter, Fettleibige versuchen ihr Glück in der Wa(h)renwelt des Sinns. Nur der Erlöser, der alte Schlawiner, hat sich mal wieder aus dem Staub gemacht.
Regie Georg Carstens Bühne Katharina Schütz Kostüme Mascha Bischoff, Josefine Adrion Dramaturgie Berit Paschen Assistenz Florence Häneke
Mit Vanessa Derkum, Tri Nguyen, Theresa Palfi, Anton Pleva, David Simon, Dirk Stierand
22.00 Uhr
DIE SALAMITAKTIK – EIN LUSTIGER ABEND nach Der Revisor von Nikolai Gogol
Scheibe für Scheibe beruft sich cobratheater.cobra auf die Gogolsche Salami „Der Revisor“ und schmiert den Zuschauern hoffentlich Brötchen und einen bunten Abend vor die Füße.
SAUERSTOFF. Iwan Wyrypajew. Alex und Alex. Sie schwört auf Himmel und Erde, er erschlägt seine Frau mit einem Spaten im Garten. Laura Louise Brunner bringt die Geschichte von Alex und Alex, die in der von Liebe und Lüge vergifteten Luft nach Sauerstoff suchen, auf die Bühne.
Regie Martin Grünheit Bühne Lea Kissing Kostüme Imke Paulick Kostümassistenz Isa Wiethölter Musik Frieder Hepting, Zac Johnson Dramaturgie Wanja Van Suntum, Dimitri Schwartz
Mit Kathrin Dworatzek, Julia Riedler, Anne Wiese, Judith Goldberg, Alexander Merbeth, Christoph Türkay, Julian Francis Bisesi, Justus Ritter
Sa. 12.05 und So. 13.05.
19.00 Uhr
SAUERSTOFF von Iwan Wyrypajew
Regie Laura Louise Brunner Bühne Marie Häusner Bühnenassistenz Gina Fischli Kostüme Lea Connert Kostümassistenz Marleen Hinniger Dramaturgie Andreas Langkamp Director of photography Clemens Majunke Musik Enzo Tricoli
Mit Ann Kathrin Doerig, Julia Sewing, Samuel Braun, Bastian Dulisch, Manuel Herwig
20.30 Uhr
FAUTS – eine Tragödie
"Narr, der auf Erden lacht, muss weinen in der Höll'! Und endlos soll nun Höllenqual dich nähren!" Kathia von Roth dekoriert, was die Welt im Innersten zusammen hält.
Regie Kathia von Roth Bühne Luise Zender Kostüme Julia Simmen Dramaturgie Martje Friedrich Dramaturgieassistenz Jannis Klasing Regieassistenz Sebastián Saavedra Hund Cyrus
Mit Alina Weber, Isabella Golinski, Laura Schuller, Marque-Régnier Hübscher, Rabea Lübbe
22.00 Uhr
UBU NARR nach Alfred Jarry
VATER UBU: „Ihr schwört, ihr werdet den König ordentlich töten?“ ALLE: „Ja das schwören wir. Hoch lebe Vater UBU!“ - Macht, Intrige und Pscheiße. Ein Spiel von Sarah Klöfer.
Regie Sarah Klöfer Bühne Frank Schönwald Kostüme Claudio Pohle, Tran Viet Thanh Dramaturgie Michael Isenberg
Mit Rashidah Aljunied, Fridtjof Bundel, Moritz Grabbe, Agnes Jaworek, Ian McMillan
Karten: Telefon 040 3281 44 44 – E-Mail: abo@thalia-theater.de – Online: www.thalia-theater.de
Preise: 9 / 7 €, beim Kauf von zwei oder drei Vorstellungen für einen Tag nur 7,50/5,50 € pro Vorstellung.
Die Familie Budge in Hamburg und ihr Palais an der Alster
Ein Dokument der Erinnerungsarbeit der Hochschule an die Familie Budge
Anlässlich des unter der Leitung von Prof. Dr. Beatrix Borchard veranstalteten musikalischen Salons zum Thema
Zwischenräume: Musik im Budge-Palais
am 26. April, 19:00-21:30 Uhr,
Fanny-Hensel-Saal,
Hochschule für Musik und Theater Hamburg
wird die Broschüre "Die Familie Budge in Hamburg und ihr Palais an der Alster" wiederaufgelegt und bei der Veranstaltung auch ausgestellt. Sie wurde 2008 von der damaligen Schulmusikstudierenden Livia Gleiß im Rahmen eines musikwissenschaftlichen Seminarprojektes von Prof. Dr. Beatrix Borchard erarbeitet und ist ein Dokument der Erinnerungsarbeit der Hochschule an die Familie Budge. Die Villa war von 1900 – 1937 im Besitz des jüdischen Ehepaares Emma und Henry Budge.
Der Salon am 26.4. erinnert am Beispiel des heutigen Hochschulgebäudes, des ehemaligen Budge-Palais, an die Rolle des jüdischen Bürgertums für das Hamburger Kulturleben vor 1933.
Zum Gespräch eingeladen ist die Musikhistorikerin Silke Wenzel. Unter dem Motto „Nostalgie mit Energie“ wird im 2. Teil des Salons gemeinsam mit Prof. Sonia Simmenauer, u.a. Gründerin des Jüdischen Salons am Grindel und des Cafés Leonar, der Blick auf das heute gelenkt.
Im Anschluss an den Salon führt Livia Gleiß durch das Budge-Palais.
Beatrix Borchard, Prof. Dr. phil. habil., geboren und aufgewachsen in Lingen/Ems, studierte in Bonn und Berlin Musikwissenschaften, Germanistik und Geschichte und promovierte über Clara Wieck und Robert Schumann, Bedingungen künstlerischer Arbeit in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts (1983, 2. Auflage Kassel 1992). 2000 habilitierte sie sich mit einer interpretationsgeschichtlichen Studie, die unter dem Titel Stimme und Geige. Amalie und Joseph Joachim. Biographie und Interpretationsgeschichte im Böhlau-Verlag Wien erschienen ist (2. Auflage 2007).
Beatrix Borchard lehrte historische Musikwissenschaft an der Hochschule der Künste Berlin (jetzt Universität der Künste Berlin) und am musikwissenschaftlichen Seminar Detmold-Paderborn. Seit 2002 ist sie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Hier leitet sie ein DFG-Forschungsprojekt zur Rolle der Musik für den europäischen Kulturtransfer im 19. Jahrhundert am Beispiel von Pauline Viardot und die multimediale Forschungsplattform Musikvermittlung und Genderforschung: Musikerinnen-Lexikon und multimediale Präsentationen (http://mugi.hfmt-hamburg.de.) Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen zählen Der weibliche und der männliche Beethoven, Bonn 2004 (gem. mit Cornelia Bartsch und Rainer Cadenbach), Alkestis: Interpretationen (=Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 2006) (gem. mit Claudia Maurer Zenck), Musikwelten - Lebenswelten. Jüdische Identitätssuche in der deutschen Musikkultur, Köln 2009 (gem. mit Heidy Zimmermann). Sie ist Herausgeberin der Viardot-Garcia-Studien und der Brahms-Studien (gemeinsam mit Kerstin Schüssler-Bach). Eine vollständige Publikationsliste befindet sich auf http://mugi.hfmt-hamburg.de/Borchard/bibliographie.html.
Beatrix Borchard ist Autorin zahlreicher Rundfunkfeatures, moderiert häufig Konzerte und hat bisher zwei Filme gemacht, Dokumentationen über Clara Schumann (NDR 1996) und zum Thema Hausmusik (NDR 1997). An weiteren Musikfilmen hat sie mitgearbeitet. Eine Dokumentation über die Schwestern Maria Malibran und Pauline Viardot-Garcia ist in Planung.
Livia Gleiß, geboren 1978 in Bonn, studierte Schulmusik, Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Theaterpädagogik und Lehramt für Sonderschulen an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Universität Hamburg.
Im Rahmen eines Seminarprojektes bei Prof. Beatrix Borchard („Singen – Schreien – Verstummen“ zur Vertreibung der jüdischen Künstler aus den Hamburger Kulturbetrieben unter dem NS-Regime) recherchierte sie eingehend zur Geschichte des Budge-Palais und hielt 2007 für Besucher der von der Hochschule veranstalteten „Nacht des Wissens“ eine geschichtliche Gebäudeführung. Diese wurde Grundlage für ihre Seminararbeit und schließlich für die Broschüre „Die Familie Budge in Hamburg und ihr Palais an der Alster“, die am 26.5.2008, anlässlich der Gedenkfeier zur Einweihung der „Stolpersteine“ für Dr. Siegfried Budge und Ella Budge herausgegeben wurde.
Hamburger Musikerinnen umrahmen Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck
Ostseewoche: Musik schafft diplomatische Brücken: Auf Einladung des Auswärtigen Amtes beteiligen sich vier Musikerinnen der Hamburger Hochschule für Musik und Theater Hamburg mit einem innovativen Konzertbeitrag an der offiziellen Berliner Festveranstaltung zur diesjährigen 'Ostseewoche' am 24. April 2012:
Als musikalische Umrahmung der Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck stellte die Pianistin Mariana Popova, Lehrbeauftragte für Vokalbegleitung an der Hamburger Musikhochschule, einen zweiteiligen Liederzyklus zusammen, der Liedkompositionen aus allen am Ostseebund beteiligten Anrainerländern enthält. Ihre beiden Gesangspartnerinnen bei diesem ungewöhnlichen Konzertereignis sind Steinnun Skjenstad (Sopran) und Judith Thielsen (Mezzosopran), beide Studierende der Gesangsklasse Prof. Smits. Das eigens für diesen Anlass konzipierte Programm enthält überdies die Uraufführung einer Hamburgischen Liedkomposition: als Beitrag für ihr Heimatland Lettland vertonte die ebenfalls an der HfMT unterrichtende Komponistin Ruta Paidere ein Gedicht in ihrer Muttersprache, das zum Genre der Meereslyrik zählt - so wie auch die übrigen Texte dieses Liederzyklus, die ausnahmslos in Originalsprachen gesungen werden und so ein klingendes Bild der vielfältigen Ostsee-Kulturen entstehen lassen.
Die Künstlerinnen
Die isländische Sopranistin Steinunn Soffia Skjenstad studierte nach ihrem abgeschlossenen Gesangstudium an der isländischen Kunstakademie weiter in Helsinki an der Sibeliusakademie. 2008 kam Skjenstad nach Hamburg um im Studiengang Liedgestaltung an der HfMT-Hamburg zu studieren. Derzeit erweitert sie ihre musikalische Entwicklung in der Opernklasse der HfMT.
Skjenstad konzertierte in ganz Europa gebracht, und trat auch in Opernproduktionen auf. Sie errang zahhlreichen Preise in Wettbewerben in Finnland und Deutschland und nahm an Meisterkursen u.a. bei Margreet Honig, Julius Drake, Hartmut Höll, Ralf Gothóni, Elly Ameling, Helmut Deutsch und Axel Bauni teil.
Die Mezzosopranistin Judith Thielsen wurde 1988 in Norddeutschland geboren. Im Herbst 2008 begann sie ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, zunächst in der Klasse von Frau Prof. Turid Karlsen und später bei Prof. Geert Smits.
Erste Bühnenerfahrung sammelte sie in der Koproduktion „gehengehengehen- kein Theater nach Thomas Bernhard“ von der Opera Silens mit der Theaterakademie Hamburg. Mit dieser Produktion war sie im Jungen Forum Musik und Theater Hamburg und im Gasteig in München zu sehen .ImFebruar 2011 war sie mit Benjamin Britten's „ The Rape pf Lucretia“ , einer Koproduktion der HfMT Hamburg und der Hamburgischen Staatsoper, in der Opera Stabile zu sehen.
Judith Thielsen widmet sich intensiv dem Liedschaffen. Ihr breites Lied- und Konzertrepertoire wurde unter anderem bei Meisterkursen mit Norman Shetler, Margreet Honig und Robert Holl vervollständigt.
Ihre rege Konzerttätigkeit als Konzert- und Liedsängerin führt Judith Thielsen durch ganz Deutschland. Sie gastierte u.a im Kieler Schloss, in der Liederhalle Stuttgart, in der Laeiszhalle in Hamburg und im Gasteig in München.So sang sie 2010 „ Lieder aus des Knaben Wunderhorn“ von Gustav Mahler in Hamburg mit dem Orchester der Hochschule für Musik und Theater unter der Leitung von Simone Young. 2011 erhielt Judith Thielsen den Masefield – Studienpreis der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.und war mehrfache Preisträgerin beim 18. Internationalen Johannes-Brahms Wettbewerb in Pörtschach.
Ruta Paidere wurde 1977 in Tukums, einer kleinen lettischen Stadt an der Küste des baltischen Meeres geboren, wo sie auch ihre erste musikalische Ausbildung erhielt. Der weitere Weg führte sie nach Riga, wo sie im Jahr 1998 die musiktheoretische Ausbildung am renommierten Jázeps Medins Musikcollege abschloss. In dieser Zeit wurde sie mehrmals bei Wettbewerben junger lettischer Komponisten ausgezeichnet. 1998 folgte das Kompositions- und Musiktheorie-Studium, später das Studium der Klavierpädagogik an der Hamburger Musikhochschule. 2003 ergänzte sie ihre Ausbildung am Dartington College of arts in England und erhielt im gleichen Jahr den DAAD Preis.
R. Paideres Werke sind u. a. bei verschiedenen Festivals zeitgenössischer Musik aufgeführt worden, zum Beispiel beim "Budapester Spring", bei "Arena" in Riga, "Tenso days" in Berlin und "Musica" in Strasbourgh. Es entstanden Auftragswerke für die Kulturstiftung NRW und Deutschlandfunk Köln, den Radio Chor Riga, die Festivals "ADEvantgarde" und "Klangzeit Münster" oder die Sommerakademie für zeitgenössische Musik OPUS XXI. Sie schrieb auch Hörspiel-und Theatermusik und ist als Pianistin an vielen Aufführungen zeitgenössischer Musik beteiligt.
Seit 2007 ist Ruta Paidere Mitglied des lettischen Komponistenverbandes. Sie war Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter und der Pro Musica Viva Stiftung. 2005 erhielt sie den Hermann und Annemarie Rauhe Preis für zeitgenössische Kammermusik und 2007 wurde sie mit dem Bach Preis-Stipendium der Stadt Hamburg ausgezeichnet.
Zurzeit unterrichtet Ruta Paidere an der Hamburger Musikhochschule und am Hamburger Konservatorium.




