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11.01.2013 07:45 Alter: 4 Jahre

15.01.13 | 18 Uhr " Bayreuths inszenierte Skandale"

Neue Ringvorlesung "Skandal! Analytische Perspektiven auf ein fast alltägliches Phänomen" in der Hamburger Musikhochschule

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der neuen Ringvorlesung SKANDAL! widmet sich dem Thema

 

"Bayreuths inszenierte Skandale"

Vortrag von Peter Krause

am Dienstag, 15.1.20131, 18 Uhr,

Fanny Hensel-Saal der Hochschule für Musik und Theater Hamburg

 

„Bayreuther Festspiele ohne Skandal eröffnet“ – hieß es in den Medien nach einer der letzten Premieren am Grünen Hügel. Ist das Ausbleiben eines Skandals also heutzutage der eigentliche Skandal? Echte Inszenierungsskandale haben die Rezeptionsgeschichte des Musiktheaters in Bayreuth freilich entscheidend vorangebracht. Patrice Chereaus „Der Ring des Nibelungen“, Götz Friedrichs „Tannhäuser“ und Heiner Müllers „Tristan und Isolde“ besitzen heute Referenzcharakter für die Wagner-Interpretation. Das Engagement des Ex-Enfant-Terribles Jonathan Meese als Regisseur und Bühnenbildner des Bayreuther Parsifal 2016 scheint hingegen leicht durchschaubar: Der Künstler selbst garantiert eine Aufmerksamkeit generierende Provokation, die wichtiger wirkt als das eigentliche theatralische Ergebnis, das er verantwortet. Werden echte Inszenierungsskandale durch inszenierte Skandale ersetzt? Eine Betrachtung der Mechanismen des Skandals im Musiktheater einst und heute.

 

Peter Krause

Der Musikwissenschaftler und -manager, Publizist und Moderator begleitete das Musikleben mit bislang über 1000 konstruktiv kritischen Beiträgen in der WELT und vielen Fachorganen. An der HfMT Hamburg leitet Peter Krause die Reihe „junges forum Musik + Theater“.