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16.05.2008 17:29 Alter: 9 Jahre

3 TAGE LIGETI

Zur Erinnerung an György Ligeti in Ton, Text und Bild aus Anlass seines 85. Geburtstags

- Kammermusik, Kommentare zum Werk und Präsentation eines Fotobands

am Mi 28.05.2008 / Fr 30.05.2008 / Sa 31.05.2008 -

 

György Ligeti (28.05.1923 - 12.06.2006) gehörte zu den wenigen radikal innovativen Komponisten der Neuen Musik, die mindestens dem Namen nach auch einem breiteren Publikum bekannt wurden - spätestens dadurch, dass Stanley Kubrick mehrere seiner Kompositionen in der Filmmusik von 2001: Odyssee im Weltraum verwendete - im übrigen ohne Ligetis Zustimmung.

 

Ligeti war 1973 bis 1988 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Aus Anlass des 85. Geburtstags ehrt die Hochschule sein Werk mit

"3 Tage Ligeti"

Zur Erinnerung. György Ligeti in Ton, Text und Bild.

Kammermusik, Kommentare zum Werk und Präsentation eines Fotobands.

 

Mi 28.05.2008

09:00-13:00 Uhr Orchesterstudio

14:00-16:30 Uhr Orgelstudio

 

Fr 30.05.2008

16:00-17:00 Uhr Orgelstudio

17:30-21:00 Uhr Mendelssohn-Saal

 

Sa 31.05.2008

10:00-13:00 Uhr Mendelssohn-Saal

14:00-17:00 Uhr Mendelssohn-Saal

 

Konzeption und Organisation: Frank Böhme, Hanns-Werner Heister und Fredrik Schwenk.

Eintritt: frei.

Das Ganze wird von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius / Förderbereich Kunst und Kultur gefördert.

 

Ligeti wirkte seit Ende der 1950er Jahre als einer der "Erneuerer der Musik unserer Zeit. Die Musikgeschichte und das Musikrepertoire hat durch Ligeti eine unglaubliche Erweiterung der musikalischen und technischen Ausdrucks-möglichkeiten erfahren. Die Persönlichkeit Ligetis war durch seinen inter-disziplinären Ansatz von Biochemie und anderen Naturwissenschaften bis zur Zeitphilosophie und zur Mathematik der "Fraktale", seinen hohen Anspruch an die geistige Prägnanz und Singularität seiner Werke, die Befreiung der Musik von alten Denkmustern und des Findens neuer Wege aus der Musik heraus gekennzeichnet, dabei tief verwurzelt in der europäischen Tradition und zugleich neugierig für die Musik anderer Kulturen. Neue über die Musik der zeitgenössischen europäischen Musik hinausreichende Entwicklungen bezog er stets mit ein ...

Von Ligetis SchülerInnen haben heute drei ihrerseits Professuren an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Die Tradition der Innovation setzt sich also fort."

(Elmar Lampson, Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, im Geleitwort zu dem Buch Un/Endlichkeiten. Ligeti - Bilder und Begegnungen 1989-2003.)

 

Das Ligeti-Projekt der Hochschule für Musik und Theater Hamburg stellt neben bekannteren Werken vor allem Kammermusikwerke Ligetis vor, die noch nicht immer eine breite Resonanz gefunden haben, nicht zuletzt einiges aus Früh- und Spätwerk. Zugleich versucht es, Ligetis Komponieren insgesamt in die Strömungen des späteren 20. Jahrhunderts einzuordnen.

 

In diesem Zusammenhang erscheint auch ein Bild-Textband "Un/Endlichkeiten. Ligeti ? Bilder und Begegnungen 1989-2003" (Fotos von Ines Gellrich, Materialien und Texte von Hanns-Werner Heister), Modo-Verlag Freiburg i. Br. Dieses Buch bringt bislang wenig bekannte Facetten von Werk wie Person zur sinnlichen Evidenz.

Die Drucklegung wird unterstützt von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und von der Hochschulstiftung der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

 

Die Aufführungen werden sämtlich von Interpretinnen und Interpreten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg selber bestritten, die auf das Werk bezogenen Vorträge großenteils. Einige auswärtige Expertinnen und Experten ergänzen das Spektrum.

Viele der hier dann vorgestellten Werke Ligetis werden jeweils zweimal aufgeführt. Studierende wie allgemeines Publikum haben so Gelegenheit, die Musik intensiver kennen zu lernen, oder gegebenenfalls Versäumtes nachzuholen.