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60 Jahre Musikhochschule ? 60 Veranstaltungen: ALTE MUSIK im DIALOG - Konzert zum 300. Geburtstag von Wilhelm Friedemann Bach
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06.05.2010 08:40 Alter: 7 Jahre

60 Jahre Musikhochschule ? 60 Veranstaltungen: ALTE MUSIK im DIALOG - Konzert zum 300. Geburtstag von Wilhelm Friedemann Bach

60 Jahre . 60 Veranstaltungen heißt das Motto, unter dem die Hochschule für Musik und Theater Hamburg ihr 60-jähriges Jubiläum während des ganzen Jahres 2010 feiert. In Konzerten, Opern- und Theateraufführungen, Vorträgen und Symposien wird das breite Spektrum der Hochschularbeit präsentiert.

 

Wir laden Sie herzlich ein zu dem COLLEGIUMS-CONCERT II

ALTE MUSIK im DIALOG

Konzert zum 300. Geburtstag von Wilhelm Friedemann Bach (1710?1784)

am Dienstag, den 11. Mai 2010, 20.00 Uhr

Spiegelsaal im Museum für Kunst und Gewerbe

 

Eintritt: 10 Euro

Vorverkauf: Konzertkasse Gerdes Tel.: 040/45 33 26 und alle bekannten Vorverkaufsstellen

 

Programm

- Concerto a due Cembali Concertati F-Dur, Falck 10 (ca. 1732)

Allegro moderato / Andante / Presto

 

Solowerke für Clavichord

- Fantasie a-moll, Falck 23

- Fuge Nr. 1 C Dur, aus Acht Fugen, Falck 31 (erschienen in Berlin 1778)

- Polonaise Nr. 10 f-moll

 

- Sinfonia (Adagio und Fuge) d-moll, Falck 65 (Halle um 1750)

Adagio / Allegro

 

- Duetto a Flauti, e-moll, Falck 54

Allegro / Larghetto / Vivace

 

- Concerto in Es a duoi Cembali con accompagnamento de due Violini, Viola, Basso, due Corni, due Clarini e Timpani, Falck 46

Un poco Allegro / Cantabile senza accomp. /Vivace

 

Es spielen:

Menno van Delft, Isolde Kittel-Zerer ? Cembalo, Clavichord

Peter Holtslag, Evi Pfefferle (a. G.) ? Traversflöte

Und ein erweitertes Barockensemble des Studio für Alte Musik :

 

 

Wilhelm Friedemann - der "Hallesche" Bach

Wilhelm Friedemann war der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs. Als Organist und Klavierspieler war er wegen seiner herausragenden Kunst der Improvisation berühmt. "Unstrittig der größte Organist der Welt! Er ist ein Sohn des weltberühmten Sebastian Bachs, und hat seinen Vater im Orgelspiel erreicht, wo nicht übertroffen", schwärmte Christian Friedrich Daniel Schubart 1806 in seinen "Ideen zu einer Ästhetik der Tonkunst". Und von seinem Bruder Carl Philipp Emanuel ist durch Johann Nikolaus Forkel der Satz überliefert: "Er konnte unsern Vater eher ersetzen, als wir alle zusammengenommen."

 

Das Studio für ?Alte Musik? an der HfMT

Die Bedeutung der sogenannten "Alten Musik" an einer heutigen Musikhochschule ist so vielschichtig wie weittragend. Dabei geht es längst nicht mehr allein um den Unterricht für barocke Hauptfachinstrumente, sondern um grundlegende Aspekte von Interpretation und Aufführungspraxis. Der in letzter Zeit häufig benutzte Begriff der "historisch orientierten Aufführungspraxis" zeigt an, dass "Alte Musik" nicht mehr bloß die Musik der Renaissance und des Barock umfasst, vielmehr geht es um die dem Repertoire einer Zeit entsprechend relevanten Fragestellungen und deren vertiefte Diskussion zur Ausführung von Kompositionen, die stilistisch geortet und in aktuelle und lebendige Interpretationen übersetzt werden sollten. Auch das Studio für Alte Musik unserer Hochschule bemüht sich, dieser Thematik gerecht zu werden. Die im Studio Lehrenden, welche alle für aufführungspraktische Fragestellungen spezialisiert sind, zeigen auf und weisen nach, wo und wie die Grundlagen von Klanggebung, Spiel- und Sprechweise, von Komposition und Improvisation, von Zeitentwicklung und Stilbewusstsein entstanden sind und wie sie sich verändert haben.