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22.04.2010 14:44 Alter: 7 Jahre

60 Jahre Musikhochschule - 60 Veranstaltungen: Orchesterkonzert mit den Hamburger Symphonikern

60 Jahre - 60 Veranstaltungen heißt das Motto, unter dem die Hochschule für Musik und Theater Hamburg ihr 60-jähriges Jubiläum während des ganzen Jahres 2010 feiert. In Konzerten, Opern- und Theateraufführungen, Vorträgen und Symposien wird das breite Spektrum der Hochschularbeit präsentiert.

 

Wir laden Sie herzlich ein zu einem

 

Orchesterkonzert mit den Hamburger Symphonikern

am Freitag, den 30. April 2010, 20:00 Uhr

im Forum der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

 

Drei Studierende der Hochschule absolvieren - begleitet von den Hamburger Symphonikern unter der Leitung von Prof. Mathias Husmann - ihr Konzertexamen: Fedor Elessin, Violoncello, Hyo-Jae Lim, Oboe (Klasse Prof. van der Merwe) und Alina Kabanova, Klavier (Klasse Prof. Koroliov).

 

Auf dem Programm stehen

- Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur, Fedor Elessin, Violoncello

- Richard Strauss: Konzert für Oboe und Orchester D-Dur op. 144

Hyo-Jae Lim, Oboe

- Aram Chatschaturjan: Konzert für Klavier und Orchester Des-Dur

Alina Kabanova, Klavier

 

Eintritt: 10 Euro , Schüler und Studierende: 5 Euro

Vorverkauf: Konzertkasse Gerdes und alle bekannten

Vorverkaufstellen Tel.: 040-453326

 

 

Hintergrundinformationen

 

Zu den Studierenden

Alina Kabanova

1982 im ukrainischen Sewastopol geboren, gab Alina Kabanova ihr erstes öffentliches Konzert im Alter von sechs Jahren. Es folgten zahlreiche inter-nationale Preise und Verpflichtungen als Solistin bei international renom-mierten Orchestern. Allein in Deutschland gab sie seit 1999 mehr als 1000 Konzerte. Alina Kabanova studierte u. a. an der Musikhochschule Münster und an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Prof. Koroliov. Zusammen mit dem Cellisten Fjodor Elessin gründete sie 2006 unter der künstlerischen Leitung von Maestro Marcello Abbado das Beethoven Duo, das 2008 sein Debüt in der Carnegie Hall New York gab und seitdem zu den Kammermusikensembles der Spitzenliga zahlt.

 

Hyo-Jae Lim

Die 1981 in Seoul/Südkorea geborene Oboistin Hyo-Jae Lim gewann mit 18 Jahren den1. Preis beim Bläserwettbewerb der Seoul National University, an der sie auch bis 2004 studierte. Anschließend studierte sie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, wo sie 2006 die Diplomprüfung im Fach Oboe ablegte. Derzeit studiert Hyo-Jae Lim an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in der Klasse von Prof. van der Merve. Sie ist Mitglied der Hamburger Philharmoniker.

 

Fedor Elessin

1983 in St. Petersburg geboren, erhielt Fedor Elessin mit 5 Jahren seinen ersten Cellounterricht. Bereits während seiner Schulzeit von 1989 bis 1998 gab er erste öffentliche Konzerte. Als Student der Hochschule für Musik und Theater Hamburg errang er zahlreiche Siege und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter die Verleihung eines Gand-Cellos der Deutschen Stiftung "Musikleben". Ab Oktober 2009 studiert er als Cellist des Beethoven Duos zusammen mit seiner Kammermusikpartnerin Alina Kabanova am Instituto Internacional de Música de Cámara de Madrid bei Ralf Gothoni, Bruno Canino und Menahem Pressler.

 

Zu den Werken

- Als eine seiner "Werkstattarbeiten, damit das vom Taktstock befreite rechte Handgelenk nicht vorzeitig einschläft" beschrieb Richard Strauss das 1945 entstandene Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur. Ideengeber dieses Konzertes war ein amerikanischer Soldat, der 24-jährige Oboist John DeLancie aus Chicago. Statt wie von Strauss befürchtet, seine Garmischer Villa zu konfiszieren, wollte er von dem hochbetagten Komponisten wissen, ob er jemals an ein Konzert für die Oboe gedacht habe. Die Antwort war ein klares "Nein!" -

Die Uraufführung fand dann am 26. Februar 1946 in Zürich statt.

 

- Das Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 von Dmitri Schostakowitsch wie auch das 2. Cellokonzert schrieb Schostakowitsch für den russischen Cellovirtuosen Mistislaw Rostropowitsch. Es heißt, dieser habe sich mit solchem Eifer auf die ihm zugestellte Partitur gestürzt, dass er das Werk innerhalb von vier Tagen auswendig gelernt und dem völlig über-raschten Komponisten meisterlich vorgeführt habe. Am 4. Oktober 1959 interpretierte Rostropowitsch es bei der Welturaufführung in Leningrad mit grandiosem Erfolg.

 

- "Ein Klavierkonzert zu schreiben ist sehr schwer", warnte Sergej Prokofiev den 33jährigen Aram Chatschaturjan: "Es muss dazu irgend ein Einfall vorhanden sein." 1936, als das Klavierkonzert Nr. 1 Des-Dur entstand, hatte der Sohn eines armenischen Buchbinders bis auf seine Erste Sinfonie - mit der er zwei Jahre zuvor das Abschlussdiplom am Moskauer Konservatorium errang - kaum Erfahrungen mit größeren Werken. Die Moskauer Uraufführung bedeutete für den heute vorwiegend durch seinen "Säbeltanz" bekannten Komponisten in jenen Jahren den internationalen Durchbruch.