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29.01.2014 15:15 Alter: 3 Jahre

Der „große“ Bach – Profile eines „Originalgenies“

Carl Philipp Emanuel Bach in seinen Briefen

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der

 

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XV:

 

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) –

der „große“ Bach – Profile eines „Originalgenies“

 

am Dienstag, dem 4. Februar 2014

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg

 

mit dem Thema

 

Carl Philipp Emanuel Bach in seinen Briefen

Vortrag und Musikprogramm:

Prof. Peter Holtslag, HfMT Hamburg

 

Eintritt frei.

Großer Revolutionär und musikalische Persönlichkeit

Von den Söhnen Johann Sebastian Bachs war Carl Philipp Emanuel wohl der große Revolutionär. Man kann sogar behaupten, dass es ohne ihn keinen Joseph Haydn und sicherlich keinen Beethoven mit deren revolutionären Ideen gegeben hätte. 

Wer war dieser Mann, der 1768 als Nachfolger Philipp Telemanns nach Hamburg kam, um hier bis zu seinem Tode 1788 als Musikdirektor der Hamburger Hauptkirchen zu arbeiten? Aus seinen Briefen und aus unterschiedlichsten Dokumenten werden Aspekte seiner musikalischen Persönlichkeit deutlich, die in dieser Vorlesung im Kontext platziert werden. 

 

Peter Holtslag, geboren 1957 in Amsterdam, studierte Blockflöte an der dortigen Musikhochschule und erhielt 1980 ein ‚cum laude‘ für seine Solistenprüfung. Der große Inspirator dabei war Frans Brüggen. Seitdem hat er seine Interpretationen historischer und zeitgenössischer Musik einem Publikum in ganz Europa, Australien, Neuseeland, den USA und im Fernen Osten dargebracht als Solist, sowie mit renommierten Musikern wie Gustav Leonhardt, William Christie, Trevor Pinnock, Cecilia Bartoli und Ensembles wie The English Concert, das Orchester des 18. Jahrhunderts, Akademie für Alte Musik Berlin, La Fontegara Amsterdam, Trio NoName etc. Um die 40 CD-Einspielungen für Labels wie Harmonia Mundi France, DGG/Archiv, Hyperion, Aeolus, Globe, Chandos etc. wurden von der internationalen Fachpresse begeistert aufgenommen.

1984 bis 1988 war Peter Holtslag Professor an der Guildhall School of Music in London. 1988 wurde er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg zum Professor für Blockflöte, Traversflöte und Kammermusik berufen. Gleichzeitig wurde er Gastprofessor an der Royal Academy of Music, London. Er war außerdem "guest lecturer" an der City University London und unterrichtete bei vielen Meisterkursen an Musikhochschulen in, z.B., Amsterdam, Berlin, Budapest, Krakau, Hong Kong, Helsinki, Lissabon, Prag, und St. Petersburg. In der Sommerzeit spielt er als Gast bei renommierten Festivals (Lissabon, London, Utrecht etc.) und unterrichtet an internationalen Sommerkursen in Trondheim (Norwegen) und Lissabon (Portugal). Kürzlich wurde er zum Ehrenmitglied (honorary member) der Royal Academy of Music in London berufen.

Peter Holtslag betrachtet Musik im Lichte der rhetorischen Gestik. Er orientiert sich dabei an der Ästhetik der jeweiligen Stilepochen und vermeidet eine dogmatisch-motorische Spielweise.

 

Organisation und Abendgestaltung:

Prof. Dr. Beatrix Borchard und Martina Bick, M.A. in Zusammenarbeit mit dem Studio für Alte Musik der HfMT Hamburg.