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24.02.2011 14:43 Alter: 6 Jahre

Ehrensenatorenwürde für Hannelore und Helmut Greve

Als Dank für die großzügige Förderung der Hochschule für Musik und Theater in den vergangenen Jahren überreichte Hochschulpräsident Prof. Elmar Lampson Prof. Dr. h.c. Hannelore Greve und Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Greve die Urkunden über die Ehrensenatorenwürde der Hochschule für Musik und Theater.

Der Hochschulsenat hatte dies am 15. Dezember 2010 einstimmig beschlossen.

 

Hochschulpräsident Prof. Lampson dazu in seiner Laudatio:

"Durch den Bau der neuen Bibliothek und die Restaurierung der alten Bibliotheksräume hat das Ehepaar Greve Hochschulgeschichte geschrieben und darüber hinaus durch zahlreiche weitere Förderungen – z. B. den Lehrexport der Hamburger Musiktherapieausbildung nach Budapest und Tallin – die Hochschularbeit immens unterstützt. Es handelt sich hierbei um eine der größten Einzelspenden für eine Musikhochschule in Deutschland. Wir sind dankbar dafür, dass es die Bereitschaft des Ehepaars Greve und vieler anderer in Hamburg gibt, die große Tradition des Mäzenatentums in Hamburg auf maßstabsetzende Weise fortzusetzen."

 

Die Raumsituation der Hochschule wurde durch das neue Bibliotheksgebäude erheblich verbessert. Den Studierenden und Lehrenden der Hochschule stehen für ihre wissenschaftliche Arbeit seitdem moderne, große und gut ausgestattete Räume zur Verfügung. Durch die Einrichtung zahlreicher Internetarbeitsplätze und einer Mediathek werden sie in ihren musikwissenschaftlichen Studien zusätzlich unterstützt. Seit dem Winter 2005 benutzten nun ca. 1000 Studierende und Lehrende die neuen Räumlichkeiten.

 

Die drei großen Räumlichkeiten der früheren alten Bibliothek werden seit der aufwändigen Restaurierung für Vorlesungen und Seminare aller Bereiche genutzt – gerade Räume dieser Größenordnung gab es bisher viel zu wenig in der Hochschule. Insbesondere bietet aber der größte mittlere Raum mit seinem Wintergarten einen wunderbaren Rahmen für Kammermusikveranstaltungen und andere herausgehobene Anlässe.

 

Herr und Frau Prof. Greve gehören zu den in Deutschland wichtigsten Förderern von Wissenschaft und Kultur. Ihr aus privatem und Stiftungsvermögen finanziertes Engagement gilt besonders dem Hochschulbau und der Förderung von Forschungen, die dem Menschen nützlich sind, die Verständigung fördern und dem Frieden dienen. Für die Unterstützung des kulturellen Lebens Hamburgs seien hier beispielhaft die Verleihung des Literaturpreises zusammen mit der Hamburger Autorenvereinigung und die Förderung der Musik Felix Mendelssohn-Bartholdys genannt.

 

Kultursenator Reinhard Stuth würdigte das mäzenatische Engagement des Ehepaars: „Ich freue mich sehr, dass die Hochschule für Musik und Theater Prof. Hannelore und Prof. Helmut Greve mit der Ehrensenatorenwürde ausgezeichnet hat. Das Ehepaar Greve steht für hanseatisches Mäzenatentum in seiner vornehmsten Form. Die Hamburger Kultur profitiert an vielen Stellen von dem Engagement des Ehepaars Greve. Ich finde es besonders bemerkenswert, dass dieses Engagement so facettenreich ist und von der phänomenalen Unterstützung der Elbphilharmonie bis zur Ausbildung hier in der Hochschule für Musik und Theater reicht.“

 

Prof. Dr. Hermann Rauhe, langjähriger Präsident und -seit seinem Ausscheiden- Ehrenpräsident der Hochschule, ging in seiner Ansprache zurück zu den Anfängen:

"Es begann mit der Restaurierung des Mendelssohn-Saales, nachdem der Spiegelsaal in das Museum für Kunst und Gewerbe verlagert wurde. Als diese abgeschlossen war, machte Frau Prof. Greve einen Gang durch die alte Bibliothek und stellte fest, in welch kostbaren historischen Räumen sie untergebracht war: Deren Schönheit wurde durch die Schränke und Regale fast völlig verdeckt. So entstand der Plan, die Bibliothek in ein zu errichtendes Gebäude auf dem Parkplatz der Hochschule zu verlagern. Die Verwirklichung verzögerte sich durch die Einsprüche der Nachbarn erheblich und ich habe die Geduld des Ehepaares Greve bewundert. Die Konsequenz für mich war, dass ich bis zum Richtfest im Amt blieb und erst mit 74 Jahren in Ruhestand ging."

 

Frau Prof. Dr. h.c. Greve nahm mit Freude die Ehrung an: "Mein Mann und ich danken sehr für die Verleihung der Ehrensenatorenwürde der Hochschule für Musik und Theater und freuen uns, dass der Hochschulsenat diese Würdigung einstimmig beschlossen hat.

Das anerkannte einzigartige Profil der Hochschule hat uns damals veranlasst, den Bibliotheksneubau zu errichten und die alten Bibliotheksräume zu renovieren. Mit Freude haben wir aber auch viele andere richtungsweisende Projekte der Hochschule begleiten dürfen und werden dies auch weiterhin gern tun."