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28.04.2014 14:49 Alter: 3 Jahre

Einer der beiden GWK-Musikpreise 2014 geht an Hamburger Geigenstudierende

Die 18jährige Geigerin Christa-Maria Stangorra aus Minden und der 22-jährige Klarinettist Ege Banaz aus Detmold sind die Gewinner der zwei GWK-Förderpreise Musik 2014 (Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit e.V.).

Christa-Maria Stangorra (Fotograf: David Ausserhofer)

Die 18jährige Geigerin Christa-Maria Stangorra aus Minden und der 22-jährige Klarinettist Ege Banaz aus Detmold sind die Gewinner der zwei GWK-Förderpreise Musik 2014 (Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit e.V.). Beim öffentlichen Vorspiel in der Musikhochschule Münster am vergangenen Wochenende setzten sie sich gegen 31 Musikerinnen und Musiker von Musikhochschulen in ganz Deutschland durch. Es nahmen Instrumentalisten verschiedener Fächer teil, darunter Holzbläser, Streicher, Pianisten, ein Gitarrist und eine Harfenistin sowie vier Sängerinnen und Sänger. Die Bewerber durften nicht älter als 27 Jahre sein und müssen entweder aus Westfalen-Lippe stammen oder dort seit mindestens zwei Jahren leben. Sieben junge Virtuosen qualifizierten sich für die Endrunde.

 

Christa-Maria Stangorra studiert bei Prof. Tanja Becker-Bender an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit einem 1. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Die Jury lobte das ausdrucksstarke Spiel und hohe spieltechnische Niveau sowie die große Repertoirebreite der Geigerin.

 

Die Gewinner der beiden gleichrangigen Förderpreise erhalten jeweils 4.000 Euro und werden in ein mehrjähriges Förderprogramm der GWK aufgenommen. Über die Preisvergabe entschied eine renommierte Fachjury mit Daniel Bollinger (Klarinette, Badisches Staatsorchester Karlsruhe), Prof. Roland Kuntze (Violoncello, Musikhochschule Mannheim), Prof. Stephan Mösch (Musikwissenschaft und Gesang, Hochschule für Musik Karlsruhe) und Gerhard Vielhaber (Klavier, Musikhochschule Leipzig). Die Förderpreise werden am 30. November 2014 in Bielefeld verliehen. Infos unter www.gwk-online.de

 

Hintergrundinformationen

Die in Deutschland geborene Violinistin und Halblettin Christa-Maria Stangorra erhielt ihre erste Geige mit zweieinhalb Jahren, ihr erstes Konzert von Antonio Vivaldi spielte sie wenig später. Sie war 2011-13 Schülerin von Prof. Berent Korfker an der berühmten Purcell-School in London und setzt derzeit ihre Studien in der Violinklasse von Tanja-Becker-Bender an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fort. Meisterkurse u.a. bei Petru Munteanu, Latica Honda-Rosenberg und Igor Ozim ergänzten Ihre Ausbildung. Eine der Meisterklassen  „Sommercampus“ der vergangenen Jahre an der Rostocker Musikhochschule, die Christa-Maria regelmäßig besucht, absolvierte sie als Studentin des bedeutensten polnischen Violinpädagogen Konstaty Andrzej Kulka. Christa-Maria wird ab März 2014 als Stipendiatin von der Bischöflichen Studienförderung „Cusanuswerk“ gefördert und erhält weiterhin ein Stipendium der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung Herdecke.

Neben dem 1. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2013 in der Kategorie Violine solo gewann sie zahlreiche weitere internationale Preise, so erspielte sie sich den 3. Preis beim Int. Königin Sophie Charlotte Wettbewerb 2013 in Mirow/ MV. Im April 2013 wurde sie beim Int. Violinwettbewerb „Leopold Mozart“ in Augsburg mit dem Jugendförderpreis ausgezeichnet. 2012 bekam sie ein Diplom beim Int. Balys Dvarionas Violinwettbewerb in Vilnius/ Litauen ein Jahr zuvor den 2. Preis beim Int. Violinwettbewerb „Young Paganini“ in Legnica. 2010 erhielt sie den 2. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ und 2009 eine Förderprämie beim „Internationalen Violinwettbewerb Kloster Schöntal“.

 

Konzertiert hat die junge Violinistin bereits auf zahlreichen nationalen und internationalen Podien: So war sie im Sommer 2013 beim Schleswig-Holstein-Musikfestival zu hören. In den Jahren davor trat sie beim Festival Mecklenburg-Vorpommern auf. Beim Neujahrskonzert 2013 des Staatstheaters Darmstadt spielte sie mit dem Staatsorchester unter der Leitung von GMD Martin Lukas Meister. Sie konzertierte darüber hinaus mit weiteren Orchestern wie der polnischen Kammerphilharmonie sowie mit dem „Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen“. 2011 gab sie ihr Solo-Debut mit der Sinfonietta Darmstadt, 2010 ihr Debut-Recital im Congress Park, Hanau. Beim Landesjugend Sinfonieorchester Hessen ist Christa-Maria für drei Konzerte 2016 unter der Leitung von Nicolás Pasquet engagiert und wird dort das Violinkonzert von Peter Tschaikowski präsentieren.

 

Christa-Maria Stangorra spielt auf einer Giovanni Grancino aus Schleswig-Holsteinischem Privatbesitz von 1731, die ihr freundlicherweise aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt wird.