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13.04.2015 08:25 Alter: 2 Jahre

Erste feierliche Semestereröffnung in der Hebebrandstraße

Die Semestereröffnung der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) fand heute erstmals in ganz ungewohntem Rahmen statt: Große Teile der Musikhochschule sind jetzt aus der Milchstraße an den Campus Nord in der Hebebrandstraße (City Nord) gezogen - das Interimsdomizil für vermutlich die nächsten zwei Jahre

Die Umzug ist erforderlich geworden aufgrund dringend durchzuführender Sanierungsmaßnahmen in den Hochschulgebäuden am Harvestehuder Weg (technische Anlagen der Hochschule sowie Dächer und Fassaden). Teile des akademischen Bereichs, die Hochschulleitung und die Verwaltung werden allerdings im Budge-Palais an der Außenalster bleiben.

Hochschulpräsident Prof. Elmar Lampson begrüßte alle Studierenden, Lehrenden und Verwaltungsmitglieder der Hochschule herzlich und wies auf die Bedeutung des Standortes als neuem Mittelpunkt der Hochschule hin:
„Die City Nord ist bis heute ein weitgehend kunstfreier Lebensraum Hamburgs. Wir sehen daher den Umzug als Chance – der Hochschule für Musik und Theater fällt hier eine interessante neue kulturelle Aufgabe zu.“

Bereits im letzten Jahr hat die HfMT unter der Federführung von Prof. Frank Böhme in Abstimmung mit der Kulturbeauftragten der City Nord Programmkonzepte für ihr kulturelles Engagement an dem neuen Standort entwickelt:
Für Mitarbeiter aus den angrenzenden Bürokomplexen werden After Work Veranstaltungen angeboten und Anreize geschaffen, die Hochschule als Bereicherung wahrzunehmen. Auch zu den Bewohnern der sich in unmittelbarer Nähe befindlichen Flüchtlingsunterkunft wurden bereits Kontakte aufgenommen und die Möglichkeit zu musikalischen Begegnungen ausgelotet.
Mit der Veranstaltung „HFMT Bigband feat. Ibrahim Keivo“ (Keivo ist eine syrische Musikerlegende und als Asylbewerber nach Deutschland gekommen) wird die Jazzabteilung der Hochschule gemeinsam mit den Gästen aus dem Containerdorf am 22. April 19 Uhr (Vorplatz Haus A, Campus Nord) die neuen Veranstaltungsmöglichkeiten in der Hebebrandstraße einweihen.
Lampson wies in seiner Ansprache auf erhebliche Herausforderungen hin, denen sich die HfMT durch den neuen Standort gegenübersieht. „Wir werden alles daran setzen, die Identität und Attraktivität der Hochschule zu erhalten, obwohl die Hochschule sich in einem Ausnahmezustand befindet. Sie verteilt sich nun über die ganze Stadt auf vier verschiedene Standorte, viele unserer Veranstaltungen werden - da das Forum der Hochschule nicht mehr zur Verfügung steht –an neuen Spielstätten stattfinden.“

Auf dem Campus Nord ist nun der größte Teil der künstlerischen Studiengänge angesiedelt. Im Budgepalais in der Milchstraße sind weiterhin die künstlerisch-pädagogischen Studiengänge, die Musiktherapie, sowie die Hochschulleitung, ein Teil der Verwaltung und die Bibliothek. Die Theaterakademie hat ihren Hauptsitz in der Gaußstraße, die Proben für das große Sommer-Opernprojekt („Die Lustige Witwe“) finden aber im Wiesendamm statt, einige ihrer Abteilungen arbeiten in der Hebebrand-Straße. Das Institut für Kultur- und Medienmanagement hat seinen Sitz in Altona.

 Spielorte der Veranstaltungen der Hochschule: 

- Orchesterkonzerte des Hochschulsymphonieorchesters und der Hamburger Symphoniker finden im Miralles-Saal, dem neuen Konzertsaal der Staatlichen Jugendmusikschule statt.
Kleinere Konzerte, die bislang im Forum stattfanden, werden ins Rudolf-Steiner-Haus im Mittelweg verlegt. Dies betrifft Master-Prüfungskonzerte, Kompositionsklassenkonzerte und andere Veranstaltungen in kleiner Besetzung.
- Musiktheaterproduktionen sind gemäß den jeweiligen künstlerischen Anforderungen zukünftig an verschiedenen Spielstätten zu finden, darunter das Hamburger Sprechwerk am Berliner Tor, die Theaterfabrik im Wiesendamm und die Kulturkirche Altona.
- Am bisherigen Standort werden der Mendelssohn-Saal und der Fanny Hensel-Saal wie bisher für kleinere Konzerte und wissenschaftliche Veranstaltungen wie z.B. die Ringvorlesungen genutzt.
- Der Campus Nord in der Hebebrandstraße wird ebenfalls als Spielstätte zu entdecken sein: Im „Ligeti-Saal“ werden die Besucher zukünftig Studiokonzerte, Prüfungsabende und Ensemble-Projekte erleben.