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02.06.2008 16:12 Alter: 9 Jahre

Erster Preis beim Gustav Mahler KOMPOSITIONSPREIS der Stadt Klagenfurt 2008

Der Kompositionsstudierende Leopold Hurt hat soeben den ersten Preis bei dem renommierten internationalen Gustav-Mahler-Kompositionspreis 2008 im österreichischen Klagenfurt gewonnen.

Der erste Preis ist mit 3.600 Euro dotiert; die preisgekrönten Kompositionen werden voraussichtlich am 24. Juli 2008 von Mitgliedern des JANUS ENSEMBLE WIEN (Solist Wilfried Scharf) unter der Leitung von Christoph Cech uraufgeführt und vom ORF mitgeschnitten und ausgestrahlt.

 

Der Gustav Mahler Kompositionspreis 2008 war für Zither Solo und Kam-merensemble ausgeschrieben. Leopold Hurts Werk heißt "PIDGEN (Erratischer Block II)" für mikrotonale Diskantzither und 13 Instrumentalisten.

 

Leopold Hurt (geboren 1979 in Regensburg) studierte Zither, Viola da Gamba/Violone und Historische Aufführungspraxis am Richard-Strauss-Konservatorium München. In Komposition wurde er von Peter Kiesewetter unterrichtet. Er nahm an Meisterkursen bei Dieter Schnebel, Paul-Heinz Dittrich (Komposition) sowie bei Nigel North (Alte Musik) teil und belegte Kurse für Elektronische Musik am IRCAM in Paris. Momentan setzt er seine Studien im Fach Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg (Klasse Prof. Dr. Manfred Stahnke) fort.

 

Seine umfangreiche Konzerttätigkeit umfasst sowohl die Neue Musik als auch den Bereich der Historischen Aufführungspraxis. Er erhielt u. a. Engagements beim Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, beim Sinfonieorchester des WDR, sowie als Solist beim Orchestra di Roma. Konzertreisen führten ihn nach China, in den Libanon (Goethe-Institut) und nach Moskau.

 

Der Komponist Leopold Hurt machte unter anderem mit der Kammeroper "Anna Livia Plurabelle" (Auftragswerk von A*Devantgarde München 2001) und mit dem abendfüllenden Oratorium "Muspilli" (Auftragswerk der Regensburger Philharmoniker) auf sich aufmerksam. Eine Reihe von Werken spiegelt seine analytische Auseinandersetzung mit regionalen Spuren mitteleuropäischer Volksmusik wider, letzteres auch mit elektronischen und multimedialen Mitteln. Mit dem Regisseur Dominik Neuner arbeitet er momentan an der HfMT an einem Musiktheaterwerk über den Medea-Mythos.

 

Neben frühen Preisen und Auszeichnungen war Leopold Hurt Stipendiat des Freistaats Bayern, der Stiftung "Podium Junger Musiker" und Preisträger im Internationalen Wettbewerb für Zither "Ernst Volkmann-Preis" (2004), in dessen Jury er 2008 berufen wurde. 2003/2004 erhielt er ein Stipendium für einen Aufenthalt an der "Cité Internationale des Arts" in Paris. 2008 wurde er mit dem "Annemarie und Hermann Rauhe Preis für Neue Kammermusik" ausgezeichnet.