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11.06.2015 00:47 Alter: 1 Jahre

„Eversmiling Liberty” – Rock Oratorium zum Abschied von Prof. Christoph Schönherr

Mit der Aufführung des Rock Oratoriums Eversmiling Liberty“ von Jens Johansen und Erling Kullberg verabschiedet sich Prof. Dr. Christoph Schönherr nach 29 Jahren als Gründer und Leiter des Jazzchores der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Das Konzert findet statt am
Mittwoch, den 17. Juni 2015, 20 Uhr,
in der Kreuzkirche Hamburg-Wandsbek
Ausführende
sind: Deborah Hartung, Sopran; Henrike Petter, Alt; Constantin Müller, Solo-Violine; Marc Löhrwald, Flöte und Saxophone; Torsten Maaß und Heiko Quistorf, Trompeten; Erek Siebel, Klavier; Franz Blumenthal, Bass; Christian Kieselbach, Schlagzeug
Jazzchor und Band der HfMT Hamburg

als Gast: Ken Norris (Judas), Tenor
Leitung: Christoph Schönherr

Eintritt: frei.

 

Das Rock-Oratorium "Eversmiling Liberty" ist eine Neuvertonung der Texte des Oratoriums "Judas Makkabäus", das Georg Friedrich Händel auf das Libretto von Thomas Morell schrieb. Die dänischen Komponisten Jens Johansen und Erling Kullberg vertonten dabei nicht alle Texte des Librettos und strafften die Handlung auf diese Weise.

Die geschichtliche Quelle bilden die sog. Makkabäerbücher aus dem Alten Testament. Dort wird über Ereignisse in Palästina in der Mitte des 2. Jhs. vor Christus berichtet. Das jüdische Volk hatte bereits im 6. Jh. v. Chr. seine Unabhängigkeit verloren und musste immer neue Besatzungsherren ertragen. Zuletzt waren die Seleukiden aus dem benachbarten Syrien die Herrscher im Land geworden und hatten vor allem in den Städten eine griechisch geprägte Kultur im Land verbreitet. Während unter Antiochus III. ein relativ friedliches Miteinander gelang, veränderte sich die Situation unter seinem Nachfolger dramatisch. Das Signal zum Widerstand kam aus der kleinen Ortschaft Modein, angeführt durch den hochbetagten Priester Mattathias und insbesondere seinen Sohn Judas Makkabaios.

 

Christoph Schönherr hat als Professor für Schulische Musizierpraxis seit 1999 der Schulmusikausbildung und Schulmusikszene ein unverwechselbares Gepräge gegeben. Seine Unterrichte in der Schulischen Musizierpraxis und insbesondere die von ihm entwickelten Projekte zur  „Phänomen-orientierten Musikvermittlung“ sind für Schulmusikstudierende zu wichtigen Grundlagen für ihre spätere Berufspraxis geworden .Den Jazzchor der Hochschule leitet er bereits seit knapp 30 Jahren. 

Neben der Hochschultätigkeit war und ist Christoph Schönherr gefragter Gastdirigent und Workshopleiter in vielen europäischen Ländern. Er ist Herausgeber der Reihe Jazz im Chor und Mitautor (zusammen mit Martin Carbow) des Handbuches Chorleitung Pop, Jazz, Gospel (Schott). Zudem hat er zahlreiche Werke für Jazzchor arrangiert und komponiert. Bereits seit Mitte der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts leitete Christoph Schönherr Chöre im Bereich Jazz, Pop und Gospel, darunter neben dem Jazzchor der HfMT den Jazzchor der Uni Duisburg, und ist Gründer und Leiter des klassischen Konzertchores Walddörfer Kantorei Hamburg. Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Internationalen Festivalchores C.H.O.I.R an der Landesmusikakademie Ochsenhausen.

Er absolvierte sein Musikstudium in Frankfurt am Main, anschließend studierte er Chorleitung bei Helmuth Rilling. An der Hochschule der Künste in Berlin wurde er zum Dr. phil. promoviert. Er war langjährig als Gymnasiallehrer mit Schwerpunkt Musik tätig und wirkte von 1981 bis 1990 als Dozent an der Universität Duisburg. Von 1990 bis 1999 hatte er eine nebenberufliche Professur für Ensembleleitung an der HfMT inne, der sich ab 1999 der Lehrstuhl für Schulische Musizierpraxis und ihre Didaktik anschloss.

 

Jazzchor der HfMT
Der 1986 von Prof. Christoph Schönherr auf Anregung von Dieter Glawischnig gegründete Jazzchor der Hochschule für Musik und Theater ist der erste Jazzchor an einer deutschen Musikhochschule. Im Laufe der nun fast dreißigjährigen Geschichte hat der Chor zahlreiche Konzerte im In- und Ausland (Holland, Frankreich, Schweiz, Spanien) gegeben, ist bei renommierten Festivals (z.B. Schleswig-Holstein-Festival, Stimmen-Festival, meervocal, elbjazz-festival etc.) aufgetreten und hat erfolgreich an Wettbewerben teilgenommen (1. Preis beim Deutschen Chorwettbewerb). Eines der eindrucksvollsten Projekte des Chores war sicherlich die weltweit erste Live-Aufführung von Quincy Jones „Handel’s Messiah- a soulful celebration“. 2012 reiste der Chor auf Einladung der Universidad de Playa Ancha nach Valparaiso.. Im Rahmen des Projekts „Grooves connecting people“ gab der Chor in Chile mehrere Konzerte und veranstaltete Workshops mit Schülern und Studenten. Auf dem 34. Evangelischen Kirchentag in Hamburg war der Jazzchor an der Uraufführung des Oratoriums „Hiskia“ beteiligt, das Christoph Schönherr als Auftragswerk für den Kirchentag komponierte.