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05.02.2014 14:30 Alter: 3 Jahre

Familie Bach im Film

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) – der „große“ Bach – Profile eines „Originalgenies“

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der

 

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XV:

 

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) –

der „große“ Bach – Profile eines „Originalgenies“

 

am Dienstag, dem 11. Februar 2014

18.00 Uhr (s.t.) im Fanny Hensel-Saal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg 

Achtung: anderer Ort!

 

mit dem Thema

Familie Bach im Film

 

Vortrag und Filmprogramm:

Prof. Dr. Beatrix Borchard, HfMT Hamburg

 

Eintritt frei.

Wechselnde Zeiten – wechselnde Bilder

Von den Bach-Söhnen hat nur einer es zum Titelhelden gebracht: Wilhelm Friedemann. 1940, mitten im 2. Weltkrieg dargestellt von Gustav Gründgens. Ein wirkungsmächtiger Film, der bis heute die Vorstellung von Friedemann als Lieblingssohn und verlottertem Genie prägt. Carl Philipp ist sein Gegenspieler als der Erfolgreichere, weil Angepasstere. Ansonsten verschwinden die Söhne und erst recht die Töchter im Schatten des Vaters - auch im Film.

Johann Sebastian Bach heißt schlicht ein vierteiliger Fernsehfilm, der in den Jahren 1983 und 1984 in Kooperation des Fernsehens der DDR mit dem ungarischen Fernsehen entstand. Welches Bild von Bach und seinen Söhnen und Töchtern sowie seiner Frau wird hier entworfen? Welches Bild zeigt die Chronik der Anna Magdalena Bach, eine essayistische Musikerbiographie des Avantgarde-Regisseurpaares Jean-Marie Straub und Danièle Huillet von 1968?

Wechselnde Zeiten - wechselnde Bilder. Bereits seit langen beschäftigt sich Beatrix Borchard mit Musikerfilmen und der Frage „Darf man das?“

Beatrix Borchard, Prof. Dr. phil. habil., aufgewachsen in Lingen/Ems, studierte in Bonn und Berlin Musikwissenschaften, Germanistik und Geschichte und promovierte über Clara Wieck und Robert Schumann, Bedingungen künstlerischer Arbeit in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts (1983, 2. Auflage Kassel 1992). 2000 habilitierte sie sich mit einer interpretationsgeschichtlichen Studie, die unter dem Titel Stimme und Geige. Amalie und Joseph Joachim. Biographie und Interpretationsgeschichte im Böhlau-Verlag Wien erschienen ist (2. Auflage 2007).

Weitere wichtige Buchveröffentlichungen: Clara Schumann. Ein Leben. Frankfurt/Main - Berlin 1991 (vier Auflagen) und Fanny Hensel, Komponieren zwischen Öffentlichkeit und Privatheit, Stuttgart 1999, 2. Auflage Kassel 2002 (gem. mit Monika Schwarz-Danuser); Der weibliche und der männliche Beethoven, Bonn 2004 (gem. mit Cornelia Bartsch und Rainer Cadenbach), Alkestis: Interpretationen (=Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 2006) (gem. mit Claudia Maurer Zenck), Musikwelten - Lebenswelten. Jüdische Identitätssuche in der deutschen Musikkultur, Köln 2009 (gem. mit Heidy Zimmermann).

Beatrix Borchard lehrte zehn Jahre an der Hochschule der Künste Berlin Musikwissenschaft und arbeitete für das Goethe-Institut, vor allem in China, Portugal und Rumänien. Seit 2002 ist sie Professorin für Musikwissenschaften an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Hier leitet sie ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt zum Thema Orte und Wege europäischer Kulturvermittlung durch Musik. Pauline Viardot – Sängerin, Pianistin, Komponistin, Arrangeurin, Volksmusiksammlerin, Pädagogin und Veranstalterin sowie die Forschungsplattform Musik/ Musikvermittlung und Gender: http://mugi.hfmt-hamburg.de.


Mehr zu Beatrix Borchard: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Borchard/

 

 

Organisation und Abendgestaltung:

Prof. Dr. Beatrix Borchard und Martina Bick, M.A. in Zusammenarbeit mit dem Studio für Alte Musik der HfMT Hamburg.