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30.10.2013 18:11 Alter: 3 Jahre

FESTIVALAKADEMIE 2013

Der renommierte Musiktheaterregisseur Willy Decker zu Gast im Rahmen der Festivalakademie mit seinem Vortrag "Musik ist Sprache und Sprache ist Musik".

Im Rahmen der Festivalakademie des Hamburger Theater Festivals spricht der renommierte Musiktheaterregisseur Willy Decker über seine Arbeit und diskutiert mit dem Publikum über Musiktheater-Inszenierung:

 

Musik ist Sprache - Sprache ist Musik.

● 1. November, 19.30 Uhr, Fanny-Hensel-Saal: Vortrag (Karten nur an der Abendkasse – Eintritt 10,– € | ermäßigt 5,– €)

 

● 2. November, 11.00 Uhr, Fanny-Hensel-Saal: Kolloquium (Eintritt frei)

 

Hochschule für Musik und Theater | Harvestehuder Weg 12, 20148 Hamburg | Eingang Milchstraße

 

Die Festivalakademie des Hamburger Theater Festivals, die von der Dramaturgin Eva-Maria Voigtländer kuratiert wird – bietet, dank großzügiger Unterstützung durch die ZEIT-Stiftung, Studierenden der Theaterakademie Hamburg und der interessierten Öffentlichkeit die Gelegenheit, Künstler, die u.a. im Kontext des Hamburger Theaterfestivals zu erleben sind, abseits der Bühne kennenzulernen, von ihnen zu lernen, mit ihnen zu diskutieren. Die Festivalakademie ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Theaterakademie Hamburg.

 

 

Willy Decker spricht über seine Profession, über diese besondere Form des Theaters, die nicht nur ein genaues Handwerk erfordert, sondern die Begabung, das Potential der Musik freizusetzen. Er erkundet in seiner Arbeit stets das Eigene, das entsteht, wenn man sie zusammen denkt und erklingen lässt. Anhand seiner zahlreichen Inszenierungen beschreibt er die Suche nach der eigenen Gestalt des „Gesamtkunstwerks“ Oper.

Willy Decker wurde durch zahlreiche Inszenierungen an allen großen Opernhäusern im In- und Ausland – darunter Elektra in Amsterdam, La Traviata bei den Salzburger Festspielen, Lulu an der Wiener Staatsoper sowie die Welturaufführung von Aribert Reimanns Das Schloss an der Deutschen Oper Berlin – zu einem der renommiertesten und erfolgreichsten Opernregisseure der Welt.
2001 erhielt er für die Verdienste um das kulturelle Leben in Frankreich den
Orden Chevalier des Arts et des Lettres. 2006 wurde er mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein- Westfalen ausgezeichnet. Seit 2005 ist er Honorarprofessor für Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.
Er inszenierte an allen großen deutschen Opernhäusern, an der Pariser Oper, der Wiener Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, an der Semperoper in Dresden, beim Maggio Musicale Fiorentino, am Royal Opera House Covent Garden in London, beim Drottningholm Festival in Stockholm, an der Lyric Opera in Chicago, an den Opernhäusern in Brüssel, Amsterdam, Genf und Madrid sowie am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. 1999 erregte Decker Aufsehen, als er eine Einladung, bei den Bayreuther Festspielen Lohengrin zu inszenieren „aus künstlerischen Gründen“ ablehnte und damit der erste Regisseur in der Geschichte Bayreuths war, der eine Einladung auf den Grünen Hügel ausschlug.
Bei den Salzburger Festspielen 2004 inszenierte Decker in Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Bühnenbildner Wolfgang Gussmann mit großem Erfolg Die tote Stadt von Korngold. In der Festspielsaison 2005 gelang ihm mit der Inszenierung von Verdis La Traviata (mit Anna Netrebko und Rolando Villazón) ein Sensationserfolg, der „Kultstatus“ erlangte.
2007 erarbeitete Willy Decker Le Vin herbé von Frank Martin in einer aufsehenerregenden Inszenierung in der Gebläsehalle in Duisburg.
Im gleichen Jahr  wurde er zum neuen Intendanten der Ruhrtriennale berufen, die er als Nachfolger von Jürgen Flimm seit 2009 bis 2011 leitete.
Deckers Einstandsinszenierung bei der Triennale, Arnold Schönbergs „Moses und Aron“ wurde zu einem Triumph bei Kritik und Publikum.
Die Abschiedsinszenierung der Ruhrtriennale 2011 in der Jahrhunderthalle (Bochum) , Tristan und Isolde von Richard Wagner wird 2016 in der Metropolitan Opera in New York wieder zu sehen sein.
Seit dem Ende seiner Intendanz führt er weiterhin an großen internationalen Bühnen Regie  z.B. in Zürich, Oslo und Covent Garden, der Met und Baden-Baden.