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26.11.2009 18:11 Alter: 7 Jahre

"Förderpreis für Studierende der Hochschule für Musik und Theater Hamburg" zum dritten Mal vergeben

Im Rahmen eines moderierten Gesprächskonzertes wurde am 26. November 2009 im Forum der Hochschule zum dritten Mal der "Förderpreis für Studierende an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg" an die Gruppe "Musiker ohne Grenzen" verliehen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde von Krista und Rüdiger Warnke gestiftet.

? Der diesjährige Förderpreis ist der Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia von Braunmühl gewidmet. Sie stellte Thesen zur "Solidarität in der Entwicklungspolitik" auf.

? Mitglieder der Gruppe "Musiker ohne Grenzen" gaben mit Musik, Filmausschnitten und persönlichen Berichten eindrucksvolle Einblicke in das langfristige Musikschulprojekt in einem Armenviertel in Ecuador.

? Moderiert wurde der Abend von Berthild Lievenbrück.

 

Musiker ohne Grenzen

ist ein gemeinnütziger Verein, der von Magdalena Abrams als Initiatorin und weiteren Studierenden der Hochschule für Musik und Theater gegründet wurde. Der Verein verfolgt hauptsächlich zwei Ziele:

? Benachteiligten Kindern und Jugendlichen in aller Welt zu ermöglichen, ein Musikinstrument zu erlernen und musikalisch aktiv zu sein.

? Interkulturelle Begegnungen zu ermöglichen, wobei Musik als universelle Sprache Verbindungen schafft.

Unter dem Dach der gemeindlichen Organisation "Mi Cometa" wird die Musikschule im Guasmo stetig ausgebaut. Der Guasmo ist ein großes Armenviertel in Guayaquil, Ecuador, in dem über 600000 Menschen unter schwierigsten ökonomischen und ökologischen Bedingungen zusammen leben.

Im Rahmen dieses Projektes unterrichtet eine Gruppe von Studierenden der Hamburger Hochschule ehrenamtlich jährlich vier bis sechs Wochen in der Musikschule in Ecuador. Die Studierenden leben unter einfachsten Bedingungen in den Familien der Musikschüler. Der Unterricht findet bisher in den Instrumenten Gitarre, Schlagzeug, E-Bass, Keyboard, Saxofon, Klarinette, Geige, Gesang sowie in den Bereichen Bandcoaching, Songwriting, Improvisation und Chor statt, wobei darauf Wert gelegt wird, insbesondere die jugendlichen Schüler auf das selbständige Weiterlernen sowie Unterrichten der Instrumente vorzubereiten.

 

Der Förderpreis

wurde zum dritten Mal vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Durch ihn sollen überdurchschnittliche Begabungen und hervorragende Leistungen gefördert werden. Er ist dafür bestimmt, der künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung junger Studierender Impulse zu geben.

Die Vergabe des Preises wird von der Überzeugung geleitet, dass die Auseinandersetzung mit Kunst, vor allem mit Musik, die Wahrnehmung schult und zugleich Denken und Fühlen in besonderer Weise zusammenbringt - wichtige Voraussetzung für engagiertes, ganzheitliches Gestalten von Wirklichkeit. Der Preis soll hervorragende junge Leute ermutigen, sich Aufgaben in der Gesellschaft zu suchen und sie darin bestärken, durch ihr Engagement Wahrnehmung zu fördern und sich einzubringen, um gesellschaftliche Prozesse nachhaltig mit zu gestalten.

 

Der Förderpreis ist jeweils einer Persönlichkeit der Gegenwart aus Kultur oder Wissenschaft gewidmet, die in besonderer Beziehung zu den Förderzielen steht und nicht an der Hochschule für Musik und Theater tätig ist.

Der diesjährige Preis ist der Politikwissenschaftlerin und entwicklungspolitischen Expertin Prof. Dr. Claudia von Braunmühl, FU Berlin, gewidmet.

 

Gestiftet wird der Preis jeweils von dem Hamburger Ehepaar Krista und Rüdiger Warnke. Krista Warnke war 30 Jahre Professorin an der Musikhochschule im Fach Musikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Musikpsychologie. Rüdiger Warnke ist Schifffahrtsanwalt und Senior Counsel der Kanzlei Dabelstein & Passehl.