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11.10.2010 17:08 Alter: 4 Jahre

Gastprofessur für den chinesischen Komponisten Xiaoyong Chen

Der chinesische Komponist Xiaoyong Chen hat seit dem Wintersemester 2010/2011 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg eine Gastprofessur für "Neue Musik, Komposition und chinesische Musikkultur".

Xiaoyong Chen ist zugleich Professor am Shanghai Conservatory. Er arbeitet schon seit vielen Jahren mit der Kompositionsabteilung der Hamburger Musikhochschule zusammen. Durch seine Gastprofessur wird diese Zusammenarbeit auf eine neue Stufe gehoben. Zugleich wird die ebenfalls seit einigen Jahren bestehende fruchtbare Verbindung zwischen der Musikhochschule Hamburg und dem Shanghai Conservatory, die zur Einführung des Internationalen Masterstudium Instrumentalmusik führte, weiter vertieft.

Von Chen, der vor anderthalb Jahren im „neuen werk“ des NDR ein Portraitkonzert erhielt, wird das Amaryllis Quartett am 28. November 2010 das Streichquartett Nr. 3 zur Uraufführung bringen.

Xiaoyong Chen
wurde 1955 in Peking,China, geboren. Nach seinen Studien am Beijing Central Conservatory setzte er seine Kompositionsstudien bei György Ligeti in Hamburg fort (1985 – 1989).
1987 debütierte er bei den Donaueschinger Musiktagen mit seinem 1. Streichquartett. Die Komposition Yün für Sopran und 11 Instrumentalisten (1991) erhielt einen Preis des Forum Junger Komponisten/WDR 1992 und wurde unter Peter Eötvös in Köln, Leipzig und Dresden aufgeführt. Warp für Kammerensemble und sein 1. Streichquartett wurden im Rahmen einer Tournee der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen 1994 in Amsterdam und Wien gespielt. Seitdem arbeitet Chen intensiv mit diesem Orchester zusammen, von dem er bereits drei Kompositionsaufträge erhielt. Die Deutsche Kammerphilharmonie produzierte 1999 seine Portrait-CD Invisible Landscapes in Kooperation mit Radio Bremen. 1999 entstand Chens Orchesterwerk Interlaced Landscapes im Auftrag der Gulbenkian Foundation und ging mit dessen Orchester unter Muhai Tang auf Tournee nach China und Portugal. Im Jahr 2000 schrieb Chen die Komposition Fusion im Auftrag des Cellisten Yo-Yo Ma für das Silk-Road Project.
Chen Xiaoyong arbeitete mit bedeutenden Orchestern und Ensembles darunter dem SWR-Sinfonieorchetser Baden-Baden, dem KBS-Symphony Orchestra Seoul, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem National Symphony Orchestra of Taiwan, dem Gulbenkian Symphony Orchestra, Ensemble Modern, London Sinfonietta, Auryn Quartett, Arditti String Quartet, Ensemble 2e2m Paris u.a.
Aufführungen seiner Werke fanden in Europa, Asien, Russland, Australien, den USA und Südamerika statt. Internationale Festivals stellten seine Musik vor, darunter das Asian Music Festival, die Dresdener Tage für zeitgenössische Musik, das Asian Contemporary Music Festival (Korea), das Holland Festival, die Wiener Graben Fest-Tage, die Tage der Neuen Musik Hannover, Ars Musica Brüssel, Weltmusiktage (Manchester, Hong Kong), Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, Tanglewood Festival (USA) u.a.

Seit 2005 ist er Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg, seit 2006 Professor für Komposition am Shanghai Conservatory.