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07.07.2015 06:16 Alter: 1 Jahre

Gedenktafel für György Ligeti in Hamburg

Am Freitag den 10. Juli 2015 um 11 Uhr wird am Haus Mövenstraße 3 in Hamburg Harvestehude eine Gedenktafel enthüllt, mit der an Ligetis Zeit in Hamburg erinnert werden soll. Der Text lautet:

In diesem Haus lebte und arbeitete / György Ligeti / von 1973 bis 2002 //  György Ligeti, der am 28. Mai 1923 in Siebenbürgen geboren wurde, erhielt 1973 einen Ruf an die Hamburger Musikhochschule als Professor für Komposition. Für nahezu 30 Jahre wurde Hamburg zu seiner Wahlheimatstadt und zu einem Schwerpunkt in seinem privaten und beruflichen Leben. Wien, das er nach Überstehen des Nazi-Terrors und nach seiner Flucht aus Ungarn 1956 erreicht hatte, blieb indessen sein wichtigstes Lebenszentrum. In seiner Hamburger Wohnung Mövenstraße 3 nahe der Außenalster schrieb Ligeti mehrere seiner Hauptwerke, darunter die Oper »Le Grand Macabre«, je ein Instrumentalkonzert für Klavier, Violine und Horn sowie 18 »Études pour piano«. Geehrt mit den höchsten Auszeichnungen, die im Kulturbereich weltweit zu vergeben sind, freute sich Ligeti besonders auch über die Ehrendoktorwürde der Universität Hamburg, die ihm 1988 verliehen wurde. Ligeti starb am 12. Juni 2006 in Wien.

Initiator ist Peter Hess, der in Hamburg ein Programm für Gedenktafeln berühmter Persönlichkeiten aus dem Kulturleben der Stadt unterhält. Den Text der Tafel hat Prof. Dr. Peter Petersen vom Institut für Historische Musikwissenschaft an der Universität Hamburg entworfen und mit Ligetis Witwe Dr. Vera Ligeti sowie mehreren Freunden, Mitarbeitern und ehemaligen Schülern des Komponisten abgesprochen.

Ablauf der Veranstaltung:

• Peter Hess: Begrüßung

• Vera Ligeti: Enthüllung der Tafel

• Peter Petersen: Ansprache

• Anna Kreetta Gribajcevic: »Hora lungă« und »Loop« aus der Sonate für Viola solo von Ligeti, komponiert 1991/1994 in Hamburg

• Ausklang (gegebenenfalls weitere Grußworte von Anwesenden, die Ligeti nahestanden, bzw. auch von Vertretern beteiligter Institutionen wie Universität, Musikhochschule, Kulturbehörde, Wissenschaftsbehörde, Norddeutscher Rundfunk, Oper Hamburg etc.).

Fototermine – Interviews
Kontakt:

Peter Hess, Tel. 410 51 62; Fax 450 39 453.

Peter Petersen, Tel. 601 26 57; Fax 2577 6295; e-mail: pp@saitenspiel.org