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Geigenstudierende der Hamburger Musikhochschule erspielte sich alte Mailänder Violine aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds
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27.02.2014 09:10 Alter: 3 Jahre

Geigenstudierende der Hamburger Musikhochschule erspielte sich alte Mailänder Violine aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds

Die Deutsche Stiftung Musikleben vergab am 23. Februar 2014 beim Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe 46 hervorragende Geigen, Bratschen und Celli an junge Spitzenmusiker.

Zu den 23 glücklichen Neubewerbern, die nun ein Instrument aus dem Fonds spielen dürfen - eine alte Mailänder Violine mit Zettel "Giovanni Grancino (1731)" - gehört die Geigenstudierende Christa-Maria Stangorra (*1995) aus Reinbek. Sie studiert an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater im ersten Semester im Bachelorstudiengang Violine in der Klasse von Prof. Tanja Becker-Bender.

 

In diesem Jahr herrschte besonders große Konkurrenz: Das Niveau der Teilnehmer war überwältigend hoch und die 22 neu zu vergebenden Streichinstrumente hart umkämpft. 57 junge Musiker im Alter von 14 bis 28 Jahren nahmen am 22. Wettbe-werb des Deutschen Musikinstrumentenfonds teil, um sich eines der historischen Streichinstrumente zu erspielen oder aber die Leihfrist für ein bereits geliehenes Instrument zu verlängern.

 

Wenige Tage zuvor wurde Christa-Maria Stangorra durch Vorspiel in Köln für ein Stipendium des Cusanuswerks ausgewählt. Diesem Vorspiel waren weitere Runden vorausgegangen, u.a. in Form eines weit gefassten Gespräches.

 

Die in Deutschland geborene Violinistin und Halblettin Christa-Maria Stangorra erhielt ihre erste Geige mit zweieinhalb Jahren, ihr erstes Kon-zert von Antonio Vivaldi spielte sie wenig später. Sie war 2011-2013 Schülerin von Prof. Berent Korfker an der berühmten Purcell-School in London und setzt derzeit ihre Studien in Hamburg fort.

Neben dem 1. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2013 in der Kategorie Violine solo  gewann sie zahlreiche weitere internationale Preise, so erspielte sie sich z. B. den 3. Preis beim Int. Königin Sophie Charlotte Wettbewerb 2013 in Mirow/ MV. Im April 2013 wurde sie beim Int. Violinwettbewerb „Leopold Mozart“ in Augsburg mit dem Jugendförderpreis ausgezeichnet.

 

Meisterkurse u.a. bei Petru Munteanu, Latica Honda-Rosenberg und Igor Ozim ergänzten Ihre Ausbildung. Eine der Meisterklassen  „Sommercam-pus“ der vergangenen Jahre an der Rostocker Musikhochschule, die Christa-Maria regelmäßig besucht, absolvierte sie als Studentin des bedeutendsten polnischen Violinpädagogen Konstaty Andrzej Kulka.

 

Konzertiert hat die junge Violinistin bereits auf zahlreichen nationalen und internationalen Podien: So war sie im Sommer 2013 beim Schleswig-Holstein-Musikfestival zu hören. In den Jahren davor trat sie beim Festival Mecklenburg-Vorpommern auf. Beim Neujahrskonzert 2013 des Staatstheaters Darmstadt spielte sie mit dem Staatsorchester unter der Leitung von GMD Martin Lukas Meister. Sie konzertierte darüber hinaus mit weiteren Orchestern wie der polnischen Kammerphilharmonie sowie mit dem „Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen“. 2011 gab sie ihr Solo-Debut mit der Sinfonietta Darmstadt, 2010 ihr Debut-Recital im Congress Park, Hanau. Beim Landesjugend Sinfonieorchester Hessen ist Christa-Maria für drei Konzerte 2016 unter der Leitung von Nicolás Pasquet engagiert und wird dort das Violinkonzert von Peter Tschaikowski präsentieren.