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30.10.2012 16:20 Alter: 4 Jahre

Hamburger Musikhochschule ehrt Eva Rieger

Führende deutschsprachige Forscherin für die musikbezogene Frauen- und Geschlechterforschung erhält Ehrensenatorinnenwürde

Prof. Dr. Eva Rieger

Der Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Prof. Elmar Lampson, verlieh heute in einem Festakt im Rahmen der Ringvorlesung „Die Musik ist ein Weib“ (Richard Wagner) Prof. Dr. Eva Rieger die Würde einer Ehrensenatorin der Hochschule.

 

Lampson dazu: " Eva Rieger ist die führende deutschsprachige Forscherin im Bereich der musikbezogenen Frauen- und Geschlechterforschung. Sie unterstützt im Namen der Mariann Steegmann Foundation die Hochschule seit Jahren finanziell beim Aufbau der von Prof. Dr. Beatrix Borchard herausgegebenen ForschungsplattformMusikvermittlung und Genderforschung: Musikerinnen-Lexikon und multimediale Präsentationen". (Hamburg 2003 ff. http://mugi.hfmt-hamburg.de/). Diese Förderung bewirkt eine nachhaltige Erweiterung des Studienangebots der Hochschule und ist darüber hinaus für den Standort Hamburg von großer Bedeutung."

 

 

Eva Rieger

in Großbritannien geboren und aufgewachsen, kam als Zwölfjährige nach Deutschland. Sie studierte Schulmusik, Musikwissenschaft und Anglistik an der Hochschule für Musik, der Technischen Universität und der Freien Universität Berlin und war von 1973-77 Wiss. Assistentin an der Hochschule für Musik Berlin. Nach der Promotion 1976 arbeitete sie von 1978 bis 1991 als Akademische Rätin an den Universitäten Göttingen und Hildesheim. Von 1991 – 2000  war sie Professorin für Historische Musikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialgeschichte der Musik an der Universität Bremen.
Sie ließ sich auf eigenen Wunsch bis zur Pensionierung ab 2000 beurlauben, um mehr Zeit zum Publizieren zu haben und lebt heute in Vaduz, Liechtenstein. Mit Veröffentlichungen über Friedenserziehung, Musikerziehung, Filmmusik und vor allem mit ihren Forschungen zu Themenkreis "Musik und Gender" hat sie sich einen internationalen Namen gemacht. Ihr  1981 erschienenes Buch „ Frau, Musik und Männerherrschaft. Zum Ausschluß der Frau aus der deutschen Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Musikausübung“  kann als Initialzündung für die deutschsprachige Geschlechterforschung gelten. In den letzten Jahren hat sie sich verstärkt mit Werk und Person Richard Wagners auseinandergesetzt. So erschien nach einer Biographie über die erste Ehe Richard Wagners mit der Schauspielerin Minna Planer, im Jahre 2009 „ Ein Platz für Götter. Richard Wagners Wanderungen in der Schweiz“. Köln: Böhlau 2009 (zusammen mit Hiltrud Schroeder) und vor allem ihre musikanalytische Studie „Leuchtende Liebe, lachender Tod. Richard Wagners Bild der Frau im Spiegel seiner Musik“. Düsseldorf: Artemis & Winkler 2009. Jüngste Veröffentlichung: „Friedelind Wagner. Die rebellische Enkelin Richard Wagners“, München: Piper, 2012.