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16.11.2010 18:03 Alter: 6 Jahre

Hamburger Solowerke

Kompositionsprofessoren und Absolventen der Musikhochschule Hamburg präsentieren Besinnliches, Ernstes, Skurriles, Verspieltes an JETZT komponierter Musik

Wir laden Sie herzlich ein zu der Veranstaltung

 

"Solowerke aus Hamburg"

am 22.11.10 - 20:00 - Mendelssohn-Saal der Hochschule

Eintritt frei.

 

Es erklingen Solowerke aus Hamburg in einer aparten Instrumentenkombination von der chinesischen Guzheng über Akkordeon, Klavier, Flöte und Klarinette bis zur afrikanischen Kalimba. Die Komponisten dieses Abends schreiben in vielfältigen Stilen und schließen Improvisiertes, Notiert-Improvisiertes, Streng-Komponiertes ein in einer Denkweise, die nicht mehr ausgeht von einem Gegensatz Europäisch / Außereuropäisch. Inzwischen ist die Musik der Welt als eine Einheit aufgefasst. Auch sogenannte "Vergangenheit" ist Gegenwart, weil sie eingebunden wird nicht als etwas "Historisches", sondern als etwas Aktuelles, mit uns Sprechendes.

 

Besinnliches, Ernstes, Skurriles, Verspieltes an JETZT komponierter Musik trifft sich hier zu einem Blumenstrauß ungehörter Farben und Formen:

- Peter Michael Hamels Vertonung der Schlusszeilen des Gedichts "Zeit der Steine" von Erich Fried,

- Helmut W. Erdmanns "Silence de tombeau", welche die „Grabesruhe“ im Spannungsfeld des Unfassbaren versinnbildlichen und doch auch Trost und Hoffnung artikulieren soll

- Sascha Lino Lemkes äußerst eigenwilliges Werk, das sich eigentlich nur mit einem Wort beschreiben lässt: kalimBAO

- Manfred Stahnkes "Partota 10" im Andenken an György Ligeti komponiert, eine fließende, metrisch eher weiche Komposition, hybrid zwischen Spätrenaissance und Romantik (mit einer Prise Jazz?).

- Sebastian Sprengers "stasis/unquietness“ (2009) für Klavier und "yuăn“ (2010) für die chinesische Harfe Guzheng sind jeweils Entfaltungen eines einzigen „Grundklanges

- Wolfgang-Andreas Schultz' "Zwei Fantasien für Klavier": über das Bild "Tempesta" von Giogione ("eines der rätselhaftesten der Renaissance") und über einen verzweifelten Menschen, der - aus der Ferne herüberklingend - eine Sterbeglocke, bzw. ein Lied von Schubert vernimmt

- Felix Leuschner: „Duett für ein Marienbild“ birgt die Utopie: Das "Duett" ist ein Duett, d.h. es ist für einen Solisten unspielbar."

- Fredrik Schwenk: Mit der "zweiten Sonatine" steht das skurrile, langsam pulsierende, die klassisch dreiteilige Liedform assoziierende Herzstück im Zentrum der Gesamtanlage".

- Peter Sabbaghs Kanon für Klarinette entsteht durch die Verknüpfung der gedachten und der hörbaren Sphären.