Deutsch
English
< zurück
21.04.2008 15:44 Alter: 9 Jahre

Hamels Zweite Sinfonie bei der 11. Münchener Biennale

Neben der Uraufführung von "hin und weg" auf der Münchner Biennale am 22.4. als Gemeinschaftswerk von vier Kompositionsstudierenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg hat eine weitere Premiere mit Hamburg zu tun:

Am 29. April 2008 werden die Münchner Philharmoniker unter der Leitung des Aachener GMD Marcus Bosch die Zweite Sinfonie des an der Hamburger Musikhochschule lehrenden Komponisten Peter Michael Hamel aus der Taufe heben. Mitwirkend ist der Philharmonische Chor in der Einstudierung von Andreas Herrmann.

 

Genau vor 20 Jahren im Abschlusskonzert der 1. Münchner Biennale für zeitgenössisches Musiktheater 1988 erklang Hamels Erste Sinfonie "Die Lichtung" unter der Leitung von Sergiu Celibidache zum ersten Mal mit großem Erfolg.

Seit Jahren nun arbeitete Hamel an seiner "Zweiten": In dem gut dreiviertel-stündigen fünfsätzigen Werk Hamels mit dem Untertitel "Die Auflösung" ist auch ein großer sechsstimmiger Chor dabei, der nicht nur in Sanskrit und auf alttibetisch zu singen hat, sondern am Schluss auch den 150. Psalm intonieren wird.

 

Helmut Rohm (BR Redaktion Neue Musik) führt in Hamels Zweite Sinfonie wie folgt ein:

"...Der in München geborene Weltbürger Hamel ist sich und seinem universalistischen Fokus musikalischen Erspürens treu geblieben. ... Ingredienzien anderer Musikkulturen werden rationalistischer Exegese offenbar: Fragmente indischer Ragas, Patterns ostinater Spielelemente, die Klangmetaphorik musikalischer Riten des mittleren und fernen Ostens, auch harmonische Mixturfermente aus den Sphären des Jazz. Hamel hat sich alles musizierend und aktiv erschlossen, stand stets im intensiven Dialog mit Künstlern aus aller Herren Länder..."

 

Informationen und Karten über:

www.muenchenerbiennale.de

 

Vor gut 10 Jahren trat Peter Michael Hamel die Nachfolge von György Ligeti als Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg an. Er sorgt seitdem, wo immer er auftritt, für schöpferische Unruhe, regt an und auf und weitet die Horizonte. Mit immer neuen Ideen machte er die zeit-genössische Musik zu einem Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit in der Hamburger Musikhochschule. Seine "Klangnächte" zu vielen verschiedenen musikalischen Themen haben gezeigt, welch überwältigendes Echo die aktuelle Musik finden kann, wenn sie in phantasievollen neuen Veranstaltungsformen präsentiert wird. Aus Hamels Arbeit sind auch das "Studio 21" mit dem "Ensemble 21" hervorgegangen.

 

Peter Michael Hamel ist sowohl Mitglied und Sektionsleiter Musik der Freien Akademie der Künste Hamburg als auch Mitglied in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.