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18.11.2014 16:52 Alter: 2 Jahre

Historisches Gitarrenforum / Komponistinnenporträt: A Velvet Touch. Das Leben der Catharina Pelzer

Lesung und Gitarrenkonzert mit Werken von Mauro Giuliani, Catharina Pratten, John Abraham Nüske und Francisco Tárrega

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der Veranstaltung

 

Historisches Gitarrenforum / Komponistinnenporträt:

A Velvet Touch. Das Leben der Catharina Pelzer

Lesung und Gitarrenkonzert mit Werken von Mauro Giuliani, Catharina Pratten, John Abraham Nüske und Francisco Tárrega

 

am Sonntag, dem 23. November 2014

um 17.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg

 

mit Ulrich Wedemeier (Gitarre) und Mario Freivogel (Sprecher)

 

Kooperationsveranstaltung des Gleichstellungsbüros der HfMT mit dem "Hamburger Gitarrenforum".

Eintritt frei.

 

Ein Gitarren-Wunderkind in London

„Ich nehme an, kein Künstler war jemals einem Instrument so zugetan wie Madame Pelzer der Gitarre. Sie kannte die Möglichkeiten ihres Instrumentes, aber auch seine Schwächen. Für sie hatte die Gitarre wie kein anderes Medium die Kraft, ihre Gefühle auszudrücken“ (Frank Mott Harrison, ihr Gitarrenschüler und Biograph, 1899).

 

Catharina Pelzer aus Mühlheim - nach ihrer Heirat Madame Sidney Pratten - ein Name, der heute in Vergessenheit geraten ist und dennoch vor vielen Jahren noch ein Synonym für außerordentliche musikalische Kultur war. Catharina Pratten war schon zu Lebzeiten eine Legende des Gitarrenspiels - als Virtuosin, aber auch als begnadete Lehrerin. Die Bewunderung, die ihr als Künstlerin und als Mensch entgegen gebracht wurde, war außergewöhnlich. Einer ihrer Schüler, Frank Mott Harrison, verfasste eine Biographie, die uns nicht nur eine herausragende Persönlichkeit erschließt, sondern ganz nebenbei ihre Leidenschaft, ihren Zugang zur Musik näher bringt und einem Instrument ein Denkmal setzt: der Gitarre. Begleiten Sie uns in das viktorianische England und tauchen Sie ein in die Empfindungswelt einer Künstlerin, die Maßstäbe gesetzt hat, im Gitarrenspiel wie als Mensch. Sie werden nicht nur der großen Künstlerin begegnen, sondern auch ihrer Musik und dem Spiel auf einem Originalinstrument aus ihrem Besitz!

 

Ulrich Wedemeier studierte zunächst Klassische Gitarre an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und spezialisierte sich danach auf Lauten und historische Gitarren. Neben der internationalen Konzerttätigkeit als Solist und mit namhaften Ensembles der Alten Musik sind regelmäßige CD- und Rundfunkaufnahmen ein Schwerpunkt seiner Arbeit.

Mit dem Ensemble MUSICA ALTA RIPA erhielt er 2004 einen ECHO KLASSIK für die CD „Telemann Vol. 1“. Mit der HAMBURGER RATSMUSIK erhielt er 2006 einen ECHO KLASSIK für die CD mit dem Titel „Lübecker Virtuosen“.

Ulrich Wedemeier ist gefragter Gast vieler Opernhäuser. Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa, Südostasien und Japan. Er spielt auf Originalinstrumenten des 17. bis 19. Jahrhunderts.

 

Nachdem Mario Freivogel 1987 seine schauspielerische Ausbildung (u.a. bei Paulus Riedy) mit der staatlichen Reifeprüfung in Karlsruhe abgeschlossen hatte, war er lange Jahre unter anderem im Alten Schauspielhaus Stuttgart zu sehen. Es schlossen sich Engagements an der Landesbühne Bruchsal, der Landesbühne Esslingen, den Burgfestspielen Mayen und den Städtischen Bühnen Nürnbergs an. Auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen wirkte er mit, darunter Tatortproduktionen und in mehreren Spielfilmen. Der Spielfilm „Stadt als Beute“ war auch auf der Berlinale zu sehen. Anfang 2005 folgte die erste Zusammenarbeit mit der bekannten Filmregisseurin Vanessa Jopp in dem Film „Komm näher“, der für den deutschen Filmpreis nominiert wurde.

Außerdem inszenierte und koproduzierte er in Stuttgart und Berlin Theaterprojekte (u.a.: „Kleine Zweifel“ von Theresia Walser, Berlin 2003 –06).

Seit etlichen Jahren tritt er mit großer Freude mit Literaturprogrammen (von Shakespeare und Goethe bis zu Wilhelm Busch, Kästner und Pablo Neruda) bei renommierten Festivals (Herrenhausener Festwochen, dem Hohenloher Kultursommer, Kultursommer Nordhessen u.v.a), in Rundfunkaufzeichnungen, an Theatern oder Kleinkunstbühnen auf, die häufig in Begleitung ausgezeichneter Musiker stattfinden und eine aufregende Synthese von Musik und Wort darstellen.