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07.12.2007 11:19 Alter: 9 Jahre

Hochschule für Musik und Theater Hamburg wird Partner im Culture 2007-Projekt der EU

Das Projekt CO-ME-DI-A (Cooperation and Mediation in Digital Arts) wird für drei Jahre von der Europäischen Union im Rahmen des Culture 2007-Programms gefördert. Als mehrjähriges Kooperationsprojekt findet es unter der Leitung des IRCAM (Paris) mit weiteren Partnern in Graz (IEM/Kunstuniversität Graz), Prag (CIANT/International Centre for Art and New Technologies), Genua (Casa Paganini/Universität Genua), Belfast (SARC/Queens Universität) und Budapest (Hungarian Computer Music Foundation) statt.

Die Hamburger Musikhochschule wurde als Partner ausgewählt, da sie über besondere Kompetenzen und technische Voraussetzungen verfügt.

 

Gegenstand des Projekts sind vernetzte künstlerische Projekte im Internet, die Gestaltung einer gemeinsamen Plattform und Datenbank sowie Austauschprogramme und Künstlerresidenzen. So soll unter anderem erforscht werden, ob und wie sich das Internet als Echtzeitmedium für musikalische Proben eignet, bei denen etwa ein Solist von einem Ort mit einem Ensemble an einem anderen Ort spielt, oder ein Komponist die Einstudierung seines Werks aus der Entfernung begleitet. Auch künstlerische Projekte, bei denen das Internet als "Bühne" genutzt wird, stehen auf der Agenda.

 

Möglich wird das Projekt durch den Gigabit-Zugang zum Deutschen Forschungsnetz, der der Hochschule von der Stadt Hamburg unter der Aufsicht des Regionalen Rechenzentrums spendiert wurde. Durch diese enorme Bandbreite sind mehrkanalige Übertragungen in höchster (unkomprimierter) Klangqualität ohne nennenswerte Latenzen möglich.

 

Der Leiter des Masterstudiengangs Multimediale Komposition, Prof. Dr. Georg Hajdu, spricht von einem Meilenstein für die Hochschule sowie den Bereich Multimediale Komposition. So wird die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt, die bereits in Projekten wie der internationalen Konferenz "Connecting Media" und dem binationalen (Deutschland/Ungarn) Projekt "Music in the Global Village" begonnen wurde.

 

In Hamburg werden die CO-ME-DI-A-Veranstaltungen mit dem Projekt Netzwerk Neue Musik eng verzahnt werden, das vom Institut für Kulturelle Innovationsforschung unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard Flender administriert wird. Geplant sind u. a. Beteiligungen an den Hamburger Klangwerktagen 2008 und 2009.

 

Das European Bridges Ensemble mit seinen Mitgliedern aus fünf europäischen Ländern wird während der dreijährigen Laufzeit Ensemble in Residence.

 

Weitere Informationen: mmm.hfmt-hamburg.de