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01.04.2010 16:52 Alter: 7 Jahre

Hochschule für Musik und Theater wird 60!

Sechzig Jahre - sechzig Veranstaltungen

Sechzig Jahre - sechzig Veranstaltungen heißt das Motto, unter dem die Hochschule für Musik und Theater Hamburg dieses Jubiläum während des ganzen Jahres 2010 feiern wird. In Konzerten, Opern- und Theateraufführungen, Vorträgen und Symposien wird das ganze Spektrum der Hochschularbeit präsentiert.

 

Die Theaterakademie bringt Mozarts "Don Giovanni" auf die Bühne, in einem Symposion und einem Liederabend mit Vivica Genaux wird der Hamburger Barockmeister Johann Adolf Hasse geehrt, Professorinnen und Professoren der Hochschule treten in einer Serie von Meisterkonzerten auf, anlässlich des 200. Geburtstags von Robert Schumann wird es "Schumann-Salons" geben, Haydns "Jahreszeiten" erklingen, es wird Musik aus allen Epochen der Musikgeschichte bis ins 21. Jahrhundert geben - Jazz und Popmusik eingeschlossen.

 

Die große Geburtstagsfeier der Hochschule wird am 5. Juni stattfinden - u. a. wird Simone Young das Hochschulorchester im Festkonzert zum Jubiläumsjahr dirigieren.

 

Aber damit nicht genug, ein anderes großes Fest ist mit dem Hochschuljubiläum eng verbunden und wird im Rahmen der Sechzigjahrfeiern gebührend gefeiert: Es ist der 80. Geburtstag des Ehrenpräsidenten Hermann Rauhe, der die Geschicke der Hochschule für mehr als ein Drittel ihrer sechzigjährigen Geschichte als Präsident bestimmt hat.

 

Zu all diesen Festen und Veranstaltungen laden wir Sie herzlich ein und freuen uns, mit Ihnen gemeinsam zu feiern. In Kürze können Sie sich auch unter www.hfmt-hamburg.de darüber informieren.

 

 

Hintergrundinformationen

 

Geschichtliches

Hajo Hinrichs, von 1969 bis 1978 Leiter der Hamburger Musikhochschule , erinnert sich in einer Denkschrift anlässlich der Eröffnung des Neubaus 1986: "Es ist ein Unikum, dass man bis zum Jahre 1942 in Hamburg, der immerhin zweitgrößten deutschen Stadt, sich nur auf privatem Wege, bei einzelnen Privatmusiklehrern oder in Privatkonservatorien weiter- und ausbilden konnte."

 

Das von Hajo Hinrichs zitierte Privatkonservatorium war allerdings eines der renommiertesten und am besten ausgestatteten, das "Vogt'sche Konservatorium". Dieses wurde 1942 von der Stadt als "Schule für Musik und Theater der Freien und Hansestadt Hamburg" übernommen. Zu seinem Leiter wurde der Hamburger Komponist Ernst Gernot Klussmann berufen, der bis dahin als Dozent an der Staatlichen Musikhochschule in Köln tätig gewesen war. Erst 1950 wurde die Staatliche Hochschule für Musik eingerichtet, am 13. April begann der Semesterbetrieb. Als erster Direktor wurde Professor Philipp Jarnach verpflichtet; Stellvertreter wurde Professor E.G. Klußmann. Die drei Hauptabteilungen (künstlerische, berufliche und pädagogische Ausbildung) wurden von den Professoren Klußmann, Ditzel und Jode geleitet.

 

Verschiedene Jahre war die Hochschule über die Stadt verstreut in angemieteten Räumen untergebracht, ein Teil des Unterrichtsbetriebes fand im Curio-Haus in der Rothenbaumchaussee oder in der St. Anscharhöhe statt.

Erst 1956 konnte die Hochschule in das Budge-Palais in der Milchstraße einziehen. In den 70er Jahren folgte der erste Neubau, 1986 der zweite mit dem Forum, und schließlich 2003 die neue Bibliothek.

 

Auf Philipp Jarnach folgte 1959 Wilhelm Maler als Direktor der Hochschule, 1969 Hajo Hinrichs, 1978 begann die 26jährige Präsidentschaft von Hermann Rauhe, und seit 2004 leitet Elmar Lampson die Geschicke der Hochschule.

 

Ausbildung in Musik, Theater und Wissenschaft

Die Hochschule bietet eine künstlerisch-wissenschaftliche Ausbildung in allen klassischen Bereichen der Musik und des Theaters, aber auch in stärker wissenschaftlich geprägten Bereichen wie Musikpädagogik, Musikwissenschaft oder Kultur- und Medienmanagement an. In der 2005 neu gegründeten Theaterakademie werden Regisseure für Oper und Schauspiel, Dramaturgen, Opern- und Liedsänger und Schauspieler ausgebildet, als neuester Studiengang wurde Master Liedgestaltung eingerichtet.

 

Das breite Ausbildungsangebot im musikalischen Bereich umfasst Komposition und Dirigieren, alle Instrumentalfächer, Evangelische Kirchenmusik, Chorleitung und Musik für das Lehramt.

 

Zu den besonderen Studienangeboten zählen z. B. Kammermusik, Elementare Musikpädagogik, der Eventim ? Popkurs Hamburg, Jazz und Jazzkomposition, Computermusik und Multimediale Komposition, Musiktherapie und Kultur- und Medienmanagement. Neue Masterstudiengänge Musikvermittlung und Musikpädagogik sind in Planung.

 

Andreas Franke Akademie - Juniorstudium für Hochbegabte

Eine noch relativ neue Initiative der Hochschule ist die Einrichtung eines Juniorstudiums für Hochbegabte (Andreas Franke Akademie). Musikalische Spitzenbegabungen werden frühzeitig für ein reguläres Bachelorstudium an der Hochschule vorbereitet, der Unterricht wird ausschließlich von Professorinnen und Professoren der Hochschule erteilt.

 

Eventim Popkurs Hamburg

Der 1982 als Modellversuch gegründete Popkurs feierte bereits sein 25jähriges Jubiläum. Er ist damit nicht nur die älteste, sondern hat sich auch zur erfolgreichsten Talentschmiede in Deutschland entwickelt.

 

International Mendelssohn-Summerschool

Hochqualifizierte Musikstudierende aus der ganzen Welt kommen jeweils im Herbst zwei Wochen lang in Hamburg zusammen, um in zahlreichen Meisterkursen ihre musikalischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und unter professioneller Anleitung ihr Spiel weiter zu veredeln.

 

Hochschulorchester und Ensemble 21

Das seit vielen Jahren bestehende Orchester der Hochschule wird seit 2005 von Prof. René Gulikers geleitet. Zugleich leitet er seit 2006 auch das neu gegründete Ensemble 21 für aktuelle Musik.

 

Film And Popular Music Orchestra

In regelmäßiger Probenarbeit werden die notwendigen Zusatzqualifikatio-nen vermittelt, die im Bereich Film- und Popularmusik gefordert werden.

 

Jazzchor der Hochschule

Prof. Dr. Christoph Schönherr, Gründer und Leiter des Jazzchores: "Der Jazzchor-Gesang verbindet zwei Musiziertraditionen, die lange keine wirklichen Berührungspunkte hatten. Auf der einen Seite nimmt der Chorgesang im Jazz viele Elemente der klassischen Chortradition auf. Auf der anderen Seite ist die Harmonik und Rhythmik vom Jazz geprägt."

 

Promotion zum Dr. phil. und zum Dr. sc. mus.

Hochschulabsolventinnen und ?absolventen können an der Hochschule je nach abgeschlossenem Studium zum Doktor der Philosophie (Dr. phil.) oder zum Doktor der Musikwissenschaften (Dr. sc. mus.) promovieren.

 

Forschung

Der Musikwissenschaftsbereich befasst sich derzeit mit dem Projekt "MUGI - Musikvermittlung und Genderforschung im Internet". Hier werden umfassende persönliche Profile von Musikerinnen, Komponistinnen und Mäzenatinnen erstellt.

 

Das Institut für Kultur- und Medienmanagement widmet sich neben seinen Studienangeboten in drei Forschungsstellen aktuellen Schwerpunkten des Kultur- und Medienmanagements: Stiftungswesen, Not-for-Profit-Management in Kultur und Medien, Kultur- und Kreativwirtschaft (creative sector).

 

Das Hasse-Institut an der Hochschule arbeitet eng mit der Hasse-Gesellschaft Bergedorf zusammen und befasst sich mit Leben und Werk des Komponisten Johann Adolf Hasse.

 

Das Institut für kulturelle Innovationsforschung ist ein weiteres An-Institut der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und erforscht kul-turökonomische Zusammenhänge mit dem Schwerpunkt musikalische Gegenwartskunst.

 

 

Weitere Informationen unter

www.hfmt-hamburg.de