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01.07.2009 21:00 Alter: 7 Jahre

Horror Vacui - die Angst vor der Leere

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der Premiere der Diplominszenierung des Studiengangs Regie Musiktheater

 

"horror vacui". von Gregor Dös

am 9. Juli 2009 20 Uhr in den Zeisehallen.

Regie: Alexander Keil

 

Das Rädchen dreht sich weiter. Im Chaos ist die alte Welt versunken. In welchem Grab sind die Ideale der Väter begraben? Ein grauer Zwischenzustand ist längst gesellschaftliche Norm, hat die Sinnlosigkeit zum Sinn schlechthin erkoren, in deren illusionsloser Beliebigkeit es sich behaglich leben lässt. Der unausweichlichen Widersprüchlichkeit steht die Idealisierung der Identität gegenüber, diese Bastelkiste der Selbstkonstruktion, mit der wir unsere Angst vor dem Nichts mit aller Gewalt zu kaschieren suchen. Alles scheint möglich, doch was wir auch tun, sie verschwindet einfach nicht: horror vacui - die Angst vor der Leere.

 

12 Bilder über die Gewalt und das Nichts - sie erzählen keine Geschichte, sondern beschreiben in fragmentarischer Form das allgegenwärtige Unbehagen, eindringlich, herausfordernd, fragend. Eine Suche nach der Beschaffenheit der schwelenden Angst vor dem Fremden, aus dem das Nichts besteht, der verinnerlichten Gewalt und der Widersprüchlichkeit. Eine assoziative Verkettung von Bildern in schillernder Dunkelheit, in denen Äußerlichkeit immer auch Ausdruck innerer Leere ist, autistische Kommunikation auf fabulierende Sprachlosigkeit trifft und wortgewaltiger Gedankenwust auf totale Stille. Musik ist Störfaktor, Kontrapunkt der Stille. Jenes unhörbare Geräusch, das zwischen zwei Tönen liegt und uns bei der Ahnung belässt.

 

Termine

Zeisehallen / Theaterakademie / Friedensallee 9

Uraufführung: Do. 09.07.09 um 20:00 Uhr

Fr. 10.07. und Sa. 11.07.09 um 20:00 Uhr

So. 12.07.09 um 18:00 Uhr

 

Eintritt: regulär 14 Euro / ermäßigt 7 Euro / Stud. d. HfMT 4 Euro

Kartenbestellung (Zeisehallen): h.v.karten@email.de / 03212 - 4437836

Finale 09 / Malersaal des Deutschen Schauspielhauses

14.07.09 um 19:00 Uhr

Mit: Leena Fahje, Ariella Hirshfeld, Janosch Pangritz (Schlagzeug), Benita Rinne, Gabriel Rodriguez-Silvero und Lukas Vögler.

Regie: Alexander Keil

Raum & Kostüm: Konstanze Grotkopp

konzeptionelle Mitarbeit: Gregor Dös