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16.04.2012 05:58 Alter: 5 Jahre

Johann Adolf Hasse – Idol zwischen Barock und Klassik

Anlässlich der Feierlichkeiten des 333. Hamburger Opernjubiläums veranstaltet die HfMT gemeinsam mit der Hamburger Staatsoper und der Johann Adolf Hasse-Stiftung einen Konzertabend mit Werken von Johann Adolf Hasse (1699 – 1783). Das Konzert findet statt am Samstag, 21. April 2012 in der Opera stabile Hamburg, Kleine Theaterstraße. Beginn ist 19.30 Uhr, der Eintritt beträgt 10 Euro

1699 in Bergedorf geboren, begann Johann Adolf Hasse seine Laufbahn als Tenor in Hamburg. Hasse stieg neben Händel, Salieri, Pergolesi und Vivaldi zu einem der berühmtesten Opernkomponisten seiner Epoche auf. Italien, wo er von Venedig bis Neapel mit seinen Opern erfolgreich war, feierte ihn als „Il divino Sassone“, als „göttlichen Sachsen“, in Dresden leitete der Musiker drei Jahrzehnte lang als Hofkapellmeister die Oper und baute sie zu einer der glanzvollsten Europas auf. Joseph Haydn verehrte ihn, selbst Mozart bezeichnete ihn als „unsterblich“ und Kaiserin Maria Theresia erkor diesen Meister der Opera Seria gar zu ihrem Lieblingskomponisten.

Programm:

Johann Mattheson (1681–1764)
Rezitativ „Komm, wertes Christenvolk“ und Arie „Könnt ihr schlafen, sich’re Rotten?“aus dem Oratorium Der siegende Gideon (Hamburg 1717)

Werke von Johann Adolf Hasse (1699–1783):

Serenata Marc’Antonio e Cleopatra (Neapel 1725)

Sinfonia (Spiritoso e staccato / Allegro – Grazioso)

Rezitativ „Poiché la morte sola”

Duett „Bella etade avventurosa”

Flötenkonzert h-Moll
Allegro non molto – Largo e moderato – Allegro

Pause

Solokantate Pallido il volto für Sopran, Flöte und Generalbass

Recitativo – Aria Larghetto – Recitativo – Aria Allegro

Arie „Son qual misera colomba“ aus der Oper Cleofide (Dresden 1731)                                                                

Triosonate e-Moll für zwei Violinen und Generalbass
Largo – Presto – Siciliano – Allegro

Sinfonia und Coro aus der Oper Il Ruggiero (Mailand 1771)
Maestoso, e staccato – Andantino – Allegro, e con spirito

Schlusschor „Portator di lieti eventi“

Es spielt das Hasse-Ensemble der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter der Leitung von Prof. Wolfgang Hochstein.

Hasse-Gesellschaft Bergedorf

Mit der Gründung der Hasse-Gesellschaft am 13. Januar 1910 wollten traditionsbewusste Bergedorfer Bürger einen Beitrag zur Bereicherung des örtlichen kulturellen Lebens leisten und gleichzeitig an den großen Sohn ihrer Stadt erinnern. Gründungsmitglieder waren Oskar Seebohm, Andreas Spiering und der Dirigent Carl Grau, auf dessen Initiative hin sowohl ein Chor als auch ein Orchester ins Leben gerufen wurde. Das Hasse-Orchester besteht noch heute.
Von der Einrichtung des Hasse-Archivs im Jahre 1986 ging ein neuer Impuls für die wissenschaftliche Erforschung und praktische Aufbereitung des Hasseschen Werkes aus. Seit 1991 ist das Hasse-Archiv im Geburtshaus des Komponisten untergebracht. Das Archiv arbeitet mit dem Barockorchester Elbipolis Barockorchester Hamburg ebenso wie mit anderen Musikern und Musikwissenschaftlern eng zusammen.