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Kann ein gendersensibler Musikjournalismus gelingen? - Mit einer Hamburger Erstaufführung der wiederentdeckten Komponistin Emilie Mayer
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21.11.2012 07:02 Alter: 4 Jahre

Kann ein gendersensibler Musikjournalismus gelingen? - Mit einer Hamburger Erstaufführung der wiederentdeckten Komponistin Emilie Mayer

Ringvorlesung „Die Musik ist ein Weib“ (Richard Wagner) zuschreiben – einschreiben – gegenschreiben 27.11.2012 | 18 Uhr | Mendelssohn Saal der HfMT

Die Komponistin Emilie Mayer

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der Veranstaltung

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XIV:

„Die Musik ist ein Weib“ (Richard Wagner)

zuschreiben – einschreiben - gegenschreiben

am Dienstag, dem 27. November 2012

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Anders schreiben?

Kann ein gendersensibler Musikjournalismus gelingen?

Vortrag von Dagmar Penzlin, Hamburg

Verbunden mit der Hamburger Erstaufführung des Streichquartetts op.14 g-Moll der kürzlich anlässlich des Festivals Mecklenburg-Vorpommern wiederentdeckten Komponistin Emilie Mayer (1812-1883) durch Mitglieder des Spohr Ensembles Kassel

Eintritt frei.

Stereotype Geschlechterrollen oder differenzierte Rollenbilder?

Wer journalistisch arbeitet, hat Einfluss darauf, wie über Frauen und Männer gedacht wird. So ist entscheidend, ob Artikel und Sendungen traditionelle, stereotype Geschlechterrollen unreflektiert wiederkäuen oder diese durch neue, differenzierte Rollenbilder ersetzen. Wie kann solch ein gendersensibler Journalismus gelingen im Reden und Schreiben über Musik, Musikgeschichte und die Menschen, die Musik machen? Was ist zu beachten? Und warum ist so ein Musikjournalismus gerade wichtig beim Berichten über eine Klassik-Szene, die sich aktuell selbst neu erfinden will und sich dabei auch gern an Stereotypen festkrallt? 

 

Dagmar Penzlin, M.A., ist ausgebildete Journalistin, Musikwissenschaftlerin und Gender-Spezialistin. Seit über zehn Jahren arbeitet sie als Musikjournalistin vor allem für ARD-Kulturprogramme und das Deutschlandradio. Als Aufnahmeleiterin betreut sie Sendungen der Deutschlandfunk-Reihe „Klassik-Pop-et cetera“.

 

Im SPOHR ENSEMBLE finden seit über 10 Jahren exponierte Musiker in Kassel zusammen (Konzertmeister, Professoren, führende Orchestermitglieder) und erarbeiten besondere Werke der Streicherkammermusik, so zum Beispiel die wichtigsten Streichquintette und -sextette von Mozart, Brahms, Tschaikowsky, Dvorak und Schönberg. Gründer und Leiter des Ensembles ist Wolfram Geiss, Solocellist des Staatsorchesters Kassel. Mit einer immer schwungvollen und freudigen Spielweise präsentieren sich die Musiker bei Konzerten in ganz Deutschland. Der Erfolg ehrt auch den Kasseler Violinvirtousen Louis Spohr.

Es spielen hier: Katalin Hercegh (Violine I), Josefine Nobach (Violine II), Joachim Schwarz (Viola) und Wolfram Geiss (Violoncello).

 

Die Komponistin Emilie Mayer (1812 in Friedland, Mecklenburg, geboren) war nach einer Kompositionsausbildung durch Carl Loewe und Adolf Bernhard Marx in Berlin auf dem Gebiet der Instrumentalmusik überaus produktiv. Ihr Œuvre beinhaltet eine große Zahl von Orchesterwerken und Kammermusik. Zu ihren Lebzeiten avancierte Emilie Mayer zu einer weithin bekannten Komponistin, deren Werke auch außerhalb ihrer unmittelbaren Wirkungsstätten häufig und erfolgreich aufgeführt wurden. Nur wenige Komponistinnen – wohl keine weitere ihrer Generation – können auf eine so hohe Zahl an öffentlichen erstrangigen Aufführungen großer Instrumentalmusik verweisen. Sie starb 1883 in Berlin. (s. auch http://www.mugi.hfmt-hamburg.de/A_lexartikel/lexartikel.php?id=maye1812)

Organisation und Abendgestaltung:

Prof. Dr. Beatrix Borchard und Martina Bick, M.A.