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25.09.2015 08:51 Alter: 1 Jahre

KLANGVOLLE RARITÄTEN FÜR DIE JÜNGSTEN

Die Deutsche Stiftung Musikleben vergab am Mittwoch, 23. September 2015, klangschöne Streichinstrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds an Preisträger von „Jugend musiziert“ – darunter drei Jungstudenten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

David Christian Wurm, Foto Walter Remy

Pauline Gude, Foto Walter Remy

Mario Jäckle, Foto Walter Remy

PRESSEINFORMATION

DEUTSCHE STIFTUNG MUSIKLEBEN

Einmal auf einem richtig guten Instrument spielen – dieser Traum ging für 11 junge Musiker im Alter von 10 bis 19 Jahren gestern in Erfüllung. Jedes Jahr im Herbst öffnet die Deutsche Stiftung Musikleben den Deutschen Musikinstrumentenfonds und verleiht zum Teil jahrhundertealte Streichinstrumente für zunächst zwei Jahre an herausragende Preisträger von „Jugend musiziert“. Aus allen Teilen Deutschlands kamen die jungen Musiker angereist, um die zur Verfügung stehenden Instrumente (7 Geigen, 2 Bratschen und 2 Violoncelli), am Vormit-tag auszuprobieren und sich ein passendes auszusuchen.

Der Hamburger David Christian Wurm (15 Jahre) ist Jungstudent an der Musikhochschule und brachte seine Professorin Tanja Becker-Bender, die selbst einst Stipendiatin der Stiftung war und auf einem Instrument aus dem Fonds spielte, als Unterstützerin zum Anspiel mit. Gemeinsam probierten sie verschiedene Instrumente aus, spielte an, strichen über jede Saite und begutachteten jeden Ton und entschieden sich dann für eine klangstarke, historische Violine mit Zettel „Rugieri“, gebaut um 1790 in Mittenwald. Die Qual der Wahl hatte besonders die älteste Bewerberin. Pauline Gude (19), seit Jungstudentin bei Prof. Bernhard Gmelin, kam ebenfalls in Begleitung ihres versierten Lehrers. Ihr standen zwei klangschöne Violoncelli zur Auswahl, die unterschiedlicher nicht hätten sein können – ein modernes, gebaut 1962 von Manuel Gadda in Mantua und ein uraltes Prachtexemplar des Breslauer Instrumentenbauers Hans Michael Stirzer von 1704. Doch auch hier fiel die Entscheidung, denn in den strahlend-hellen Klang des modernen Cellos verliebte sich die junge Musikerin sofort, während sie mit dem kernigen Ton des alten Instruments nicht so recht warm werden wollte. Der 17-jährige Mario Jäckle ist Jungstudent für Kammermusik und entschied sich für ein italienisches Meisterstück, eine Violine mit Zettel „Joannes Baptista Zanoli“, gebaut in Verona 1727. Alle drei Instrumente sind treuhänderische Eingaben in den Fonds aus Hamburger Privatbesitz und wurden von den erfreuten Treugebern persönlich an die Neu-Stipendiaten überreicht.

Irene Schulte-Hillen, Präsidentin der Deutschen Stiftung Musikleben, ist überzeugt von dem Förderansatz der Stiftung, bereits den jüngsten Nachwuchsmusikern, die Möglichkeit zu geben, auf einem hervorragenden Instrument zu spielen: „Wir wollen die jungen Künstler er-mutigen, neue Klänge zu entdecken, die Freude an ihrem Instrument aufrechtzuerhalten und sich musikalisch weiterzuentwickeln. Wo der Weg hinführen kann sehen wir immer wieder an den Stipendiaten, die wir einst bei „Jugend musiziert“ kennen gelernt und dann bis hin zu herausragenden Wettbewerbserfolgen, Solistenkarrieren und renommierten Professuren und Orchesterstellen begleitet haben.“

Das künstlerische Potential war allseits zu spüren, nun liegt es an den frisch ausgestatteten Stipendiaten selbst, ihren musikalischen Weg weiter zu gehen. Deutsche Stiftung Musikleben Stubbenhuk 7  20459 Hamburg  T. 040 / 360 91 55 0  F. 040 / 360 91 5555  dsm@dsm-hamburg.de www.deutsche-stiftung-musikleben.de  www.facebook.com/DeutscheStiftungMusikleben

 

DEUTSCHE STIFTUNG MUSIKLEBEN

Seit über 50 Jahren widmet sich die Deutsche Stiftung Musikleben der bundesweiten Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten betreut die Stiftung derzeit rund 300 Stipendiaten zwischen 12 und 30 Jahren individuell und langfristig. Der 1993 als gemeinsame Initi-ative mit der Bundesregierung ins Leben gerufene Deutsche Musikinstrumentenfonds stattet aufstrebende Solisten mit hervorragenden Streichinstrumenten aus, die jedes Jahr im Frühjahr im Rahmen eines anspruchs-vollen Wettbewerbs und im Herbst an Preisträger von „Jugend musiziert“ vergeben werden. In der Konzert-reihe „Foyer Junger Künstler“ bietet die Stiftung ihren „Rising Stars“ vielfältige Auftrittsmöglichkeiten, die vom Kammerkonzert über musikalische Rahmenprogramme und das traditionelle Sommerkonzert auf Sylt bis zu Debüts in großen Sälen reichen. Abgerundet wird das Förderkonzept durch Sonderpreise und Stipendien, von der Auszeichnung bei Wettbewerben über das Carl-Heinz Illies-Stipendium für junge Pianisten bis zum Gerd Bucerius-Stipendium für ein Musikstudium an einer der großen Musikhochschulen der Welt. Mit Paten-schaften geben besonders engagierte Förderer ausgewählten Stipendiaten finanzielle Unterstützung für deren musikalischen Werdegang. Die gemeinnützige Stiftung wird ehrenamtlich geleitet, seit 1992 von Irene Schulte-Hillen, und bestreitet ihr umfangreiches Förderprogramm unter dem Motto „KÖNNER BRAUCHEN GÖNNER“ fast ausschließlich durch Zuwendungen ihrer Freunde und Förderer, die sich mit ehrenamtlichem Einsatz, Spenden und Zustiftungen, mit Künstlerpatenschaften oder Instrumententreugaben engagieren.

Für weitere Informationen und Bildmaterial stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Gerne stellen wir auch einen Kontakt zu unseren Stipendiaten für Interviews her. Über eine Berichterstattung würden wir uns sehr freuen.

Pressekontakt:

Deutsche Stiftung Musikleben

Stefanie Jaschke

Tel.: 040-360 91 55 13

Fax: 040-360 91 55 55

Email: presse@dsm-hamburg.de