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19.06.2016 19:15 Alter: 166 Tage

„Lichtspiele“ - Förderpreis und Uraufführung

Dijana Bošković, Studentin im Masterstudiengang Komposition bei Prof. Manfred Stahnke hat für die Umsetzung ihres multimedialen Projektes "Lichtspiele" eine Förderung der Gerhard Trede-Stiftung erhalten. Im Zentrum des Projektes steht ein gleichnamiger Zyklus der Kompositionen von Dijana Bošković, der sich in vier thematische Einheiten gliedert: I Sonne, II Spiegelungen/ Finsternis III Feuer. Der Konzertabend ist eine Hommage an das Licht - durch Musik und angewandte Kunst wird gezeigt, auf welch unterschiedliche Weise sich Komponisten/innen dem Thema musikalisch angenähert haben.

(Foto: Alois Schütz)

Die Uraufführung des Gesamtprojektes wird am Freitag, den 4. November 2016  in der Alfred Schnittke-Akademie stattfinden.
Am Samstag, den 25.06.2016 um 19.30 Uhr, werden im Ligeti-Saal (Hebebrandstraße, Campus Nord) ein Teil der Musikstücke aus dem Projekt erstaufgeführt.

Mitwirkende:
PHILLIP WENTRUP, Violoncello
JOVANA NIKOLIĆ, Klavier
MARIE-CLAUDINE PAPADOPOULOS, Violine
STEPHAN TROSCHKA/CHIARA KRAMER, Visuelles Konzept

LICHTSPIELE
"Die ganze Dunkelheit der Welt reicht nicht aus, das Licht einer einzigen Kerze zu löschen."
Roman Herzog
Mit unserem Konzertabend wollen wir das Phänomen durch Musik und angewandte Kunst sinnlich erfahrbar machen. Auf der Bühne wird eine abstrakte Lichtskulptur und eine Leuchtwand aus Plexiglas- Stäben aufgestellt. Die Stäbe der Lichtskulptur werden mittels Projection-Mapping bespielt, sodass einzelne Stäbe oder ganze Gruppen von Stäben gleichzeitig oder nacheinander beleuchtet werden.
Im Zentrum des Konzertabends steht ein Zyklus der Kompositionen von Dijana Boskovic, der sich in vier thematische Einheiten gliedert: I Sonne, II Spiegelungen/ Finsternis III Feuer. Meinen Kompositionen stehen Werke der Komponisten aus der Vergangenheit und Gegenwart gegenüber, sodass zu jedem Aspekt die ganze Vielfalt der kompositorischen Ausdrucksmittel und Ideen hörbar und erfahrbar wird. Farbstimmung und Animation der Lichtskulptur greifen dabei den Leitgedanken des jeweiligen Stückes auf. In einer Hommage an das Licht zeigen wir, auf welch unterschiedliche Weise sich Komponisten/innen dem Thema musikalisch angenähert haben. Stücke wie "Danza Ritual del Fuego" (Manuel de Falla) „Reflets dans l eau" (Claude Debussy) oder „Sonnentanz", „Finsternis" (Dijana Boskovic), zeugen von ihrer assoziativen Kraft.

DIJANA BOŠKOVIĆ wurde  in Belgrad im ehemaligen Jugoslawien geboren. Bereits als 16-jährige Schülerin erhielt sie den renommierten Oktober- Preis der Stadt Belgrad für ihre musikalischen Leistungen während der Schulzeit sowie Erste Preise bei Republik- und Bundeswettbewerben. Ihr Studium im Fach Querflöte beendete sie mit 18 Jahren. Ihr weiteres Studium an der Hochschule für Musik in München bei Prof. Paul Meisen beendete sie mit künstlerischem Diplom und Meisterklasse.

Dijana Bošković kann für ihr kompositorisches Schaffen aus langjähriger eigener Orchester- und Kammermusikerfahrung schöpfen. Als Solistin, Kammer- und Orchestermusikerin nahm sie unter anderem am Schleswig-Holstein- Musikfestival, dem BEMUS/Internationalen Musikfestival in Belgrad oder dem Hohenloher Kultursommer teil. Sie spielte mit dem Schleswig-Holstein-Festivalorchester, der Kammerphilharmonie Bremen, dem Sephira Ensemble Stuttgart, den Bamberger Solisten und vielen anderen. Sie schreibt Musik für Querflöte und andere Instrumente, für Kammermusikensembles, Kammerorchester, Chor, Gesang und für das Theater. Ihre Werke umfassen unter anderem Auftragskompositionen für das Kammerorchester Solisten aus St. Petersburg, Mitglieder der Münchner Philharmoniker und der Frankfurter Oper, das BEMUS Musikfestival in Belgrad oder die Tiroler Volksschauspiele und weitere Künstler und Ensembles.
Für die Komposition "Lichtspiele I, II" erhielt sie die Förderung der Ernst von Siemens Kunststiftung und für die Umsetzung des gleichnamigen Projektes "Lichtspiele" eine Förderung durch die Gerhard Trede - Stiftung.  Aktuell studiert sie Komposition im Masterstudiengang in der Klasse von Professor Manfred Stahnke an der HfMT Hamburg.