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09.02.2006 12:35 Alter: 11 Jahre

„MASKENSTURM“ - Legendäre Maskentänze von Lavinia Schulz und Walter Holdt wieder belebt -

Wir laden Sie herzlich ein zu der Tanz- und Musikaufführung der Maskentänze von Lavinia Schulz und Walter Holdt

„Maskensturm“

am 3. und 4. März 2006, 19.30 Uhr,

im Vestibül des Museums für Kunst und Gewerbe

Steintorplatz, 20099 Hamburg.

Eintritt: € 10,-- , Schüler und Studierende: € 5,--

 

• Maßstabsetzende Zusammenarbeit zwischen Musikhochschule, Gewandmeisterschule und Museum

Die Rekonstruktion und Neuschaffung der Tänze und Musik entstand in einer bisher einmaligen Zusammenarbeit der Hochschule für Musik und Theater, der Anna-Siemsen-Schule, Fachschule für Gewandmeister, und des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg unter der Leitung von Prof. Frank Böhme.

 

• Legendäre Hamburger Künstlerfeste im Curio Haus

Am 18. Juni 1924 erschießt Lavinia Schulz erst ihren Mann und dann sich selbst. Damit endet die beispiellose Karriere des Hamburger Tänzerpaares Lavinia Schulz und Walter Holdt, die im Mittelpunkt dieses einmaligen Tanzprojektes stehen.

 

Das umfangreiche Werk der beiden Maskentänzer, insbesondere ihre ausdrucksstarken Ganzkörpermasken, Zeichnungen und Notationen der Tanzschritte, wurde erst 1988 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg durch Zufall auf dem Dachboden wieder entdeckt und wird nun zu einem wichtigen Bestandteil der Expressionismus – Ausstellung des Museums für Kunst und Gewerbe

„Entfesselt - Expressionismus in Hamburg um 1920“ (25.02.2006 - 05.06.2006), die am 24.2.2006 eröffnet wird.

Mit ihrem einmaligen Werk nahm das Tänzerpaar einen herausragenden Platz in der lebhaften und innovativen Hamburger Kunstszene der frühen 20er Jahre ein, insbesondere bei den legendären Hamburger Künstlerfesten im Curio-Haus. Darüberhinaus ist über die beiden Tänzer leider nicht allzu viel bekannt, ihr Schicksal tragisch: Das Paar schied 1924 in bitterer Armut freiwillig aus dem Leben.

 

• Wiederbelebung der ausdrucksstarken Maskentänze

In einem spannenden Prozess wurden die alten Maskentänze rekonstruiert: Anhand des Nachlasses wurden Kostüme und Masken nachgeschneidert und Studierende der Hochschule komponierten eigens für die Tänze auf der Grundlage vorhandener musikalischer Fragmente Musik und setzten die alten Choreografien neu um.