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13.02.2012 15:27 Alter: 5 Jahre

Maskentanz: Musikhochschule und Museum für Kunst und Gewerbe feiern die Moderne!

Zur Neueröffnung der Sammlung Moderne veranstaltet das MKG in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) sowie der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg im Begleitprogramm ein großes Kunstfest:

Maskenfigur „Toboggan Frau“, Lavinia Schulz

am Sonnabend, den 18. und Sonntag, den 19. Februar 2012,

jeweils 11 – 18 Uhr  

Eintritt für Studierende der HfMT frei.

Künstlerische Gesamtleitung: Prof. Frank Böhme (HfMT);

Ausführende: Studierende und Lehrende der HfMT;

Choreografie: Namoo Kim und Tyll Wibben.

Ermöglicht durch: Martha Pulvermann Stiftung.

 

Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Prof. Frank Böhme von der HfMT werden in Tanzaufführungen, Musikdarbietungen und Textcollagen die Epochen vom Jugendstil über Expressionismus bis zum Bauhaus wieder lebendig und die für die Zeit charakteristische Einheit der Künste erfahrbar gemacht. Die sinnlichen Schleiertänze von Loie Fuller kontrastieren mit dem reduziert abstrakten Stabtanz des Bauhauslehrers Oskar Schlemmer. Die expressionistischen Tanzmasken des Hamburger Künstlerpaars Lavinia Schulz und Walter Holdt werden mit Musik von Hans Heinz Stuckenschmidt und Stefan Wolpe zu neuem Leben erweckt. Musik Arnold Schönbergs, Erwin Schulhoffs, Eric Saties, Alexander Skrjabins und anderer Komponisten der Zeit ist zu hören. Es werden die Experimente von Ton- Lichtinstallationen rekonstruiert und eine zeitgenössische Modenschau dargeboten.

 

Zu Lavinia Schulz und Walter Holdt:

Das umfangreiche Werk der beiden Maskentänzer, insbesondere ihre ausdrucksstarken Ganzkörpermasken, Zeichnungen und Notationen der Tanzschritte, wurde erst 1988 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg durch Zufall auf dem Dachboden wieder entdeckt und schon 2006 durch Studierende der HfMT in Zusammenarbeit mit dem MKG wieder aufgeführt. Hinweise gaben das vorhandene Bildmaterial und die spärlichen Aufzeichnungen zu den Choreographien, die von den Studierenden der Hochschule für Musik und Theater ausgiebig erforscht wurden.

Das Tänzerpaar nahm einen herausragenden Platz in der lebhaften und innovativen Hamburger Kunstszene der frühen 20er Jahre ein, insbesondere bei den legendären Hamburger Künstlerfesten im Curio-Haus. Darüber hinaus ist über die beiden Tänzer leider nicht allzu viel bekannt, ihr Schicksal tragisch: Das Paar schied 1924 in bitterer Armut freiwillig aus dem Leben.

Weitere Infos

Download PDF Maskentanz

www.mkg-hamburg.de/de/ausstellungen/vorschau/sammlung-moderne.html