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25.10.2007 17:01 Alter: 9 Jahre

Matriarchinnen, starke Brüder und dritte Geschlechter

Ringvorlesung Gender Studies IX:

Männerbilder - Frauenbilder - Menschenbilder: Paare

 

"Matriarchinnen, starke Brüder und dritte Geschlechter."

Gender im Kulturvergleich

 

am Dienstag, 30. Oktober 2007

18.00 Uhr (s.t.) in der Alten Bibliothek (Raum 12)

Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

 

Referentin: Prof. Dr. Susanne Schröter, Universität Passau

 

Anschließend:

Samulnorimusik auf der Sanduhrtrommel Janggo aus Korea

und Minimalmusic auf einem grünen Krokodil aus Burkina Faso mit Ulrike Herzog, Ute Hennings und Uschi Krosch

 

Eintritt frei.

 

Empirische Beispiele und grundlegende Fragen zur Konstruktion von Geschlecht

Viele Vorstellungen davon, was ein Mann oder eine Frau ist, werden in Frage gestellt, wenn man Geschlechterrollen im interkulturellen Vergleich betrachtet. Manches erscheint plötzlich gar nicht mehr "natürlich", sondern nur noch als eine von vielen Möglichkeiten. Besonders befremdet sind wir gewöhnlich, wenn wir mit so genannten "dritten Geschlechtern" oder mit "Matriarchaten" konfrontiert werden.

Die Ethnologin Susanne Schröter forscht seit Jahren zu beiden Themen und hat lange Zeit in einem noch unbekannten "Matriarchat" in Ostindonesien gelebt, in dem biologischen Männern die Option offen steht, Frauen zu werden. Frauen sind dort die alleinigen Besitzerinnen von Land und Haus, die Kinder sind Mitglieder ihres Klans und die Männer ziehen nach der Heirat zu ihnen. Wie unter diesen strukturellen Bedingungen tatsächlich zusammengelebt wird, wie der Alltag aussieht und welche Probleme gelöst werden müssen, wird Thema des Vortrags sein. Neben den empirischen Beispielen sollen aber auch einige grundlegende Fragen zur Konstruktion von Geschlecht erörtert werden.

 

Susanne Schröter ist seit 2005 Inhaberin des Lehrstuhls für Südostasienkunde (Insulares Südostasien) an der Universität Passau.