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21.01.2015 15:01 Alter: 2 Jahre

„Musik und Literatur gegen den Faschismus“

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages werden unter der künstlerische Leitung von Prof. Marc Aisenbrey und Prof. Fredrik Schwenk Werke von Kompositionsstudierenden der Hochschule für Musik und Theater aufgeführt, welche vor dem Hintergrund der im vergangenen Jahr in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme präsentierten Ausstellung „Letzte Zeugen, Erinnerungen von Häftlingen der faschistischen Lager“ entstanden sind. Zwischen den Kompositionen werden Auszüge aus dem Roman „Die Wiege der Welt“ von Boris Pahor vorgetragen.

Die Veranstaltung findet statt am

Dienstag, den 27. Januar 2015
Im Fanny Hensel-Saal der Hochschule für Musik und Theater
Harvestehuder Weg 12, 20148 Hamburg

Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei

Im Juni 2014 fand, angeregt durch den Honorarkonsul der Republik Slowenien Prof. Dr. J. Ph. Reemtsma in der KZ-Gedenkstätte Neuengramme die Ausstellung „Letzte Zeugen, Erinnerungen von Häftlingen der faschistischen Lager“ statt. Aus diesem Anlass setzten sich Kompositionsstudierende der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg mit der Thematik auseinander und schufen eine Reihe von Werken, die sich mit Themen wie Unterdrückung, Identitätsverlust, kulturelle Fremdbestimmung, Deportation, Zwangsarbeit und politisch motiviertem Mord auseinandersetzen. Eine kleine Auswahl dieser Werke wurde bereits zur Ausstellungseröffnung aufgeführt.

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages, der an die Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 erinnert, werden nun alle im Rahmen des Projekts entstandenen Stücke vorgetragen. Zur Aufführung gelangen Werke von Niklas Anczykowski, Martin Donoso, Yuze He, Florian Huber, Anna Mikolajková, Jonathan Sievers und Benchao Yang. Daneben werden die Bilder der Fotografin Manca Juvan, die in der Ausstellung zu sehen waren, gezeigt. Zwischen den Kompositionen liest Marc Aisenbrey, Professor für Sprechbildung der HfMT, aus dem Roman „Die Wiege der Welt“ von Boris Pahor. Pahor widersetzte sich nach dem Ersten Weltkrieg den italienischen Besetzern, galt als Feind der Kommunisten und Faschisten und überlebte mehrere Konzentrationslager. Die erlebten Gräuel und die Problematik der Erinnerung verarbeitete er in verschiedenen Romanen.

Es wird um Anmeldung gebeten unter Tel. 040 / 39 99 91 30, per e-mail an iicamburgo@esteri.it oder direkt über die Internetseite des Istituto Italiano di Cultura Hamburg www.iicamburgo.esteri.it

Die Veranstaltung wird organisiert von der Hochschule für Musik und Theater in Zusammenarbeit mit dem Istituto Italiano und mit Unterstützung des Honorarkonsuls der Republik Slowenien in Hamburg