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31.03.2014 13:40 Alter: 3 Jahre

Musikschriftstellerei und -journalismus in Hamburg

Im Mittelpunkt steht Johann Mattheson (1681–1764) - Musiktheoretiker, Komponist, Diplomat, Sänger, Organist, Schriftsteller, Biograph, Journalist, Kritiker, Übersetzer und Mäzen

Wir laden Sie herzlich ein zu der ersten Veranstaltung der neuen Ringvorlesung „Musikschriftstellerei und -journalismus in Hamburg“ am

Sonntag, den 13. April 2014, 15:00   

im Lichtwark-Saal (Neanderstraße 22, 20459 Hamburg)

Das politische Wissen von der Musik. – Mattheson und die Anfänge des Musikjournalismus. 

PD Dr. Rainer Bayreuther (Freiburg i. Br.)

 

Musikalische Umrahmung:

Johann Mattheson: Sonate Nr. 4 D-Dur für Violine und B.c. aus „Der brauchbare Virtuoso“ op. 1

Hibiki Oshima, Violine; Isolde Zerer Kittel, Cembalo

 

Eintritt: frei

 

Konzept und Organisation:
Hochschule für Musik und Theater Hamburg: Prof. Dr. Wolfgang Hochstein, Simon Kannenberg
KomponistenQuartier Hamburg e.V.: Olaf Kirsch, Rita Strate
Mit freundlicher Unterstützung der Carl-Toepfer-Stiftung Hamburg.


Zum 250. Todestag Johann Matthesons veranstaltet die Hochschule für Musik und Theater Hamburg im Sommersemester 2014 eine Ringvorlesung zum Thema „Musikschriftstellerei und -journalismus in Hamburg“. Im Mittelpunkt steht das vielfältige Schaffen Johann Matthesons (1681–1764), der in Hamburg als Musiktheoretiker, Komponist, Diplomat, Sänger, Organist, Schriftsteller, Biograph, Journalist, Kritiker, Übersetzer und Mäzen wirkte. Trotz der Bandbreite seines Schaffens ist er mit seinem Hauptwerk Der Vollkommene Capellmeister (1739) bislang fast ausschließlich als einflussreichster Musiktheoretiker der Bach-Vater-Generation bekannt und wird daneben lediglich als Duell-Gegner Händels am Rande der Literatur erwähnt.

Eingeladen sind sieben Musikwissenschaftler und -journalisten aus Hamburg und auswärtige Gäste, Mattheson aus neuen Blickwinkeln zu betrachten und darüber hinaus aufzuzeigen, wie sich seine musikjournalistischen Impulse im 19. bzw. im 20./21. Jahrhundert weiterentwickelt haben. In der Vorlesung werden einerseits die politische Dimension in seinem Schaffen (Rainer Bayreuther), die Entwicklung seiner Biographieliteratur (Joachim Kremer), sein musikschriftstellerisches Werk als Ganzes (Gerhart Darmstadt), seine musiktheoretischen Schriften (Reinhard Bahr) und seine Rolle an der Gänsemarkt-Oper (Dorothea Schröder) beleuchtet. Helmut Brenner stellt den Hamburger Musikkritiker Ferdinand Pfohl als Repräsentant des ausgehenden 19. Jahrhunderts und sein Verhältnis zu Gustav Mahler vor. Und Joachim Mischke fragt schließlich nach den Herausforderungen des Musikjournalismus im 21. Jahrhundert: „Zwischen Qualität und Quote“.

Die Vorträge werden von Mitgliedern der HfMT in Zusammenarbeit mit dem Studio für Alte Musik musikalisch gestaltet. Dabei werden zahlreiche Werke Matthesons zum Klingen gebracht.

Die Ringvorlesung wird von der HfMT Hamburg (Prof. Dr. Wolfgang Hochstein, Simon Kannenberg) in Zusammenarbeit mit dem KomponistenQuartier Hamburg e.V. (Olaf Kirsch, Rita Strate) veranstaltet und von der Carl-Toepfer-Stiftung unterstützt. Alle Veranstaltungen finden im Lichtwarksaal (Neanderstraße 22) in unmittelbarer Nähe zum neu entstehenden KomponistenQuartier statt, wo im Laufe des Jahres 2014 die bestehenden Museen über Brahms und Telemann in einem ersten Schritt um eine Ausstellung über Carl Philipp Emanuel Bach ergänzt werden sollen.

 

Weitere Termine

(Lichtwarksaal │ Neanderstraße 22 │ 20459 Hamburg │ jeweils sonntags 15 Uhr)

 

27.04. Musikjournalismus für alle – zwischen Qualität und Quote?

Joachim Mischke (Hamburg)

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 („Mondscheinsonate“) - Prof. Hubert Rutkowski, Klavier

 

11.05. „Wider die modestie“ – Matthesons Biographik als Plädoyer für die moderne Musik

Prof. Dr. Joachim Kremer (Stuttgart)

Alexander Gergelyfi (Cembalo) spielt aus den Pièces de Clavecin von Johann Mattheson

25.05. Musikkritik am Ende des 19. Jahrhunderts am Beispiel Ferdinand Pfohls und seines Verhältnisses zu Gustav Mahler

Helmut Brenner (Meerbusch bei Düsseldorf)

Ferdinand Pfohl: Strandbilder op. 8 - Xiaoqiong Huang, Klavier

 

01.06. „Vertrefflicher Hiller, Sie wären der Mann dazu.“ – Ein Überblick über Matthesons Musik-Bücher

Vortrag und musikalische Gestaltung: Prof. Gerhart Darmstadt (Hamburg)

 

15.06. „In dieser harmonicalischen Republick …“ – Mattheson als Musiktheoretiker

Prof. Reinhard Bahr (Hamburg)

Werke von Johann Mattheson - Friederike Spangenberg, Cembalo, Isabel Röbstorf, Caroline Andreas und Lilli Pätzold, Blockflöten

 

29.06. Kollegen oder Konkurrenten? – Mattheson und die Komponisten der Hamburger Gänsemarkt-Oper

Prof. Dr. Dorothea Schröder (Cuxhaven)

Auszüge aus Matthesons Oper „Cleopatra“ - N.N.

Dateien:
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