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Neue Ringvorlesung "Skandal! Analytische Perspektiven auf ein fast alltägliches Phänomen" in der Hamburger Musikhochschule
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25.10.2012 06:21 Alter: 4 Jahre

Neue Ringvorlesung "Skandal! Analytische Perspektiven auf ein fast alltägliches Phänomen" in der Hamburger Musikhochschule

30.10.12 | 18 Uhr "Skandal im Kunstbetrieb: Gezieltes Provozieren von Edouard Manet bis Damien Hirst"

Juli 2012: Ein Hakenkreuz-Tattoo auf der Brust eines Sängers in Bayreuth, die eingeblendete südkoreanische Flagge bei einem Fußballspiel der nordkoreanischen Frauenmannschaft, …..Skandale begegnen uns fast täglich, es gibt sie in allen Bereichen. Ob kalkuliert oder nicht – sie provozieren, fordern heraus, haben Hochkonjunktur. Die neue Ringvorlesungsreihe des Netzwerks Studium generale Nord, ein Zusammenschluss norddeutscher Universitäten und Hochschulen, geht im Wintersemester 2012/13 diesem Phänomen nach.

 

Zu der nächsten Veranstaltung im Rahmen der neuen Ringvorlesung laden wir Sie herzlich ein:

 

Dienstag, 30.10.12  18:00 - 19:30  

Fanny Hensel-Saal der Hochschule für Musik und Theater

 

SKANDAL! im Kunstbetrieb: Gezieltes Provozieren von Edouard Manet bis Damien Hirst

Daniel Koep, Hamburger Kunsthalle

 

Eintritt: frei

Eine Kooperation von Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Universität Hamburg, Hafen City Universität Hamburg und Leuphana Universität Lüneburg.
Koordination:

Prof. Frank Böhme, Hochschule für Musik und Theater Hamburg / Prof. Dr. Marianne Schuller, Universität Hamburg / Miriam Wolf, HafenCity Universität Hamburg

Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie unter: http://tinyurl.com/skandal-wise12-13

 

Seit dem Beginn der Moderne sind Skandale fester Bestandteil der Geschichte der bildenden Künste. Sie erlauben die Diagnose vorherrschender Wertvorstellungen wie auch eine Verortung des Künstlers in der Gesellschaft. Längst ist so die Provokation im Wissen um ihr sicheres Medienecho zu einem kalkulierbaren Risiko und Mittel zum Erfolg geworden. Der Vortrag untersucht das Spektrum der Skandale, die einerseits, konventionell, zur Unterhaltung des Kunstpublikums dienen und andererseits, subversiv, die Gesellschaft, die Rolle des Werks und der Künstler selbst in Frage stellen können.

 

Dr. Daniel Koep

Studium der Kunstgeschichte in Bonn, Berlin und London. Promotion am Courtauld Institute of Art in London über den Bildhauer Gerhard Marcks und die Rezeptionsgeschichte der Antike in Deutschland von 1920 - 1970. Assistent des Direktors und Ausstellungskurator („Pop Life“) in der Hamburger Kunsthalle.

 

 

Termine und Themen der Ringvorlesungsreihe

Zeit und Ort:

dienstags, 18.00–19.30 Uhr, Fanny Hensel-Saal der HfMT, Harvestehuder Weg 12

 

6.11.2012 Die Skandale der US-Präsidenten –

zur Inszenierung von Politik und Moral im Weißen Haus

Steffen Burkhardt, Universität Hamburg

 

13.11.2012 Theaterskandale –

Variationen der Wahrnehmung

Mascha Wehrmann, HfMT

 

20.11.2012 Sündenböcke auf dem Schleudersitz.

Politiker-Rücktritte bei Skandalen

Michael Philipp, Kurator des Bucerius Kunst Forum

 

27.11.2012 Die Kunst des Weglassens –

Mode zwischen Inszenierung und Skandal

Miriam Wolf, HafenCity Universität Hamburg

 

4.12.2012 Schmutzige Füße.

Caravaggios Hl. Matthäus für die Contarelli-Kapelle

Iris Wenderholm, Universität Hamburg

 

11.12.2012 Das Hamburger Phosgenunglück von 1928

Henning Schweer, Wissenschaftshistoriker

 

18.12.2012 Tabubrüche von vorgestern? –

Zur Aktualität des Skandalons der Performance

Katrin Grögel, Leuphana Universität Lüneburg

 

8.1.2013 Der Skandal mit dem Skandal

Marianne Schuller, Universität Hamburg

 

15.1.2013 Bayreuths ‚inszenierte‘ Skandale –

Patrice Chereaus, Götz Friedrichs und Heiner Müllers

Wagner-Provokation: Wie Skandalinterpretationen Referenzcharakter

für die Wagner-Rezeption erhielten

 

Peter Krause, HfMT

22.1.2013 Original oder Fake?

Fälschungen im Kunstbetrieb

Claudia Banz, Museum für Kunst und Gewerbe

 

29.1.2013 Skandalöse Musik multimedial inszeniert:

Die interaktive Installation „re-rite. Du bist das Orchester!“

und Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps“

Annika Schmitz, Laeiszhalle und Elbphilharmonie

Hamburg, Frank Böhme, HfMT