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Neue Ringvorlesung "Skandal! Analytische Perspektiven auf ein fast alltägliches Phänomen" in der Hamburger Musikhochschule
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22.10.2012 15:41 Alter: 4 Jahre

Neue Ringvorlesung "Skandal! Analytische Perspektiven auf ein fast alltägliches Phänomen" in der Hamburger Musikhochschule

Auftakt der neuen Ringvorlesung am 23.10.12 | 18 Uhr mit "Komposition - Kompott – Kompost. Eine Skandalgeschichte der Musik"

Juli 2012: Ein Hakenkreuz-Tattoo auf der Brust eines Sängers in Bayreuth, die eingeblendete südkoreanische Flagge bei einem Fußballspiel der nordkoreanischen Frauenmannschaft, …..Skandale begegnen uns fast täglich, es gibt sie in allen Bereichen. Ob kalkuliert oder nicht – sie provozieren, fordern heraus, haben Hochkonjunktur.

 

Akteure und Mechanismen von Skandalen werden in der Vorlesungsreihe durchleuchtet

Die neue Ringvorlesungsreihe des Netzwerks Studium generale Nord, ein Zusammenschluss norddeutscher Universitäten und Hochschulen, geht im Wintersemester 2012/13 diesem Phänomen nach. Die Vorlesungsreihe wird die Skandale rekonstruieren, sie wird die einzelnen Akteure und ihre Rolle beleuchten und es werden die Mechanismen herausgearbeitet, die einer öffentlichen Empörung zu Grunde liegen.

Zu der ersten Veranstaltung im Rahmen der neuen Ringvorlesung laden wir Sie herzlich ein:

 

Dienstag, 23.10.12  18:00 - 19:30  

Fanny Hensel-Saal der Hochschule für Musik und Theater

 

SKANDAL!

Komposition - Kompott – Kompost. Eine Skandalgeschichte der Musik

Prof. Frank Böhme, Hochschule für Musik und Theater Hamburg

 

Eintritt: frei


Eine Kooperation von Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Universität Hamburg, Hafen City Universität Hamburg und Leuphana Universität Lüneburg.
Koordination:

Prof. Frank Böhme, Hochschule für Musik und Theater Hamburg / Prof. Dr. Marianne Schuller, Universität Hamburg / Miriam Wolf, HafenCity Universität Hamburg

Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie unter: http://www.hfmt-hamburg.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender/detail/?tx_hfmtevents_pi1%5BshowUid%5D=3376&tx_hfmtevents_pi1%5Bdate%5D=23.10.12&cHash=2e70e3ba9a3f776cec3f47f2934ea4e5

 

 

Spektakuläre Perspektive auf einen 100 Jahre alten Skandal

Im Rahmen der Reihe wird z. B. einer der größten Skandale der Musikgeschichte beleuchtet: Am 29. Mai 1913 kommt es in Paris bei der Uraufführung von Igor Strawinskys Ballettmusik „Le Sacre du Printemps“ zu Handgreiflichkeiten.

Die Elbphilharmonie Konzerte nehmen im Mai 2013 das 100jährige Jubiläum des Skandals zum Anlass, „re-rite.Du bist das Orchester!“ zu präsentieren – eine multimediale und interaktive Installation zu Strawinskys „Sacre“ im Kaispeicher der Elbphilharmonie. Die Orchesterinstrumente werden zum Greifen nah auf großflächige Leinwände projiziert. Nach Stimmgruppen getrennt sieht und hört man Streicher, Holz- und Blechbläser, kann in der Horngruppe sitzen, sich am Schlagwerk ausprobieren, zum Taktstock greifen oder im zentralen Schaltpult-Raum einzelne Klänge herauf- und herab regeln.

 

HfMT-Studierende werden Skandal-Guides

Für Studierende der HfMT gibt es außerdem die Möglichkeit, aktiver Teil dieses einmaligen Projekts zu werden: Im Rahmen von „re-rite. Du bist das Orchester!“ bilden HfMT und Elbphilharmonie gemeinsam Guides aus, die Besucher durch die multimediale und interaktive Installation führen.

 

 

Termine und Themen der Ringvorlesungsreihe

Zeit und Ort:

dienstags, 18.00–19.30 Uhr, Fanny Hensel-Saal der HfMT, Harvestehuder Weg 12

 

23.10.2012 Komposition – Kompott – Kompost.

Eine Skandalgeschichte der Musik

Frank Böhme, HfMT

 

30.10.2012 Skandal im Kunstbetrieb: Gezieltes

Provozieren von Edouard Manet bis Damien Hirst

Daniel Koep, Hamburger Kunsthalle

 

6.11.2012 Die Skandale der US-Präsidenten –

zur Inszenierung von Politik und Moral im Weißen Haus

Steffen Burkhardt, Universität Hamburg

 

13.11.2012 Theaterskandale –

Variationen der Wahrnehmung

Mascha Wehrmann, HfMT

 

20.11.2012 Sündenböcke auf dem Schleudersitz.

Politiker-Rücktritte bei Skandalen

Michael Philipp, Kurator des Bucerius Kunst Forum

 

27.11.2012 Die Kunst des Weglassens –

Mode zwischen Inszenierung und Skandal

Miriam Wolf, HafenCity Universität Hamburg

 

4.12.2012 Schmutzige Füße.

Caravaggios Hl. Matthäus für die Contarelli-Kapelle

Iris Wenderholm, Universität Hamburg

 

11.12.2012 Das Hamburger Phosgenunglück von 1928

Henning Schweer, Wissenschaftshistoriker

 

18.12.2012 Tabubrüche von vorgestern? –

Zur Aktualität des Skandalons der Performance

Katrin Grögel, Leuphana Universität Lüneburg

 

8.1.2013 Der Skandal mit dem Skandal

Marianne Schuller, Universität Hamburg

 

15.1.2013 Bayreuths ‚inszenierte‘ Skandale –

Patrice Chereaus, Götz Friedrichs und Heiner Müllers

Wagner-Provokation: Wie Skandalinterpretationen Referenzcharakter

für die Wagner-Rezeption erhielten

 

Peter Krause, HfMT

22.1.2013 Original oder Fake?

Fälschungen im Kunstbetrieb

Claudia Banz, Museum für Kunst und Gewerbe

 

29.1.2013 Skandalöse Musik multimedial inszeniert:

Die interaktive Installation „re-rite. Du bist das Orchester!“

und Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps“

Annika Schmitz, Laeiszhalle und Elbphilharmonie

Hamburg, Frank Böhme, HfMT