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24.10.2012 08:23 Alter: 4 Jahre

Neue Studien zu Johann Adolf Hasse erschienen

Joseph Haydn verehrte ihn als Vorbild, Wolfgang Amadeus Mozart wollte gar "unsterblich werden" wie er: Johann Adolf Hasse war als Komponist unbestreitbar das Idol der Epoche des Spätbarock. Auch die Hamburger Hochschule für Musik und Theater ist dem Werk Hasses, der 1699 als Sohn eines Organisten im heutigen Hamburger Stadtteil Bergedorf zur Welt kam, durch das Hasse-Institut an der Hochschule sehr verbunden.

Hasses grazile, klangschöne, sinnenfrohe und unverwechselbar ausdrucksvolle Musik vermag auch heute noch zu gefallen und zu überzeugen und wird zunehmend wiederentdeckt. Soeben ist daher im Carus-Verlag Stuttgart bereits der 7. Band der "Hasse-Studien" erschienen: Neben Prof. Dr. Reinhard Wiesend (Emeritus der Universität Mainz) ist der Hamburger Musikhochschullehrer Prof. Dr. Wolfgang Hochstein (und Direktor des Hasse-Instituts) einer der Herausgeber der "Hasse-Studien". Bei dieser Schriftenreihe handelt es sich um eine Publikation der Hasse-Gesellschaft Bergedorf e.V., in der in unregelmäßiger Reihenfolge neue Forschungsbeiträge zu Leben und Schaffen des Komponisten Johann Adolf Hasse (1699-1783) und zum Wirken der Hasse-Gesellschaft veröffentlicht werden.

 

 

Hintergrundinformationen

 

Zur Biographie Johann Adolf Hasses

Die künstlerische Laufbahn Hasses begann in Hamburg und führte ihn u. a. nach Neapel, Venedig und Mailand. Hasse stieg neben Händel, Salieri, Pergolesi und Vivaldi zu einem der berühmtesten Opernkomponisten seiner Epoche auf. Italien, wo er von Venedig bis Neapel mit seinen Opern erfolgreich war, feierte ihn als „Il divino Sassone“, als „göttlichen Sachsen“, in Dresden leitete der Musiker drei Jahrzehnte lang als Hofkapellmeister die Oper und baute sie zu einer der glanzvollsten Europas auf.

 

Im 7. Band der "Hasse-Studien" ist z. B. ein Beitrag von Dr. Ortrun Landmann enthalten, in dem die ehemalige Musik-Fachreferentin der Sächsischen Landesbibliothek und RISM-Arbeitsstellenleiterin neue Quellenfunde zu Hasses Wirkungszeit in Dresden vorlegt und kommentiert. Prof. Dr. Alina Żórawska-Witkowska vom Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Warschau erörtert die Musikausübung zu Hasses Zeit am polnischen Hof Augusts III., und Dr. Milada Jonášová - die Trägerin des ersten Preises der Hasse-Stiftung - erörtert die umtextierte Verwendung Hassescher Opernarien am Veitsdom in Prag. Auf das Hasse-Bild in der Musikpublizistik des 18. und 19. Jahrhunderts geht Prof. Dr. Hans-Günter Ottenberg vom Musikwissenschaftlichen Institut der TU Dresden näher ein. Beiträge zur 100jährigen Geschichte der Bergedorfer Hasse-Gesellschaft von Julia Nörenberg und Nachrufe auf verstorbene Förderer der Hasse-Gesellschaft runden die Neuerscheinung ab.

Der Band kann über den Buch- und Musikalienhandel oder über die Hasse-Gesellschaft Bergedorf bezogen werden (www.hasse-gesellschaft-bergedorf.de)