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29.01.2010 18:43 Alter: 7 Jahre

Öffentlicher Meisterkurs mit Robert Holl in der Musikhochschule

Öffentlicher Meisterkurs Gesang

vom 1. - 4. Februar,

(Mo und Mi 10-17 Uhr, Di und Do 10-16 Uhr)

im Forum der Hochschule für Musik und Theater

mit dem international renommierten Sänger Robert Holl.

 

Robert Holl arbeitet mit fortgeschrittenen Gesangsstudierenden aus den Bereichen Gesang, Oper und Liedgestaltung.

Holl ist einer der bedeutendsten Sänger unserer Zeit, der sich einen besonderen Ruf als Kenner und Interpret der Lieder Schuberts und Schumanns erworben hat. Daher hat der Kurs, der sich ganz auf den Liedbereich konzentriert, auch einen entsprechenden inhaltlichen Schwerpunkt.

Es dürfte für die Gesangsstudierenden zudem von höchstem Interesse sein, mit einem Sänger zu arbeiten, der in gleichem Maße internationale Anerkennung mit Wagner wie mit Schubert genießt und sein Publikum im intimen Lied ebenso begeistert wie im schweren Opernfach. Ihm dabei zuzuschauen und zuzuhören, dürfte auch für ein breites Publikum spannend sein.

Nicht nur als Liedsänger, auch als Liedkomponist ist Robert Holl her-vorgetreten. Er verbindet künstlerische Intuition mit profunder struktureller und analytischer Einsichtnahme zu einer interpretatorischen Gesamtschau auf höchstem Niveau. Dies wird nicht nur den Ge-sangsstudierenden, sondern auch ihren Klavierpartnern sehr zugute kommen.

 

 

VITA

Robert Holl wurde in Rotterdam geboren und absolvierte hier auch seine Studien bei Jan Veth und David Hollestelle. Von 1973 bis 1975 war er Mit-glied der Bayerischen Staatsoper München, danach längere Zeit vorwie-gend als Konzertsänger tätig und arbeitete regelmäßig mit Dirigenten wie Eugen Jochum, Karl Richter und Wolfgang Sawallisch

 

Seit einiger Zeit ist er wieder mehr in Opernproduktionen zu hören und zu sehen: Er war Gast an der Wiener Staatsoper, der Brüsseler Oper und seit 1991 am Zürcher Opernhaus mit Partien wie Sprecher und Sarastro in "Die Zauberflöte" oder Basilio im "Barbier von Sevilla" unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt und Franz Welser-Möst.

 

An der Deutschen Staatsoper Berlin trat Robert Holl unter Daniel Barenboim als Landgraf Hermann in "Tannhäuser", als Hans Sachs in "Die Meistersinger von Nürnberg", als Daland in "Der Fliegende Holländer" und als Komtur in "Don Giovanni" auf. Auch in den folgenden Spielzeiten gastierte Robert Holl an der Deutschen Staatsoper Berlin, an der Wiener Staatsoper und an der Hamburgischen Staatsoper mit großen Partien des Wagnerfaches wie Landgraf Hermann, Hans Sachs oder König Marke. An der Wiener Staatsoper war Robert Holl in den Spielzeiten 2006/07 und 2007/08 als Pimen / BORIS GODUNOW (Neuproduktion unter Daniele Gatti im Mai 2007) zu hören.

 

Bei den Bayreuther Festspielen war Robert Holl seit 1996 als Hans Sachs in "Die Meistersinger von Nürnberg" zu hören und wurde für seine Leistung hoch gelobt. Im Sommer 2004 verkörperte er in Bayreuth erstmals die Partie des Gurnemanz in einer Neuproduktion von Wagners "Parsifal" unter der künstlerischen Leitung von Pierre Boulez. Seit 2008 singt Robert Holl bei den Bayreuther Festspielen die Partie König Marke unter der Leitung von Peter Schneider.

 

Neben seinem Engagement an diversen Opernhäusern hat sich Robert Holl einen Namen als erfolgreicher Konzertsänger gemacht. Er hat unter den renommiertesten Dirigenten Europas und den USA in Europa, Amerika und Japan gesungen. Robert Holl gilt als einer der großen Liedsänger unserer Zeit. Seine besondere Vorliebe gilt dem deutschen und dem russischen Lied.

 

Robert Holl komponiert selbst Lieder und Klavierstücke, die zum Teil vom renommierten Musikverlag Doblinger herausgegeben und auf CD erschie-nen sind. Neben seiner Tätigkeit als Sänger hält er regelmäßig Meisterkur-se. Weiters ist Robert Holl künstlerischer Leiter von "Schubertiaden" in Hol-land und Österreich.

 

Im Oktober 1990 wurde Robert Holl der Kammersänger Titel verliehen, im März 1997 wurde er Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, im Juli 1997 Ehrenmitglied des Festivals "Carinthischer Sommer". 1998 wurde er zum ordentlichen Professor für Lied und Oratorium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien ernannt.