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07.01.2008 15:55 Alter: 9 Jahre

"Orpheus und Eurydike" - Vom Mythenbild zum Menschenbild

Ringvorlesung Gender Studies IX:

Männerbilder - Frauenbilder - Menschenbilder: Paare

 

mit dem Vortrag

 

Musiktheatralische Befragungen: Paare auf der Bühne

 

am Dienstag, 15. Januar 2008

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Referent: Prof. Dominik Neuner, HfMT Hamburg

Anschließend:

In einer Arbeitsprobe mit zwei Studentinnen der Opernklasse wird Dominik Neuner eine Szene aus "Orfeo ed Euridice" von Ch.W.Gluck vorstellen

 

Eintritt frei.

 

Vom Mythenbild zum Menschenbild: "Orpheus und Eurydike"

Eine Geschichte aus der Urzeit unserer Zivilisation gibt dem Regisseur Dominik Neuner die Gelegenheit, über mythenbehaftete Menschenbilder aus patriarchalen Zeiten nachzudenken. Orpheus, der Sänger, Künstler, Grenzgänger zwischen Leben und Tod, der die Allmacht der Liebe kunstvoll beschwört und glaubt, damit Eurydike dem Totenreich entreißen zu können. Sein Unterfangen scheitert am Zweifel, am verbotenen Blick zurück. Was hat es mit diesem Blick auf sich? Dominik Neuner reflektiert die nahverwandten Liebes- und Todesobsessionen in ihrer mythischen Ausprägung ins Heute. Dabei wird dem "Liebesgegenstand Eurydike" ein souveränes Frauenbild entgegengesetzt.

 

Dominik Neuner, geboren in Basel, studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart und arbeitete als Dramaturg, Bühnenbildner, Oberspielleiter und Operndirektor im In- und Ausland. Neben Essays und Vorträgen zu Rezeptionsfragen des Musiktheaters erschienen 1991/92 die Biographien "Mozart auf Reisen" und "Rossini"; es folgten die deutschen Übersetzungen der Rossiniopern "Adina" und "La Gazetta". Dominik Neuner ist neben seiner Tätigkeit als Regisseur Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.