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13.11.2015 11:44 Alter: 1 Jahre

Pelléas et Mélisande - Oper von Claude Debussy

Mit der Premiere der Debussy-Oper „Pelléas et Mélisande“ am 12. November hat die Theaterakademie ihr neues Domizil im TheaterQuartier Gaußstraße 190 in Altona eröffnet. Weitere Vorstellungen finden am 15., 18. und 20. November, jeweils um 19:30 Uhr, statt.

Eine einsame Frau am Brunnen, ein Prinz, der sie mit auf sein Schloss nimmt – und dessen attraktiver jüngerer Bruder. Eigentlich scheint das Drama um Pelléas und Melisande eine klassische Dreiecksgeschichte zu sein, verpackt in ein Märchen voller poetischer Bilder. Maurice Maeterlinck, der Dichter der dem Sprechtheater zugedachten Vorlage, öffnet den symbolistischen Zauberkasten vor allem, um die tiefen Abgründe im Inneren eines jeden Menschen, die Ausweglosigkeit, die Überforderung und den Fatalismus des in Umwertung begriffenen Lebens des Fin de Siècle spürbar zu machen. Die Figuren suchen nach der Erfüllung ihrer Sehnsüchte in dieser Märchenwelt, nach Freiräumen jenseits des tristen Alltags. Doch diese andere Welt wird zum Vergrößerungsspiegel der realen Probleme.

Luise Kautz, Regieabsolventin der Theaterakademie Hamburg, nähert sich in ihrer Inszenierung Debussys Oper über das Moment des Endzeitlichen an und schafft eine Atmosphäre der Ruhe nach dem Sturm, die wie ein Schleier über das ganze Werk gebreitet ist.

Musikalische Leitung: Vladimir Yaskorski

Regie: Luise Kautz
Bühne: Lani Tran-Duc
Kostüm: Hannah Barbara Bachmann
Video: Simon Janssen
Dramaturgie: Antonia Goldhammer
Arrangement: Steven Tanoto
mit: Robert Elibay-Hartog, Soomi Hong, Joachim Kruse, Estelle Lefort, Johannes Leuschner, Jannes Lüth und Yannick Spanier

Eintritt: € 20,--

Konzertkasse Gerdes, Rothenbaumchaussee 77

Tel.: (040) 45 33 26 oder 44 02 98