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Opernpremiere statt Fussball: Sonntag │ 1. Juni 2014 │ 19 Uhr │ Forum der Musikhochschule - Die große Sommeroper der Opernklasse - Ravel/Poulenc/Hindemith
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27.05.2014 20:27 Alter: 3 Jahre

Opernpremiere statt Fussball: Sonntag │ 1. Juni 2014 │ 19 Uhr │ Forum der Musikhochschule - Die große Sommeroper der Opernklasse - Ravel/Poulenc/Hindemith

Florian-Malte Leibrecht verwebt die Handlungsstränge der drei Opern mit dem Garn einer psychoanalytischen Lesart.

Foto: Peter Vogel, Hamburg

Wir laden Sie herzlich zur großen Sommeroper der Opernklasse mit  

Maurice Ravel: Das Kind und der Zauberspuk

Francis Poulenc: Die Brüste des Tiresias

Paul Hindemith: Sancta Susanna

 

MUSIKALISCHE LEITUNG Siegfried Schwab

INSZENIERUNG Florian-Malte Leibrecht

BÜHNENBILD Markus Meyer

KOSTÜME Catharina Rusitska

MIT den Sängerinnen und Sängern der Opernklasse und der Schola Cantorosa. 

Eintritt: € 25,00, Schüler und Studierende: € 10,00.

Pressefotos unter https://copy.com/Fab8FOVPPsi6 - Peter Vogel, Hamburg,  www.peter-vogel.de

Von einem Kind, das außer Rand und Band gerät, über eine Ehefrau, die ihr Geschlecht wechselt, und ihrem Ehemann, der das Gebären erprobt, bis zu einer Nonne, die ihr sexuelles Verlangen entdeckt, entstehen an diesem Opernabend ungeahnte Sinnzusammenhänge – und dies über die Werkgrenzen hinaus. Denn für die diesjährige große Sommerproduktion der Opernklasse geht Regisseur Florian-Malte Leibrecht neue Wege, indem er drei weniger bekannte Einakter raffiniert zu einem psychoanalytischen Opern-Triptychon verknüpft.

 

Eröffnen wird die Inszenierung Maurice Ravels „Das Kind und der Zauberspuk“ (L'Enfant et les Sortilèges), in der ein Kind mit anarchischer Zerstörungswut gegen die Welt der Erwachsenen rebelliert. Der französische Pianist und Komponist Francis Poulenc (1899-1963) vertonte durch seine Nähe zu Schriftstellern eine Reihe von literarischen Texten – insbesondere Gedichte Paul Éluards und Werke Guillaume Apollinaires, auf dessen Drama Les mamelles de Tirésias die 1947 uraufgeführte Oper „Die Brüste des Tiresias“ basiert, die das Herzstück des Operntriptychons bildet. Leibrecht: „Die ganze Geschichte von Apollinaire ist absolut verrückt und surreal, dadaistisch erzählt und wird von Poulenc in einer ‚opera comique‘ großartig revuehaft umgesetzt.“ Von dieser verspielt-kritischen Reflexion über Geschlechterrollen geht es zum harschen Aufeinanderprallen von unterdrückter Sexualität mit den klösterlichen Zwängen und Verboten in Paul Hindemiths Skandalstück Sancta Susanna.

 

Florian-Malte Leibrecht verwebt die Handlungsstränge der drei Opern mit dem Garn einer psychoanalytischen Lesart. So finden sich die Darsteller jeweils zu Beginn in dem kühlen Wartezimmer eines ominösen Psychiaters wieder. Entfliehen können die Figuren dieser zweifelhaften Psychoanalyse nur in surreale Welten, in denen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Vorstellung, Realität und Traum für (fast) alle Beteiligten verschwimmen.

B-Premiere: Di., 3.6.2014 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen:

Do., 5.6. 19.30 Uhr

Sa., 7.6. 19.00 Uhr

Mo., 9.6. 18.00 Uhr

Sa., 21.6. 18.00 Uhr

Fr., 27.6. 19.30 Uhr

So., 29.6. 18.00 Uhr

Fr., 4.7. 19.30 Uhr