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05.07.2011 18:47 Alter: 5 Jahre

Professorentitel für Niels-Peter Rudolph

Prof. Elmar Lampson, Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, überreichte heute Niels-Peter Rudolph im Rahmen eines kleinen Festaktes die Urkunde, mit der ihm die akademische Bezeichnung "Professor" verliehen wurde.

Niels Peter Rudolph

Der Hochschulsenat hatte in seiner Sitzung am 8. Juni 2011 der Ehrung einstimmig zugestimmt. Lampson betonte in seiner Würdigung, dass "mit der Verleihung dieses Titels nicht nur Niels-Peter Rudolph geehrt wird, sondern auch die Hochschule ihrerseits sich geehrt fühlt, dass einer der ganz wichtigen Regisseure und Intendanten des deutschsprachigen Theaters auch die nächsten Jahre an der Hochschule wirken wird".

Der Direktor der Theaterakademie, Prof. Michael Börgerding, gratulierte Rudolph herzlich: "Niels-Peter Rudolph war mir persönlich in meinen Jahren als Direktor der Theaterakademie von Beginn an ein wichtiger und immer loyaler Partner, mit dem ich mich immer wieder austauschen konnte und von dessen großem Erfahrungswissen ich immer wieder profitieren konnte".

 

Niels-Peter Rudolph ist seit über 10 Jahren Gastdozent, Vertretungsprofessor und Lehrbeauftragter in den Regiestudiengängen der Theaterakademie der Hochschule. Er unterrichtet Regie, betreut zahlreiche Projekte, inszeniert Schauspiel- und Opernproduktionen im Forum und war und ist für die Studierenden der Regie-, Schauspiel- und Gesangsstudiengänge stets als wichtiger Gesprächspartner präsent.

 

Rudolph, geboren 1940, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften in Kiel und Berlin. In dieser Zeit Arbeit an Studentenbühnen als Schauspieler und junger Regisseur. Für mehrere Jahre Regieassistent bei Hans Schalla am Schauspielhaus Bochum. Hier entstanden ab 1963 die ersten Inszenierungen klassischer und moderner Stücke.

Zwischen 1968 und 1971 folgten weitere Inszenierungen, ehe Rudolph 1972 für ein Jahr Schauspieldirektor in Basel wurde. Ab 1973 inszenierte er abwechselnd in Hamburg und Stuttgart, darunter Shakespeare, Carlo Goldoni und Botho Strauß. In den Jahren 1975 bis 1979 Aufbau des Stuttgarter Schauspiels zusammen mit Claus Peymann und Hermann Beil. Tschechows "Onkel Vanja“ am Schillertheater Berlin und Strauß „Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle“ aus Stuttgart wurden beide 1976 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Zwischen 1977-79 waren seine Inszenierungen fester Bestandteil des Berliner Theatertreffens. Insgesamt war er dort mit 8 Nominierungen vertreten. 1977 wurde Rudolph mit dem Deutschen Kritkerpreis ausgezeichnet.

1979 wurde Rudolph Intendant des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Parallel dazu Erfindung und Aufbau der Hamburger Kampnagel-Fabrik für experimentelles Schauspiel- und Musiktheater. 1984 erklärte Rudolph seinen Rücktritt als Intendant, trotz seines bis 1988 verlängerten Vertrages. Seit 1986 wieder freier Regisseur für Oper und Schauspiel u.a. in Wien, Helsinki, München, Stuttgart und Berlin, bei den Schwetzinger Festspielen, den Wiener Festwochen etc.

Von 1997 - 2005 hatte Rudolph eine C4 Professur für Musiktheaterregie an der Folkwang-Hochschule Essen inne und war dort verantwortlich für zahlreiche Musiktheater- und Opernproduktionen.