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03.12.2012 15:05 Alter: 4 Jahre

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XIV

Die „Lisztomanie“ oder wie sollten Frauen im 19. Jahrhundert fühlen?   11. Dezember 2012 | 18 Uhr | HfMT

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der Veranstaltung

 

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XIV:

 

„Die Musik ist ein Weib“ (Richard Wagner)

zuschreiben – einschreiben - gegenschreiben

 

am Dienstag, dem 11. Dezember 2012

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

 

Dekonstruieren

Die „Lisztomanie“ oder wie sollten Frauen im 19. Jahrhundert fühlen?

 

Vortrag von Anabelle Spallek, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin

 

Musikprogramm:

Tomoka Shigeno, HfMT Hamburg, spielt die Ballade Nr. 2 h-Moll für Klavier von Franz Liszt

 

Eintritt frei.

 

Franz Liszt in Berlin

Im Winter 1841/42 feierte der Klaviervirtuose Franz Liszt in der preußischen Hauptstadt Berlin einen seiner größten Erfolge. Für das Verhalten seiner Verehrer erfand eine Berliner Zeitungskritik den Begriff der „Lisztomanie“. Besonders das Verhalten der Frauen stand im Fokus der Öffentlichkeit. Am Beispiel der Liszt-Rezeption wird im Vortrag untersucht, wie kulturelle Ordnungsvorstellungen von Geschlecht und Gefühl im 19. Jahrhundert ausgehandelt wurden. Gerade die bürgerliche Kritik an den weiblichen Verehrerinnen zeigt, wie soziale Fühl- und Ausdrucksregeln von Geschlechternormen abhingen.

 

Anabelle Spallek studierte Geschichte und Historische Musikwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit November 2010 ist sie Promotionsstipendiatin in der Max-Planck-Forschungsgruppe „Gefühlte Gemeinschaften? Emotionen im Musikleben Europas“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Ihr Dissertationsprojekt untersucht die „Lisztomanie im europäischen Musikleben des 19. Jahrhunderts. Gefühle und Gemeinschaften in der Rezeption von Liszt als Genie“ aus einer kulturgeschichtlichen Perspektive.

 

Tomoka Shigeno wurde 1988 in Hiroshima (Japan) geboren. Sie erhielt ab ihrem 9. Lebensjahr regelmäßig Klavierunterricht bei ihrer Mutter, ab 2004 in England bei Ruth Nye an der Yehudi Menuhin School und später am Royal College of Music in London. Seit 2011 studiert sie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in der Klasse von Ralf Nattkemper Klavier.

Tomoka Shigeno ist bereits eine erfahrene Kammermusikerin und Solistin (u.a. mit den London Mozart Players) und gewann verschiedene Preise und Auszeichnungen.

 

Organisation und Abendgestaltung:

Prof. Dr. Beatrix Borchard und Martina Bick, M.A.