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30.01.2013 15:38 Alter: 4 Jahre

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XIV:

Die Musikschriftstellerin Marie Lipsius - 5. Februar 2013 | 18 Uhr | Mendelssohn Saal der HfMT

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der Veranstaltung

 

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XIV:

„Die Musik ist ein Weib“ (Richard Wagner)

zuschreiben – einschreiben - gegenschreiben

 

am Dienstag, dem 5. Februar 2013

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

 

Sich einschreiben:

Die Musikschriftstellerin Marie Lipsius (1837-1927)

 

Vortrag von Lisbeth Suhrcke, Universität Oldenburg

 

Lesung aus Texten von La Mara, d.i. Marie Lipsius: Sophie Kraus,  HfMT Hamburg.

 

Eintritt frei.

 

Zuschreiben – einschreiben – gegenschreiben? Portrait einer Musikschriftstellerin im 19. Jahrhundert

Hans von Bülow nannte sie die „Gräfin Bio“: Die Musikschriftstellerin Marie Lipsius schuf mit ihren mehr als 70 biographischen Skizzen über bekannte Komponisten und Interpretinnen ein reiches Bild des Musiklebens ihrer Zeit. Ihre Studien erschienen in Wochenzeitschriften, Illustrierten und der Fachpresse; und wegen ihres großen Leserzuspruchs wurden sie zusätzlich als „Musikalische Studienköpfe“ in Buchform veröffentlicht und mehrfach aufgelegt.

In der Auswahl der Biographierten, in der Struktur der Lebensbeschreibungen und in der Bewertung der musikhistorischen Bedeutung einzelner Musikerinnen und Musiker nahm Marie Lipsius (Geschlechter-)Zuschreibungen vor, die im Vortrag näher beleuchtet werden sollen. Auch die Rezeption der Autorin ist von solchen Zuschreibungen geprägt, worauf ebenfalls eingegangen werden soll, um zu erklären, warum der Popularität von Marie Lipsius zu Lebzeiten ein stetiges Vergessen nach ihrem Tod gegenüber steht.

 

 

Lisbeth Suhrcke studierte Kulturwissenschaft, Musikwissenschaft, Soziologie und Journalistik an den Universitäten Leipzig und Bremen und schloss ihre Studien 2009 an der Universität Bremen mit einer Magisterarbeit ab mit dem Thema: Wie die Neuen Medien ins Museum kamen. Eine Diskursgeschichte digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien in der museumspädagogischen Arbeit, betreut durch Prof. Dr. Dorle Dracklé.

2009 erhielt sie das Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendium im Strukturierten Promotionsprogramm „Erinnerung – Wahrnehmung – Bedeutung. Musikwissenschaft als Geisteswissenschaft“ des Landes Niedersachsen. Ihre Dissertation zum Thema Das publizistische Werk von Marie Lipsius (1837-1927) in der formativen Phase der Musikwissenschaft. Ein Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte wird durch Prof. Dr. Melanie Unseld an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg betreut.

Organisation und Abendgestaltung:

Prof. Dr. Beatrix Borchard und Martina Bick, M.A.