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23.01.2014 09:59 Alter: 3 Jahre

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XV

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) – der „große“ Bach – Profile eines „Originalgenies“

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der

 

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XV:

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) –

der „große“ Bach – Profile eines „Originalgenies“

 

am Dienstag, dem 28. Januar 2014

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg

 

mit dem Thema

Der „zweyte Theil“ der Clavierschule Carl Philipp

Emanuel Bachs (Berlin 1762) im Generalbass- und

Improvisationsunterricht

 

Vortrag und Musikprogramm: Prof. Volkhardt Preuß und Studierende der HfMT Hamburg

 

Eintritt frei.

Unterweisung über die wahre Art, das Clavier zu spielen

Was ist Freiheit und wie unterrichtet man sie? Das ist das große Thema des zweiten Teiles von C. Ph. E. Bachs „Versuch über die wahre Art, das Clavier zu spielen“. Dieses umfangreiche Buch geht viel weiter, als der Titel nahelegt. Es ist keine reine Clavierschule. Musik wird in ihrer ganzen Breite vermittelt, das ist die „wahre Art“. Daher noch einmal die Frage: Was heißt „Freyheit“? Dieser Begriff ist verknüpft mit dem der „Unwägbarkeit“: die enorme aufführungspraktische und ornamentale Bandbreite, die ein ausnotierter Notentext zulässt, ist für das Generalbassspiel nochmals eine Steigerung des Unwägbaren, da die rechte Hand nicht notiert ist. Wie macht man das? Der letzte eindrucksvolle Schritt schließlich ist die Improvisation, die „freye Fantasie“ - also das vollkommene Fehlen eines vorgegebenen Textes. Welche Methode der Unterweisung bietet C. Ph. E. Bach an? (Hat er überhaupt eine?) Wie unterscheidet sie sich von anderen Quellen der Zeit? Wie kann man eine solche abstrahieren, um sie für den heutigen Unterricht nutzbar zu machen? Wir werden uns an diesem Abend von C.Ph.E. Bach an die Hand nehmen lassen, als, wie er schreibt, „vernünftige Kenner“.

 

Prof. Volkhardt Preuß studierte Komposition, Musiktheorie und Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, daneben Italienisch und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg. Zunächst Lehrbeauftragter für Improvisation und Generalbass, wurde er 1991 Professor für Musiktheorie, Komposition und historisch stilgebundene Improvisation. Letzteres ist sein Unterrichts- und Forschungsschwerpunkt. Daneben hält er Vorlesungen und Seminare für Kontrapunkt und Formenlehre an der Hochschule für Künste in Bremen.

 

Organisation und Abendgestaltung:

Prof. Dr. Beatrix Borchard und Martina Bick, M.A. in Zusammenarbeit mit dem Studio für Alte Musik der HfMT Hamburg.