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19.01.2015 15:55 Alter: 2 Jahre

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XVI: Familie – Freundschaft – Konstellationen

Entwicklungspfade feministischer Musikwissenschaft - 27.01.2015-18 Uhr-Mendelssohn Saal der HfMT

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der nächsten Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XVI

 

am Dienstag, dem 27. Januar 2015

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg

 

mit dem Thema

 

Entwicklungspfade feministischer Musikwissenschaft:  vom „Archiv Frau und Musik“ zum

Komponist_innendiskurs im Musikjounalismus heute

 

Vortrag von Elisabeth Treydte, M.A., Hochschule für Musik und Theater Hamburg

(Der geplante Vortrag von Prof. Dr. Annegret Huber aus Wien fällt leider aus.)

 

Musikprogramm:

Maria Bychkova, HMTM Hannover, spielt den ersten Satz der Klaviersonate op. 21 in c-Moll von Cécil Chaminade (1895)

 

Eintritt frei.

 

Möglichkeiten und Grenzen feministischer Musikforschung

Konstellationen können – ganz allgemeinsprachlich - Situationen des Zusammentreffens durchaus außergewöhnlicher Umstände und Gegebenheiten umfassen. Als ein Zusammentreffen solcher Art mag auch jenes einer Gruppe von Instrumentalistinnen, Komponistinnen und Dirigentinnen umschrieben sein, die sich Ende der 1970er Jahre in einem Kölner Wohnzimmer zusammenfand, um eine fundamentale Lücke in Musikausübung und Musikwissenschaft zu schließen. Der somit damals neu entstandene Internationale Arbeitskreis Frau und Musik begründete mit diesem Zusammentreffen die Frauenmusikforschung im deutschsprachigen Raum. Von dieser Konstellation der musikschaffenden Frauen aus wurde die feministische Musikforschung in den folgenden Jahren weiter vorangetrieben: Ihre Pfade verlaufen von einer biografischen Frauenforschung über die Männlichkeitsforschung bis hin zur Geschlechter(verhältnis)forschung. Eben diesen Entwicklungspfaden der feministisch geprägten Musikwissenschaft soll anhand von Beispielen wie der archivarischen oder diskursanalytischen Arbeit nachgegangen werden, um Möglichkeiten und Grenzen dieser Forschungen zu illustrieren.

 

Elisabeth Treydte studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Romanistik in Frankfurt/M. und Wien. Von 2011-2014 war sie für das „Archiv Frau und Musik“ in Frankfurt/M. tätig. Seit Dezember 2014 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HfMT Hamburg und promoviert über musikwissenschaftliche Geschlechterforschung.

 

Maria Bychkova wurde 1983 in Kiew (Ukraine) geboren. Sie erhielt mit fünf Jahren ihren ersten Klavierunterricht. Nach dem Studium an der Musikschule in Kiew studiert sie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover Klavier (in der Klasse von Prof. Bernd Goetzke) sowie Historische Musikwissenschaft. Während des Studiums nahm Maria Bychkova an vielen Wettbewerben und Master-Kursen teil (unter anderem als Austauschstudentin im Australian Institute of Music, Sydney). Bisher war sie bei verschiedenen Solo- und Kammerkonzerten sowie als Solistin bei Orchesterkonzerten zu hören. Im 2012 promoviert sie an der HMTM Hannover unter Betreuung von Prof. Dr. Stefan Weiss mit einer Dissertation zum Thema „Russische Musikinstitutionen in Berlin in den 1920er Jahren: zur Struktur eines Netzwerkes im Exil“ und ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig im Rahmen des DFG-Projektes „Deutsch-russische Musikbeziehungen 1917-1933: Analyse und Dokumentation“.

 

 

Moderation, Abendgestaltung und Organisation: Prof. Dr. Beatrix Borchard, Prof. Dr. Nina Noeske und Martina Bick, M.A.