Deutsch
English
< zurück
03.02.2015 16:44 Alter: 2 Jahre

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XVI: Familie – Freundschaft – Konstellationen

Muss es sein? – Quartettfamilien │ 10. Februar 2015 │ 18.00 Uhr │ Mendelssohnsaal der HfMT

Fotograf: Achim Multhaupt

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der

 

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XVI:

Familie – Freundschaft – Konstellationen

 

am Dienstag, dem 10. Februar 2015

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg

 

mit dem Thema

 

Muss es sein? - Quartettfamilien

Prof. Sonia Simmenauer, Berlin und Hamburg, und Prof. Dr. Beatrix Borchard, HfMT Hamburg, im Gespräch

 

Musikprogramm:

Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett Nr. 2 in a-Moll Op. 13

Es spielen die Studierenden der HfMT Oliver Rau (Violine), Fanny Fheodoroff (Violine), Elisabeth Pape (Viola) und Kathrin Herwanger (Violoncello) aus der Klasse von Prof. Niklas Schmidt.

 

 

Eintritt frei.

 

Leben im Quartett

Muss es sein? Das fragte sich einst Ludwig van Beethoven, dokumentiert auf der eigenhändigen Abschrift  seines letzten Streichquartetts op. 135 im Oktober 1826. Muss es sein, fragen sich auch viele Musiker und Musikerinnen bis heute. „Muss es sein? Leben im Quartett“, so nannte Sonia Simmenauer ihr 2008 erschienenes Buch im Berenberg-Verlag, in dem sie einen facettenreichen Einblick in das Leben professioneller Quartettformationen gewährt.

Das Quartett als vierstimmige Konstellation, nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich. Das lässt sich nur noch toppen, wenn die Spieler auch noch miteinander verwandt sind.

Sonia Simmenauer und Beatrix Borchard im Gespräch.

 

 

Sonia Simmenauer

Die Kulturmanagerin, Publizistin und Impresaria Sonia Simmenauer wurde in den USA geboren, wuchs jedoch in Paris auf, wo sie auch zur Schule ging. Nach einem Praktikum bei der Agence de Concerts de Val- malete entschied sie sich, Konzertagentin zu werden und studierte an der Sorbonne Angewandte Sprachen und ein Semester Betriebswirtschaftslehre in Mannheim. Während des Studiums absolvierte Sonia Simmenauer weitere Praktika und begann 1982 ihre Tätigkeit für die Kammermusikabteilung der Konzertdirektion Schmid in Hannover. 1989 machte sie sich mit dem Impresariat Simmenauer in Hamburg selbständig und vertritt seither eine Reihe der weltweit bedeutendsten Streichquartette und Solisten wie etwa über 26 Jahre die Alban Berg und Guarneri Quartette, das Arditti String Quartet, das Artemis, das Tokyo, das Kuss Quartett, u.v.a. oder den Geiger Gidon Kremer, die Geigerin Isabelle Faust, den Pianisten Piotr Anderszewski oder auch die Komponistin Lera Auerbach.

Neben ihrer hauptberuflichen Arbeit verfolgt die international angesehene Agentin eine umfangreiche Lehrtätigkeit: Auf ein Seminar für Kulturmanagement an der Universität Lüneburg im Jahr 1996 folgten Dozenturen an der Lübecker Musikhochschule (1997), an der Hanns-Eisler Musikhochschule Berlin (1998-2000) sowie an der Universität Witten-Herdecke (2004-2008). Seit 2010 ist Sonia Simmenauer Honorarprofessorin an der Musikhochschule in Hamburg im Bereich Musikvermittlung.

2008 eröffnete sie das jüdische Café Leonar samt Jüdischem Salon im Hamburger Grindelviertel. 2009 übersiedelte Sonia Simmenauer mit ihrem Impresariat von Hamburg nach Berlin.

 

Beatrix Borchard, Prof. Dr. phil. habil., aufgewachsen in Lingen/Ems, studierte in Bonn und Berlin Musikwissenschaften, Germanistik und Geschichte und promovierte über Clara Wieck und Robert Schumann, Bedingungen künstlerischer Arbeit in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts (1983, 2. Auflage Kassel 1992). 2000 habilitierte sie sich mit einer interpretationsgeschichtlichen Studie, die unter dem Titel Stimme und Geige. Amalie und Joseph Joachim. Biographie und Interpretationsgeschichte im Böhlau-Verlag Wien erschienen ist (2. Auflage 2007). Weitere wichtige Buchveröffentlichungen: Clara Schumann. Ein Leben. Frankfurt/Main - Berlin 1991 (vier Auflagen); Adriana Hölszky Berlin 1991; Fanny Hensel, Komponieren zwischen Öffentlichkeit und Privatheit, Stuttgart 1999, 2. Auflage Kassel 2002 (gem. mit Monika Schwarz-Danuser); Der weibliche und der männliche Beethoven, Bonn 2004 (gem. mit Cornelia Bartsch und Rainer Cadenbach); Alkestis: Interpretationen (=Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 2006) (gem. mit Claudia Maurer Zenck); Musikwelten - Lebenswelten. Jüdische Identitätssuche in der deutschen Musikkultur, Köln 2009 (gem. mit Heidy Zimmermann). Im Druck: Fülle des Lebens: Pauline Viardot-Garcia, (Europäische Komponistinnen, Bd. 12) (Köln: Böhlau) und MusikWissenVermittlung multimedial – Chancen und Grenzen. (Hildesheim: Olms).

Sie ist Herausgeberin der Viardot-Garcia-Studien, Bd. 1-6, Georg Olms Verlag Hildesheim · Zürich · New York 2012ff. und der Brahms-Studien (= Veröffentlichungen der Johannes Brahms Gesellschaft, Bd. 16 ff. , Tutzing 2011 ff. (gemeinsam hrsg. mit Kerstin Schüssler-Bach).

Beatrix Borchard lehrte zehn Jahre an der Hochschule der Künste Berlin Musikwissenschaft und arbeitete für das Goethe-Institut, vor allem in China, Portugal und Rumänien. Seit 2002 ist  sie Professorin für Musikwissenschaften an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Hier leitet sie ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt zum Thema  Orte und Wege europäischer Kulturvermittlung durch Musik. Pauline Viardot – Sängerin, Pianistin, Komponistin, Arrangeurin, Volksmusiksammlerin, Pädagogin und Veranstalterin und die Forschungsplattform Musik/ Musikvermittlung und Gender: http://mugi.hfmt-hamburg.de.

Beatrix Borchard ist Autorin zahlreicher Rundfunkfeatures, moderiert häufig Konzerte und hat bisher zwei Filme gemacht, Dokumentationen über Clara Schumann (NDR 1996) und zum Thema Hausmusik (NDR 1997). An weiteren Musikfilmen hat sie mitgearbeitet. Eine Dokumentation über die Schwestern Maria Malibran und Pauline Viardot-Garcia ist in Planung.

Mehr zu Beatrix Borchard: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Borchard/

 

Oliver Rau erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren und war von 2010-2014 Jungstudent an der HfMT Hamburg. Zum WS 2014/2015 hat er hier sein Bachelorstudium im Fach Violine begonnen, wo er weiterhin von Prof. Christoph Schickedanz unterrichtet wird.

Er erhielt mehrere Preise beim Wettbewerb "Jugend musiziert" und war  2011 und 2013 Stipendiat der Marie-Luise-Imbusch-Stiftung. Orchestererfahrung hat er bereits als Konzertmeister des Landesjugendorchesters Hamburg mit Auftritten in der Laieszhalle sowie im Hamburger CCH gesammelt.

 

Fanny Fheodoroff wurde 1996 in Oberndorf bei Salzburg geboren und erhielt mit 5 Jahren ihren ersten Violinunterricht. Es folgte 2003-2006 ein Hochbegabtenlehrgang  sowie 2009-2014 ein Vorbereitungslehrgang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, parallel dazu ein Tanzstudium an der Staatsopernballettschule Wien. Seit 2014 studiert Fanny Fheodoroff an der HfMT bei Prof. Tanja Becker-Bender. Sie ist bereits als Solistin mit bedeutenden Orchestern aufgetreten und erhielt Preise und Stipendien.

 

Elisabeth Pape wurde 1996 in Hamburg geboren und erhielt seit 2002 Geigenunterricht, 2008 wechselte sie zur Bratsche. 2009 wurde sie Mitglied im Albert-Schweitzer-Jugendorchester, 2013 spielte sie mit im Bundesjugendorchester sowie im Jugendsinfonieorchester des NDR unter Leitung von Christof Urbanski. Elisabeth Pape nahm teil an zahlreichen Wettbewerben „Jugend musiziert“ und erhielt Preise. Seit Oktober 2014 studiert sie an der HfMT Hamburg bei Prof. Anna Kreetta Grebajvcevic Viola.

 

Kathrin Herwanger, geboren 1995, begann bereits im Alter von 5 Jahren mit dem Cellospiel an der Musikschule Kempten. Von 2009-2012 unterrichtete sie der ehemalige Solocellist der Nürnberger Philharmoniker, Georg Labudde. 2012-2014 war sie Jungstudentin an der Musikhochschule Nürnberg. Seit Oktober 2014 studiert sie an der HfMT Hamburg bei Prof. Niklas Schmidt.

Kathrin Herwanger ist mehrfache Preisträgerin im Landes- und Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" sowie Gewinnerin des Sparkassen-Förderpreises für Klavier-Kammermusik 2013. Seit 2009 ist sie Mitglied des Jugendsymphonieorchesters "Die Jungen Fürther Streichhölzer" und wirkt in zahlreichen Kammermusik-Ensembles mit.

 

Moderation, Abendgestaltung und Organisation: Prof. Dr. Beatrix Borchard, Prof. Dr. Nina Noeske und Martina Bick, M.A.