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30.10.2014 17:16 Alter: 2 Jahre

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XVI: Familie – Freundschaft – Konstellationen

Pop-Band als Familie am Beispiel des Beatles-Filmes Help - 4.11.2014 │ 18 Uhr │ Mendelssohnsaal der HfMT

Wir laden Sie herzlich ein zu der

 

Ringveranstaltung Gender Studies und Musik XVI:

 

Familie – Freundschaft – Konstellationen

 

am Dienstag, dem 4. November 2014

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg

 

mit dem Thema

 

Pop-Band als Familie am Beispiel des Beatles-Filmes Help

Vortrag von Prof. Dr. Matthias Tischer, Hochschule Neubrandenburg

Es werden Ausschnitte aus dem Film „Help“ gezeigt.

Eintritt frei.

 

Eine Boygroup stellt sich dar

 

Nach der Mockumentary (parodistische Als-Ob-Doku) „A Hard Day’s Night“ stellte sich die Frage, wie es mit dem Markenprodukt Beatles auf der Leinwand weitergehen sollte. Vornehmlich die weiblichen Fans lechzten nach Einblicken in das Privatleben der Fab-Four, was aber aus verschiedenen Gründen im England der 60er Jahre undenkbar gewesen wäre. Es folgte ein Spielfilm über die phantastischen Abenteuer der Boygroup in der schillernden Genrevielfalt zwischen kleiner Völkerschau und Antikriegsfilm, in dem die Musiker wie Schauspieler zu agieren hatten, um sich ein Minimum an Privatsphäre weiterhin zu bewahren.

Die Ebene des Fiktionalen im Film "Help!" enthielt allerdings mehr als ein Körnchen Wahrheit, was das symbiotische Miteinander, die Band als Ersatzfamilie betraf. Der kreative Prozess des popkulturellen Wunders namens Beatles war unlösbar verwoben mit einem nicht minder beachtlichen sozialen Phänomen, was es den vier Autodidakten aus Liverpool letztlich erlaubte, den Vermarktungsmechanismen der Kulturindustrie gegenüber ein hohes Maß an Eigenständigkeit zu wahren.

 

Matthias Tischer studierte Klarinette bei Ralph Manno, Jan Doormann und Jean François Benda, Musikwissenschaft, Schulmusik, Erziehungswissenschaft, Kunstgeschichte u.a. in München, Weimar und Jena. Nach einer Promotion über Inhaltsästhetik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts habilitierte er sich nach Forschungsaufenthalten in Berlin und Harvard am gemeinsamen Institut der Musikhochschule Weimar und der Universität Jena, wo er neben Lehraufträgen in Berlin, Hannover und Oldenburg als Privatdozent tätig war. Die Schwerpunkte seiner Forschung bilden die Musikgeschichte des 18. bis 21. Jahrhunderts, Musikästhetik, Theorie der Musikgeschichtsschreibung, Analyse, Populärmusik, Musik und Politik, Musik im Verhältnis zum Bild, zur Literatur und zum Film, Musik und Technik, Musik und Gender, Musik und Lebensalter, Musikpädagogik sowie die Theorie der musikalischen Bildung. Matthias Tischer ist Professor für Ästhetik und Kommunikation an der Hochschule Neubrandenburg.

 

Weitere Informationen: www.dr-matthias-tischer.de

Moderation, Abendgestaltung und Organisation: Prof. Dr. Beatrix Borchard, Prof. Dr. Nina Noeske und Martina Bick, M.A.