Deutsch
English
< zurück
21.11.2011 17:30 Alter: 5 Jahre

Ringvorlesung Gender Studies und Musik XIII: Singende Königinnen, tanzende Prinzen - Musik an europäischen Höfen

Domenico Scarlatti am Hof Maria Barbaras in Lissabon und Madrid

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der Veranstaltung

 

Ringvorlesung Gender Studies und Musik XIII:

Singende Königinnen, tanzende Prinzen -

Musik an europäischen Höfen

 

am Dienstag, dem 29. November 2011

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg:

 

Domenico Scarlatti am Hof Maria Barbaras in Lissabon und Madrid

 

Vortrag: Dr. Bernhard Schrammek, Berlin

 

Musikprogramm: Studierende der HfMT aus der Klasse von Prof. Menno van Delft.

 

Eintritt frei.

 

Vierzig Jahre Zusammenarbeit mit einer Regentin: Domenico Scarlatti (1685-1757)

Fast vier Jahrzehnte lang diente der aus Neapel stammende Komponist Domenico Scarlatti vorrangig einer Frau: der portugiesischen Infantin und späteren spanischen Königin Maria Barbara (1711-1758). Diese lange Zusammenarbeit mit der künstlerisch ebenso interessierten wie begabten Regentin ergab für Scarlatti einen ungewöhnlich großen Schaffensfreiraum. Ausdruck davon geben seine mehr als 550 Cembalo-Sonaten, die für die weitere Geschichte der Gattung herausragende Bedeutung besitzen. Das außerordentlich kreative soziale Umfeld an den Höfen von Lissabon und Madrid zur Zeit des Wirkens von Scarlatti steht im Mittelpunkt des Referates, ferner werden – auch im Dialog mit den Musikern – Überlegungen zur Aufführungspraxis, Funktion, Stilistik und technischen Schwierigkeiten der Sonaten vorgenommen.

Bernhard Schrammek, geb. 1972 in Leipzig, studierte Musikwissenschaft und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und verbrachte zwei Studienaufenthalte am Deutschen Historischen Institut in Rom. Seine 2001 veröffentlichte Dissertation beschäftigt sich mit dem römischen Kapellmeister Virgilio Mazzocchi (1597–1646). Seit 2001 arbeitet Schrammek als freiberuflicher Musikwissenschaftler in Berlin. Seine Tätigkeiten umfassen u. a. die Vorbereitung und Moderation von Rundfunksendungen, das Schreiben von Konzerteinführungen, die Redaktion wissenschaftlicher Werke sowie die Herausgabe von Noteneditionen. Dabei gilt sein besonderes Interesse der Musik- und Sozialgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts. Im November 2011 erschien sein Buch „Die Musikwelt der Klassik“. Weitere Informationen unter www.de-musica.de

 

Organisation und Abendgestaltung: Prof. Dr. Beatrix Borchard, Isolde Kittel-Zerer und Martina Bick, M.A