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07.11.2011 18:37 Alter: 5 Jahre

Ringvorlesung Gender Studies und Musik XIII: Singende Königinnen, tanzende Prinzen - Musik an europäischen Höfen

- John Dowland am Hof Elisabeths I. in London -

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der Veranstaltung

 

Ringvorlesung Gender Studies und Musik XIII:

Singende Königinnen, tanzende Prinzen -

Musik an europäischen Höfen

 

am Dienstag, dem 15. November 2011

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal der

Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

 

John Dowland am Hof Elisabeths I. in London

 

Vortrag: Prof. Dr. Susanne Rupp, Universität Hamburg

 

Musikprogramm: Studierende der HfMT aus den Klassen von

Prof. Peter Holtslag und Prof. Olaf van Gonnissen, HfMT

 

Eintritt frei.

 

Professionelle Selbstinszenierung am elisabethanischen Hof: John Dowland (1563-1623)

John Dowland ist eine der herausragenden Figuren der englischen Musikgeschichte. Seine Bedeutung beschränkt sich jedoch nicht nur auf seine musikalischen Leistungen  als Komponist und Musiker, sondern ist auch dem Umstand geschuldet, dass er – wie kein anderer englischer Komponist der frühen Neuzeit – die Professionalisierung des Musikers/Komponisten vorangetrieben hat. In diesem Vortrag sollen die Rahmenbedingungen dieser professionellen Selbstinszenierung vor dem Hintergrund der musikalischen Praxis am elisabethanischen Hof dargestellt werden. Im Mittelpunkt wird dabei John Dowlands "strategische Melancholie" stehen, die weniger als Zeugnis des Selbstausdrucks denn als Element der Selbstinszenierung John Dowlands verstanden werden soll. Die musikalischen Beiträge werden auf diese Überlegungen Bezug nehmen und die musikalische Ausgestaltung der Melancholie – etwa in den ‚Lachrimae’-Kompositionen – sinnfällig machen.

 

Susanne Rupp schloss ein Magisterstudium der Musikwissenschaft, Anglistik und Vergleichenden Literaturwissenschaft in München, Berlin und Glasgow im Hauptfach Musikwissenschaft ab, promovierte und habilitierte sich dann jedoch mit interdisziplinären Themen im Fach Englische Literaturwissenschaft. Sie ist seit 2007 Professorin für Britische Literatur und Kultur an der Universität Hamburg, seit 2010 außerdem Prodekanin für Studium und Lehre.

Ihre Publikationen und Vorträge bewegen sich meist auf der Schnittstelle von Musikwissenschaft und Anglistischer Kultur- und Literaturwissenschaft. Buchpublikationen: Die Macht der Lieder: Kulturwissenschaftliche Studien zur Performativität weltlicher Vokalmusik der Tudorzeit (Trier 2005); „From Grace to Glory“: Himmelsvorstellungen in der englischen Theologie und Literatur des 17. Jahrhunderts (Heidelberg 2001).

 

Organisation und Abendgestaltung: Prof. Dr. Beatrix Borchard, Isolde Kittel-Zerer und Martina Bick, M.A.