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04.11.2008 10:55 Alter: 8 Jahre

Ringvorlesung Gender Studies X: Vom Gegensatz zur Vielfalt - Visionen für Morgen

Ringvorlesung Gender Studies X:

Vom Gegensatz zur Vielfalt Visionen für Morgen

 

Vortrag

Anpassung und Widerstand - Vorstellung einer intersektionalen Methode zur Analyse von Vielfalt

am Dienstag, 11. November 2008

18.00 Uhr (s.t.) im Mendelssohnsaal

Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

 

Referentin: Prof. Dr. Gabriele Winker, Technische Universität Hamburg-Harburg

Anschließend: Studierende aus der Schlagzeugklasse von Prof. Cornelia Monske spielen Stücke von Charles DeLancey, Andy Pape und David Maslanka.

 

Eintritt frei.

 

Blickwinkel Politik: neue Ansatzpunktpunkte für politisches Handeln

Der Feminismus ist tot, es lebe der Feminismus! Während in öffentlichen Debatten die weiblichen Berufskarrieren von gut qualifizierten Frauen und ihre Anpassungsleistungen im Vordergrund stehen, stellt die Referentin vielfältige queer/feministische Initiativen mit verschiedenartigsten Konzepten des politischen Widerstands in den Fokus. Gabriele Winker plädiert dafür, zur Analyse der vielfältigen Strategien einen intersektionalen Mehrebenenansatz heranzuziehen. Damit lässt sich zeigen, wo sich einzelne Personen oder Gruppen von möglichen Mitstreiterinnen abgrenzen und damit herrschende Normen und Strukturen aufrechterhalten und wo alltägliche Widersetzungen gegen hegemoniale Zumutungen deutlich werden. Diese widerständigen Praxen einzelner AkteurInnen stellen in ihrer Verwobenheit eine nicht zu unterschätzende politische Kraft dar. Sie sind Ansatzpunkte für weiterführendes politisches Handeln. Es geht damit um ?Visionen für Morgen?, die Thematik der Ringvorlesung.

Gabriele Winker studierte in Konstanz Sozialwissenschaften, promovierte 1994 an der Universität Bremen zum Dr.rer.pol. mit dem Thema "Arbeits- und Technikgestaltung im Kontext geschlechtshierarchischer Arbeitsteilung" und erhielt anschließend den Ruf auf eine Professur für Arbeits- und Sozi-alwissenschaften an der Fachhochschule Furtwangen. Dort beschäftigte sie sich verstärkt mit Themen der Frauen- und Geschlechterforschung, baute das Forschungszentrum "Technology and Gender in Applied Sciences" auf und leitete Forschungsprojekte im Bereich der Arbeits-, der Internet- und der Hochschulforschung. Seit März 2003 ist sie als Professorin für Arbeits-wissenschaft und Gender Studies an der TU Hamburg-Harburg tätig und leitet dort den neuen Arbeitsbereich "Arbeit - Gender - Technik".

www.tu-harburg.de/agentec/